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Sololauf als Stadtwette: Göttingen und Mainz treten gegeneinander an

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12:34 17.05.2021
Steffen Baumbach aus Göttingen organisiert den zweiten Sololauf.
Steffen Baumbach aus Göttingen organisiert den zweiten Sololauf. Quelle: Mischke
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Göttingen

Der vom Göttinger Steffen Baumbach gegründete Verein hat es sich auf die Fahnen geschrieben, unter Sportlern Geld für das „Elternhaus für das krebskranke Kind“ zu sammeln. Ursprünglich sollte der Sololauf 2020 eine einmalige, der Corona-Pandemie geschuldete Veranstaltungs-Variante bleiben. Angesichts der noch immer gültigen Verordnungen, die keine Großveranstaltungen zulassen, hat das Team um Baumbach auch 2021 wieder einen Sololauf organisiert.

Seit Anfang des Jahres unterstützt „Jedes Training zählt“ auch das Elternhaus in Mainz. In diesem Haus wurden Baumbachs Nichte Anneke und ihre Familie in der schweren Zeit während und nach der Krebserkrankung des Mädchens betreut. Lilly Reischmann, die Anneke aus dem Kindergarten kannte, ist heute 16 Jahre alt und wollte nach dem Tod ihrer Freundin helfen. Sie nahm Kontakt zum Patenonkel in Göttingen auf. Seit Anfang des Jahres ist die junge Frau nun Botschafterin von „Jedes Training zählt“ für Mainz und setzt sich seither für den Förderverein dort ein.

Beide Städte profitieren

Mit ihrer Unterstützung kann in diesem Jahr zu Pfingsten der Göttinger Sololauf auf Mainz ausgeweitet werden: Coronakonform – alleine oder maximal mit im Haushalt lebenden Personen laufen und doch gemeinsam etwas Gutes tun. „Jedes Training zählt“ ruft alle Läufer zu einem Battle zwischen den Städten Göttingen und Mainz auf. Welche Stadt läuft die meisten Kilometer?

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Reischmann und Baumbach sind gespannt auf die Resonanz und freuen sich auf diesen Lauf, von dem die Vereine in beiden Städten profitieren sollen. Denn beide Vereine finanzieren sich fast ausschließlich durch Spenden. Durch die Pandemie haben sie enorme Einbußen, da seit März 2020 fast alle Benefizveranstaltungen abgesagt werden mussten. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Läufer beider Städte zusammen 42.195 km zurücklegen und jeder für die von ihm zurückgelegten Kilometer einen Euro an das jeweilige Elternhaus seiner Stadt spendet“, formulieren sie ihr Ziel.

Knapp 900 Läufer sind schon gemeldet

Weit mehr als 400 Läufer haben sich jeweils in beiden Städten inzwischen angemeldet. Nachdem die Anmeldedaten eingegeben worden sind (www.sololauf.com), kann eine persönliche Startnummer erstellt werden. Am Pfingstwochenende kann so viel und so oft gelaufen werden, wie jeder Teilnehmer möchte – ob in der Natur oder auf dem Laufband. Der Wunsch der Organisatoren ist eine Spende von einem Euro pro gelaufenem Kilometer an die Elternhilfe in Göttingen oder den Förderverein in Mainz. Bei der Überweisung sollte der Verwendungszweck „Sololauf“ angegeben werden, damit das Geld zugeordnet werden kann. Am Ende sollen die zurückgelegten Kilometer auf die Startnummer geschrieben und davon ein Selfie gemacht werden. Wer dieses Foto in den sozialen Medien oder auf der Webseite des Vereins postet, nimmt an einem Gewinnspiel teil.

Von Kathrin Lienig