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Regional Silvesterlauf: Hanelt siegt knapp vor Kalinowski
Sportbuzzer Sportmix Regional Silvesterlauf: Hanelt siegt knapp vor Kalinowski
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18:56 02.01.2011
Idylle am Seeburger See: Am Ortsrand von Bernshausen sehen auch vierbeinige Zuschauer den Silvesterläufern beim Meistern der schneebedeckten Strecke zu.
Idylle am Seeburger See: Am Ortsrand von Bernshausen sehen auch vierbeinige Zuschauer den Silvesterläufern beim Meistern der schneebedeckten Strecke zu. Quelle: Pförtner
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Und auch die Aktiven ließen sich sodann von den ungünstigen äußeren Bedingungen nicht großartig abschrecken: Von den 845 angemeldeten Läuferinnen und Läufern gingen 725 an den Start. „Für diese Voraussetzungen ist das ein sehr, sehr gutes Ergebnis“, freute sich Hartmut Hublitz, der Vorsitzende der gastgebenden Leichtathletik-Gemeinschaft Eichsfeld.

Auch die erzielten Zeiten waren in Anbetracht der schwierigen Boden- und Wetterverhältnisse sehr gut. Zwar bekamen Zuschauer keine neuen Streckenrekorde geboten, aber knappe Entscheidungen zu sehen.

Ausnahme: Im Zehn-Kilometer-Lauf der Frauen besaß die Göttingerin Naima Madlen Diesner (in Abwesenheit der erkrankten Vorjahressiegerin Sanna Almstedt) einen klaren Vorsprung.

Den Hauptlauf über die 10 000 Meter der Männer gewann nach einem spannenden Zweikampf Sebastian Hanelt von der LG Göttingen vor Lokalmatador Christian Kalinowski (LG Eichsfeld). Der Bilshäuser hatte sich unterwegs zweimal ein Stück abgesetzt, vermochte sich jedoch nicht entscheidend von seinem Kontrahenten zu lösen. „Ich habe meine Chance gesucht, doch dabei ein paar Körner gelassen, die mir am Ende gefehlt haben“, meinte Kalinowski, der nach einem Jahr voller Verletzungen mit dem zweiten Platz zum Jahresausklang aber zufrieden war. Als Langstreckenspezialist, gab der erfolgreiche Hanelt zu, habe er gegenüber dem Mittelstreckler Kalinowski (beim Silvesterlauf 2009 Erster über 5000 Meter) „einfach Vorteile gehabt“.

Als Nachfolger Kalinowskis trug sich dessen Vorgänger in die Siegerliste über fünf Kilometer ein: Jonas Kolb vom Ski-Club Hohegeiß, der bereits 2008 in Bernshausen triumphiert hatte, nahm Paul Lennart Kruse (LG Göttingen) im Duell zweier 18-Jähriger nach rund einem Kilometer die entscheidenden Meter und Sekunden ab, die dieser auf der Zielgeraden trotz aller Bemühungen nicht mehr gut machen konnte. „Mein Gegner war heute einfach besser“, erkannte Kruse Überlegenheit des Triathleten Kolb an.

Kolb durfte gleich noch einmal jubeln: Bei den Frauen trug seine ebenfalls für den SC Hohegeiß startende Freundin Svenja Hörnlein den Sieg davon. Die Dritte der Deutschen Meisterschaft im Sprinttriathlon, die wie Kolb am Olympia-Stützpunkt in Neubrandenburg trainiert, entschied das Finish für sich: Die 17-Jährige setzte sich dank ihrer größerer Schrittlänge vor der 13-jährigen Ida-Sophie Hegemann (LG Eichsfeld) durch. Die junge Duderstädterin strahlte über den zweiten Rang, fand es aber „schade“, dass sie so knapp besiegt worden war.

Von Michael Bohl