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Regional Stärkste Abwehr erwartet den stärksten Angriff
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18:50 13.01.2011
Von Vicki Schwarze
Kompromisslos: Carlos Swoboda, Rechtsaußen in Diensten des TV Jahn Duderstadt, will heute gegen die TG Münden überzeugen.
Kompromisslos: Carlos Swoboda, Rechtsaußen in Diensten des TV Jahn Duderstadt, will heute gegen die TG Münden überzeugen. Quelle: CR
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Dass Peter Rommel, der Trainer der TG Münden, die Favoritenrolle im Vorfeld von sich weist, darüber muss Thomas Brandes, Coach der Eichsfelder, schon ein wenig schmunzeln. „Wer jetzt sagt, dass der Tabellenerste, der noch ungeschlagen ist, zum Tabellenachten kommt, nicht favorisiert ist, dann finde ich das schon ein wenig merkwürdig“, stellt Brandes fest.

Er weiß nur zu gut, dass am heutigen Freitag alles passen muss, damit seine Mannschaft gegen die Mündener bestehen kann. „Da müssen viele Komponenten greifen“, ist sich der Coach sicher. Allerdings traut er seinem Team einiges zu. „Die Mannschaft ist durchaus in der Lage, Außergewöhnliches zu leisten“, hofft er auf einen „Supertag“ seiner Truppe. Die Duderstädter wollen heute versuchen, die Partie so lange wie möglich offenzuhalten, mit den Mündenern auf Augenhöhe zu agieren.
Unschlagbar zu sein scheinen die TGer nicht, denn immerhin vier Spiele entschieden sie nur mit einem Treffer Vorsprung für sich, mussten in Pirna und daheim gegen die HSG Nieder-Roden je einen Punkt lassen. Als eine Mischung aus Klasse und Glück sehen die Jahn-Verantwortlichen diese Punktgewinne für die Mündener an. Eine hohe Prozentzahl des derzeitigen Erfolges schreibt Thomas Brandes seinem Trainerkollegen zu. „Er hat es ausgezeichnet verstanden, das Potenzial der Mannschaft zu kanalisieren. Peter Rommel weiß ganz genau, was er machen muss, hat es geschafft, innerhalb kürzester Zeit eine erfolgreiche Mannschaft zusammenzustellen“, hält Brandes große Stücke von dem Mündener Coach. Und natürlich auch vom gesamten TG-Team, das über ausgezeichnete Einzelspieler verfügt.

Allerdings will sich Brandes keineswegs mit seinen Jungs dahinter verstecken, die angesichts des kleinen Kaders schon „Erstaunliches“ geleistet haben. Und auch heute gern demonstrieren würden, dass die herausragende Vorstellung gegen die HSG Gensungen/Felsberg (37:30) Anfang Dezember des vergangenen Jahres keine Eintagsfliege war.

Mit ausschlaggebend am heutigen Spieltag wird sein, welche Mannschaft das Torwartduell für sich entscheiden kann. Dabei setzt der Duderstädter Teamchef natürlich auf seinen Keeper Christian Wedemeyer, der bislang konstant gute Leistungen brachte, seinen Mitspielern die nötige Sicherheit verschaffen soll. Darüber hinaus müssen die Eichsfelder eine gute Angriffsleistung zeigen, um gegen die Gäste bestehen zu können. „Die Quote muss über 50 Prozent liegen“, fordert Brandes. Daran krankte das Duderstädter Spiel in der Vergangenheit des Öfteren, während die Abwehr zweifelsohne das „Sahnestückchen“ ist. Mit bislang lediglich 344 kassierten Treffern stellen die Jahner die stärkste Verteidigung der Liga. So kommt es also zum „Showdown“ zwischen dem mit 481 Toren angriffsstärksten und dem abwehrstärksten Team der Klasse. Um eine entsprechende Motivation braucht sich bei dieser Konstellation keiner der Verantwortlichen Sorgen zu machen.

Außerdem spielen: SV Bernburg –SC DHfK Leipzig, SVH Kassel – TV Gelnhausen, HSC Bad Neustadt – ESV Lok Pirna, HC Halle – GSV Baunatal, HSG Pohlheim – HSG Nieder-Roden (alle Sonnabend).