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Regional So erlebte Neele Eckhardt die ersten Wochen bei der Bundeswehr
Sportbuzzer Sportmix Regional So erlebte Neele Eckhardt die ersten Wochen bei der Bundeswehr
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16:27 21.12.2017
Bei der Bundeswehr: Neele Eckhardt (links) und Sprinterin Sina Mayer (LAZ Zweibrücken). Quelle: R
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Göttingen

Hochleistungssportler, die ihre Profession nicht oder nicht ausreichend vermarkten können, stehen irgendwann vor der Entscheidung, die Karriere zu beenden oder den Trainingsaufwand so weit zu reduzieren, dass sie auf internationaler Ebene nicht mehr konkurrenzfähig sind. In diesem Fall kann die Sportfördergruppe der Bundeswehr auf den Plan treten. Gefördert werden Athleten, von denen zu erwarten ist, dass sie in ihren jeweiligen Sportarten auch international eine Rolle spielen können.

Dreispringerin Neele Eckhardt von der LG Göttingen wurde dieses Angebot vom Deutschen Leichtathletik-Verband im Sommer unterbreitet – und sie griff zu. Zunächst ist sie ein Jahr mit den finanziellen Rahmenbedingungen einer freiwillig Wehrdienstleistenden und der Option auf Vertragsverlängerungen ausgestattet. Das war für die angehende Juristin attraktiv genug, dieses Angebot wahrzunehmen und sich nach dem zwölften Platz bei der WM und dem Sieg bei der Universiade international weiter zu profilieren.

Zunächst musste die 25-Jährige jedoch die sechswöchige Grundausbildung bei der Bundeswehr in Hannover absolvieren. Während dieser Zeit gab es viele Momente, die den bisherigen Lebenserfahrungen der Jurastudentin gar nicht entsprachen. Am Anfang war es der ungewohnte militärische Umgangston, der ihr als Studentin vollkommen fremd war, wie sie erzählt. Es ist leicht nachvollziehbar, dass damit vor allem die jungen Soldatinnen größere Probleme hatten als zum Beispiel Boxer oder Ringer, die ebenfalls der Sportfördergruppe angehören.

Als belastend empfand sie trotz ihres sportlichen Backgrounds auch Gepäckmarsch und Schießübungen. Diese fanden nicht am Standort in Hannover statt, sondern auf den Truppenübungsplätzen Munster oder Celle. Da war die Nacht bereits um 4 Uhr zu Ende. Weniger beeindrucken ließ sie sich von ihren mangelnden Fähigkeiten beim Bettenmachen: „Da mussten dann Stubenkameradinnen nachhelfen. Wer es macht, ist egal. Hauptsache, es sieht gut aus“, sagt Eckhardt.

Auf die Frage, ob sich Vorurteile bewahrheitet hätten, antwortet die 25-Jährige, dieses im Vorfeld völlig ausgeblendet zu haben: „Ich habe mir vor der Grundausbildung kaum Gedanken darüber gemacht und alles einfach auf mich zukommen lassen.“

Im Laufe der sechs Wochen stellte sich bei vielen Dingen auch nach und nach Routine ein. Sie gewöhnte sich an die unangenehmen Seiten der Ausbildung. Außerdem setzte sich ihren Angaben nach die Gewissheit durch, dass nach diesen sechs Wochen niemals mehr weitere vergleichbare sechs Wochen folgen würden.

Als Resümee überwiege trotz der Strapazen doch Dankbarkeit, so Eckhardt, dass nun möglicherweise über Jahre die Option bestehe, ihre leistungssportliche Karriere ohne finanzielle Sorgen fortsetzen und dabei sogar noch das Studium der Rechtswissenschaften zum erfolgreichen Abschluss bringen zu können. Die Möglichkeit der Vertragsverlängerung bietet sich zunächst jährlich, vorausgesetzt, die Leistungsentwicklung stimmt.

Die nächste Gelegenheit, auf internationalem Parkett zu glänzen, bietet sich für die Göttinger Dreispringerin möglicherweise bereits bei der Hallen-WM Anfang März 2018 in Birmingham. Dort hat die IAAF neue Qualifikationskriterien aufgestellt, die Eckhardt derzeit als 12. der Weltbestenliste des Jahres 2017 erfüllt. Zugelassen werden die ersten 16. Der Pferdefuß: Es können nur zwei DLV-Springerinnen nominiert werden. Gesetzt ist Kristin Gierisch, Silbermedaillengewinnerin der letzten Hallen WM 2016. Der Unsicherheitsfaktor ist die Deutsche Hallenmeisterin Jenny Elbe, die die Freiluftsaison über verletzt war. Sie müsste ihre Bestleistung jedoch bei einer der wenigen Gelegenheiten in der Halle im Winter auf 14,35 Meter steigern, um als zweite DLV-Springerin in Birmingham dabei zu sein.

Von Gerd Brunken

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