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Regional Sportministerin Xoliswa Tom aus Südafrika besucht den ASC 46
Sportbuzzer Sportmix Regional Sportministerin Xoliswa Tom aus Südafrika besucht den ASC 46
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00:17 15.07.2013
Von Michael Geisendorf
Freuen sich auf ihren Einsatz: die freiwilligen Sport-Dienstleister aus Göttingen mit Jens Kreuter, LSB-Geschäftsführer Karl-Heinz Steinmann, KGS-Direktor Tom Wedrins und ASC-Vertretern. Quelle: CR
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Göttingen

Das sind immerhin zehn Prozent eines Jahrgangs und schon sehr beachtlich“, unterstreicht der 48-jährige studierte Jurist und promovierte Theologe.

2500 davon engagieren sich deutschlandweit im Sport. Mehr als 600 kommen aus Niedersachsen – soviel wie nie zuvor –, betreut vom ASC 46 in Kooperation mit dem Landessportbund und der Sportjugend Niedersachsen.

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Im Vereinsheim der Königsblauen machte Kreuter knapp 30 jungen Göttingern seine Aufwartung, die ihren FSJ-Dienst im Sport ableisten, sprach mit ihnen über ihre Erfahrungen und die Zukunft der Freiwilligendienste. Unterstützt wurde er von Karl-Heinz Steinmann, Geschäftsführer des Landessportbundes und der Sportjugend Niedersachsen, von Tom Wedrins, Direktor der KGS Göttingen, die von Beginn an in die FSJ-Projekte eingebunden ist, sowie vom ASC-Vorsitzenden Jörg Schnitzerling.

Für Kreuter ist das bislang auf vier und bald auf fünf Säulen stehende ASC-Engagement beispielhaft. Neben dem Freiwilligen Sozialen Jahr im Sport sind die Königsblauen für den Bundesfreiwilligendienst, das Freiwillige Ökologische Jahr, das Sport und Umweltschutz-Aktivitäten verbindet, und das Projekt Weltwärts zuständig.

Deutsch-französischer Freiwilligendienst

Gerade aufgebaut wird ein deutsch-französischer Freiwilligendienst, der es Menschen zwischen 18 und 25 Jahren ermöglicht, sich zwölf Monate lang im jeweils anderen Land bei sportlichen Projekten zu engagieren.  Der ASC kooperiert hier mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, der Deutschen Sportjugend, dem LSB Niedersachsen, dem Fanzösischen Olympischen Sportbund und der Ligue de l‘Enseignement.

Der überwältigende Erfolg des Weltwärts-Programms, in dessen Rahmen deutsche Jugendliche zwischen 18 und 28 Jahren in vier süd- und ostafrikanischen Staaten sportliche Entwicklungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen leisten (Tageblatt berichtete), hat kürzlich die Sportministerin der südafrikanischen Provinz Eastern Cape, Xoliswa Tom, zum ASC 46 gelockt.

Sie zeigte sich begeistert von den vielfältigen Aktivitäten der Königsblauen zur sportlichen Früherziehung und nahm eine Reihe wertvoller Anregungen mit nach Hause.

Für Kreuter, der 2006 zum Bundesbeauftragten für den Zivildienst berufen wurde und nach dessen Auflösung 2012 die Leitung der Freiwilligendienste übernahm, ist das FSJ „ein grandioses Erfolgsmodell“. Die 300 Millionen Euro, die der Bund jährlich investiere, seien gut angelegt. „Das FSJ ist ein großes, gut funktionierendes Gesamtgefüge“, lobte der Bundesbeauftragte, dessen Beziehung zu Göttingen vor seine Geburt zurückreicht.

„Mein Vater hat hier Betriebswirtschaft studiert und meine Mutter so um 1960 herum beim Göttinger Tageblatt volontiert“, verriet Kreuter.

Den Wert des FSJ im Sport für die Zukunftsorientierung der Jugendlichen hob Schnitzerling hervor: „Unsere Freiwilligen kommen als Kinder und gehen als Erwachsene, die genau wissen, was sie wollen.“ „Die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen verläuft immer positiv“, unterstrich Kreuter die Einschätzung des ASC-Vorsitzenden. Das zeige eine bald erscheinende Evaluationsstudie.