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Regional Sparta unentschieden, SVG geht unter
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21:49 06.11.2011
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Sparta - Vallstedt 1:1 (0:1). Noch ist Sparta nicht verloren. Der ganz große Befreiungsschlag gelang am gestrigen Sonntag zwar nicht, doch beim 1:1 (0:1) gegen Grün-Weiß Vallstedt zeigte der Vorletzte der Fußball-Landesliga eine kämpferisch starke und auch spielerisch ansprechende Leistung.

Was werden die Roten tun, konnte man sich als Zuschauer nach dem Abpfiff fragen: Sich freuen, dass sie nach eher schwacher erster Hälfte noch einen Punkt geholt haben, oder sich ärgern, dass ein Sieg verschenkt wurde? Die Gesichter von „Zacki“, „Witsche“ und Co. gaben darauf eine klare Antwort: Die Freude überwog, den Spielern war deutlich anzumerken, dass sie das Remis als Erfolg verbuchten.
Zu Recht: Rechnet man Spielanteile und Torchancen der gesamten 90 Minuten zusammen, hatten die Gäste, die im gesicherten Mittelfeld der Tabelle stehen, ein leichtes Plus. In der ersten Halbzeit, in der Sparta sehr defensiv mit nur einer Spitze (Zackenfels) agierte, hätte Grün-Weiß-Stürmer Juri Rudi das Spiel ganz allein entscheiden können: In der 25. Minute umspielt er Sparta-Torhüter Feddern, steht völlig allein vorm Tor – um genau dorthin zu zielen, wo Huck steht, der den Ball gerade noch von der Linie schlagen kann. Und eine Minute vor der Pause kommt er aus vier Metern völlig frei zum Schuss, scheitert jedoch am glänzend reagierenden Sparta-Keeper. Nur einmal, in der 28. Minute, ist er erfolgreich – aus kurzer Entfernung, aber aus vergleichsweise spitzem Winkel.

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Nach dem Wechsel präsentiert sich dann eine ganz andere Sparta-Mannschaft. Von Anfang an wird der Gegner unter Druck gesetzt, Tempofußball gespielt, das Spiel fast vollständig in die Gäste-Hälfte verlegt. Der Lohn: der Ausgleich durch Weska, gestern stärkster Sparta-Offensivspieler. Taubert setzt sich auf rechts durch, passt flach nach innen, Weska hält den Fuß hin – 1:1 (56.). Fünf Minuten später die Riesenchance zum 2:1 durch Zackenfels, doch dessen Direktabnahme einer Matezki-Vorlage kann Vallstedt-Schlussmann Rafael Frei mit einer sensationellen Parade zur Ecke abwehren.

Am Ende wurden die Gäste wieder stärker, zweimal rettete Feddern in höchster Not (88., 90.). Es blieb beim 1:1, „nach den turbulenten Ereignissen unter der Woche sicherlich ein Erfolg“, resümierte Interimscoach Arno Plumbohm – ein neuer Trainer soll in dieser Woche vorgestellt werden. Die herausragende Leistung des Spiels gelang übrigens Robert Kazmierczak: „Bäume fällt man von unten“, hatte Marko Weiss, Trainer der Sparta-Fußballerinnen, noch geraten, doch der 1,70 Meter kleine Abwehrspieler stellte sich Vallstedts Zwei-Meter-Mann Roman Kechter zum Kopfballduell – und gewann.
Sparta: Feddern, Kazmierczak, Zani, Matezki, Abaci (46. Taubert), Schwarze, Vogelsang (46. Witschewatsch), Huck (72. Klein), Strauß , Weska, Zackenfels. – Tore: 0:1 Rudi (28.), 1:1 Weska (56.).

Eintracht Northeim - SVG 1:5 (0:2). Die SVG ist in der Fußball-Landesliga auf einen Abstiegsplatz abgerutscht: Im Derby unterlagen die Schwarz-Weißen am gestrigen Sonntag bei Eintracht Northeim mit 1:5 (0:2) – und scheiterten dabei erneut wegen individueller Fehler.
„Die Fehler, die wir jetzt machen, haben wir am Anfang der Serie nicht gemacht“, klagte SVG-Trainer Knut Nolte. Er meinte Ballverluste wie jenen von Hafner kurz nach Wiederanpfiff, als sich der Mittelfeldspieler den Ball ablaufen ließ und so das vorentscheidende 0:3 einleitete (49.). Nolte: „Da war die Sache eigentlich erledigt, die Niederlage ist aber zu hoch ausgefallen.“
Das andere Thema der SVG ist momentan die mangelhafte Chancenverwertung – unter anderem lief Stern in der 15. Minute allein aufs Tor zu, zögerte jedoch, und auch Freyberg bekam den Ball Mitte der zweiten Hälfte nicht im Gehäuse unter. Weiterer Wermutstropfen: Meyer fällt mit Verdacht auf Bänderriss im Knie als vierter SVG-Innenverteidiger aus. „Ich weiß wirklich langsam nicht mehr, was ich machen soll“, sagte Nolte im Hinblick auf die Personalsorgen. Eine Kopfverletzung von Illner stellte sich im Krankenhaus demgegenüber als Prellung heraus.
SVG: Bitow – Walz, Meyer, Käschel, Alexander – Stern, Hafner, Illner (80. Kovacevic), Benseler – Freyberg, Müller. – Tore: 1:0 Turgay (6.), 2:0 Gehrke (20.) 3:0 Heinrichs (49.), 3:1 Illner (79./FE), 4:1 Turgay (81./FE), 5:1 Sieghan (84.).

Von Hauke Rudolph
und Eduard Warda