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Regional So will Präsident Bartels den Golfsport fit für die Zukunft machen
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16:02 09.03.2018
Oliver Bartels Quelle: R
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Nörten-Hardenberg

Der Golfsport befindet sich im Wandel – und steht vor großen Herausforderungen. Diesen will sich Oliver Bartels, seit rund einem Jahr Präsident des Golfclubs Hardenberg, stellen. Im Interview erzählt der 47-jährige Unternehmensberater, welche Lösungen der Club bereits gefunden hat – und welche Aufgaben noch bevorstehen.

Tageblatt: Herr Bartels, welches Handicap haben Sie im Golf?

Bartels: Mein Handicap liegt bei 15. Das hat sich seit meiner Arbeit im Golfclub deutlich verschlechtert, weil ich weniger Zeit habe, um vor allem entspannt Golf zu spielen. Die Belange der Mitglieder sind mir sehr wichtig. Ich spreche viel mit Mitgliedern, bin viel für den Club unterwegs und bin aktiv.

Welches Image hat der Golfsport?

Früher war es ein elitärer Sport, meist auch der Alten, den sich nicht jeder leisten konnte. Es gab hohe finanzielle Einstiegshürden. Das hat sich in den letzten Jahren aber völlig verändert. Wir haben günstige Einstiegskonditionen, keine Aufnahmegebühr mehr und der Monatsbeitrag ist bei unserem Einstiegsangebot mit 75 Euro genauso hoch wie im Fitnessstudio. Golf ist ein Sport für jedermann geworden.

Aber die Vorurteile bestehen weiter. Wie wollen Sie dem entgegenwirken?

Daran arbeiten wir bereits. Aufklärung und Kommunikation unserer Angebote sind wichtig. Es gibt kostenlose Schnupperkurse und günstige Platzreifekurse. Wir haben einen öffentlichen Sechsloch-Kurzplatz, auf dem man den Sport auch ohne Platzreife kennenlernen kann. Es gibt einen Tag der offenen Tür. Wir wollen unser Golfresort zunehmend ökologisch pflegen und soweit möglich biologische Mittel einsetzen. Und wir planen, in diesem Jahr Wildblumenwiesen anzulegen – auch als Beitrag gegen das Insektensterben.

Eines der Vorurteile lautet, Golf sei kein Sport...

Das ist er aber definitiv. Bei einer Runde Golf verbrennt man zwischen 1200 und 1300 Kalorien, das ist mehr als bei 90 Minuten Joggen. Man bewegt sich bis zu vier fünf Stunden und geht bis zu zehn Kilometer. Gleichzeitig macht man rund 100 Golfschläge. Sie bewegen 126 Muskeln bei einem Golfschwung. Das ist sportlich anspruchsvoll, aber auch in jeder Altersklasse zu bewerkstelligen.

Was macht für Sie persönlich den Golfsport aus?

Ich spiele seit 15 Jahren Golf und bin auch genauso lange Mitglied beim Golfclub Hardenberg. Für mich ist Golf eine idealer Ausgleich zum beruflichen Alltag und Stressabbau. Man verbringt mehrere Stunden in einem fantastischen Ambiente, auf unserer Anlage mit insgesamt 42 Löchern, mitten in der Natur. Dabei abzuschalten, das ist ein Traum.

Wie entwickeln sich die Mitgliederzahlen in Ihrem Club?

Wir haben rund 1300 Mitglieder, davon sind etwa 120 Jugendliche und Auszubildende. Der Golfsport stagniert in Deutschland, und die Herausforderungen bleiben hoch. Wir müssen uns heute aktiv um die Mitglieder kümmern und ihnen weit mehr bieten als nur einen Golfplatz. Dazu müssen wir uns auch stärker um neue Mitglieder bemühen.

Wie kann das gelingen?

Wir bieten vermehrt attraktive zeitgemäße Turniermodelle an, die nicht mehr den ganzen Tag dauern, sondern zwei bis drei Stunden. Für uns ist wichtig, dass wir auch viele gesellschaftliche Anlässe bieten. Die soziale, gesellschaftliche Integration ist aus meiner Sicht nirgends so groß wie im Golfsport, weil es keine wirklichen Gegner gibt außer einem selbst. Hinzu kommt, dass Sie häufig mit wechselnden netten Menschen spielen können.

Welche Projekte haben Sie noch angestoßen?

Ich bin seit einem Jahr als Präsident gewählt und stelle mich gerade zur Wahl für die nächsten drei Jahre. Wir haben in dieser Zeit die Kommunikation verbessert – intern wie extern. Wir haben mit den Golfclubs der Region Greenfee-Kooperationen geschaffen, mithilfe derer wir unseren Mitgliedern Vorteile gewähren, aber auch die Vernetzung der Region stärken. Wir haben darüber hinaus Kooperationen mit dem Bovender Sportverein, dem ASC Göttingen, der Stadt Göttingen und der Göttinger Universität vorbereitet.

Was soll, ja muss jetzt folgen?

Das Ziel für die nächste Zeit wird sein, diese Kooperationen mit Leben zu füllen, weiter auszubauen und mit den anderen Clubs weitere Synergien zu schaffen. Dazu müssen wir das moderne Image des Golfsports nach außen kommunizieren. Ich möchte den Verein stärken, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten. Und wir haben einen Jugendförderverein, den wir stärken wollen, um den Jugendsport weiter auszubauen und zu fördern.

Von Andreas Fuhrmann

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