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Regional „Sport meets music“ nur noch für Jugendsport
Sportbuzzer Sportmix Regional „Sport meets music“ nur noch für Jugendsport
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18:40 14.03.2012
Kinderturnen: Jugendsport-Förderung soll gekürzt werden.
Kinderturnen: Jugendsport-Förderung soll gekürzt werden. Quelle: CR
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Göttingen

Der SSB reagiert damit auf die städtische Sparliste, die eine Kürzung der Sportförderung von jährlich 60 000 Euro vorsieht.

Im vergangenen Jahr waren bei Sport meets music, das in diesem Jahr am 2. Dezember stattfindet, 20 000 Euro erlöst worden, von denen zur Hälfte kulturelle und Sportprojekte unterstützt wurden. In Gesprächen mit dem städtischen Kulturausschuss sei man übereingekommen, das Geld komplett der Förderung des Jugendsports zur Verfügung zu stellen. „Wir handhaben das nach dem Solidaritätsprinzip“, sagte Gruber auf der Sitzung des Sportausschusses: „Auch wir müssen unseren Beitrag leisten, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass alle anderen Bereiche mitmachen.“

Der SSB verwaltet die städtischen Mittel zur Förderung des Sports, die sich momentan auf jährlich 338 300 Euro belaufen, vom kommenden Jahr an aber auf 278 300 Euro reduziert werden sollen. Der Zuschuss zur Sporthallennutzung in Höhe von jährlich 391 000 Euro soll nicht angegriffen werden.

Kürzungen um 50 Prozent

Unter anderem wird die SSB-Geschäftsstelle von Einsparungen betroffen sein. So sind im „operativen Bereich“ Kürzungen um 50 Prozent vorgesehen, ebenso wird die Unterstützung des Jugendsports um die Hälfte (40 000 auf 20 000 Euro) gekürzt. Einzelbeihilfen wie etwa Zuschüsse für Freizeiten und für die Anschaffung von Sportgeräten werden genauso gestrichen wie Mittel für integrative Maßnahmen. Übungsleiter-Beihilfen werden um zwölf Prozent (gemessen an der Gesamtsumme) gekürzt, Veranstaltungen nur noch dann begleitet, wenn sie kostendeckend sind, was zu einer höheren Teilnehmergebühr für SSB-Angebote führt.

Die Sportausschussmitglieder zeigten sich angetan vom Umgang des SSB mit den städtischen Sparvorschlägen. „Eine derart konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema finden wir nicht überall“, sagte etwa der Ausschussvorsitzende Fritz Güntzler (CDU). Als vorauseilenden Gehorsam wollten allerdings weder Gruber noch Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), die Einsparvorschläge verstanden wissen. Durch die Einsparungen werde die „Tätigkeit in den Vereinen gestört und gefährdet“, klagte Gruber. Insbesondere in Bezug auf Randsportarten und Integration werde man der Verantwortung nicht mehr gerecht. Und: „In der Geschäftsstelle werden wir auf dem Zahnfleisch gehen.“ Frey bekräftigte, „so etwas passiert nicht mit lockerer Hand“.

Von Eduard Warda