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Regional TC Gieboldehausen: Punktspielauftakt unter Corona-Bedingungen
Sportbuzzer Sportmix Regional TC Gieboldehausen: Punktspielauftakt unter Corona-Bedingungen
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19:00 13.06.2020
Jan Golenia vom TC Gieboldehausen setzt sich in seinem Einzel souverän mit 6:4 und 6:1 durch. Quelle: Pförtner
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Gieboldehausen

Endlich geht es auf dem Sandplatz wieder um Punkte: Nach der Spielpause hat Aufsteiger TC Gieboldehausen am Sonnabend in der Tennis-Verbandsklasse den MTV Wolfenbüttel zu Gast. Die Hitze ist ein Thema, aber auch die Vorkehrungen, die wegen Hygienevorgaben und Abstandsregeln getroffen werden mussten. Am Ende startet der TCG mit einer Heimniederlage in die Saison.

Zuschauer sind nicht erlaubt, höchstens Betreuer der Teams dürfen den Ballwechseln zuschauen. Außerdem sind vor dem Spiel die Klinken der Türen zum Court zu desinfizieren, eigene Handtücher sind mitzubringen, und die Spieler müssen sich selbst versorgen. Ein gemeinsames Essen ist untersagt, es sei denn, der jeweilige Tennisklub verfügt über eine regelrechte Gastronomie.

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Weitläufige Anlage des TCG ist ein Vorteil

Immerhin müssen die Bälle nicht desinfiziert werden. Ebenso vom Tisch ist die ursprüngliche Vorgabe, dass Spieler nur ihre eigenen Bälle in die Hand nehmen dürfen – eine Maßnahme, die nicht praktikabel gewesen wäre. Wären mehr als zwei Mannschaften zum Spieltag erschienen, hätte der Gastgeber TC Gieboldehausen mehrere Bereiche ausweisen müssen, in denen sich die Teams aufhalten.

So hat sich der Gast aus Wolfenbüttel in der Pause vor den Doppeln in ein schattiges Plätzchen zurückgezogen, auf der anderen Seite der Terrasse sitzen die TC-Akteure. „Wir haben eine weitläufige Anlage, da ist es kein Problem, die Mannschaften räumlich zu trennen. Schwieriger wäre es auf einer kleinen Anlage“, sagt Susanne Golenia, Sportwartin des Klubs und Mutter von Jan Golenia, der das Herrenteam am Sonnabend als Kapitän anführt.

Das sind die Corona-Regeln des TCG

Auszug aus dem Hygienekonzept des TC Gieboldehausen:

Das Verweilen auf der Anlage ist ausschließlich kurzzeitig vor und nach dem Tennisspielen erlaubt.

Am Clubhaus ist eine fortlaufende Liste hinterlegt, in der die Nutzung der Plätze dokumentiert wird. Diese Liste dient ausschließlich der möglichen Nachverfolgung von Infektionsketten. Jeder Spieler trägt sich bei Nutzung eines Platzes in diese Liste ein.

Auf dem Vereinsgelände ist der Verzehr von Speisen und Getränken verboten (ausgenommen sind selbst mitgebrachte Getränke während des Spielens).

Der Mindestabstand zu anderen Spielern von mindestens 1,5 Metern muss durchgängig, also beim Betreten und Verlassen des Platzes, beim Seitenwechsel und in den Pausen eingehalten werden.

Das Betreten und Verlassen des Platzes muss auf direktem Weg erfolgen. Nachfolgende Spieler dürfen den Platz erst betreten, wenn er vollständig geräumt wurde. Nach Beendigung des Spiels und Herrichten der Plätze ist die Anlage zügig zu verlassen.

Auf den bisher obligatorischen Handshake wird verzichtet.

Alle Spieler bringen ein eigenen Handtuch mit (Unterlage auf den Spielerbänken, Schweiß abwischen).

Die TCer absolvieren in der Aufstellung Golenia, Marc Schmidt, Martin Jegerczyk und Moritz Lange ihr erstes Saisonspiel nach dem Aufstieg in die Verbandsklasse und treffen mit Wolfenbüttel auf ein hoch gewettetes Team der Liga. Keine Überraschung stellt insofern die 3:1-Führung der Gäste vor den Doppeln dar, und das, obwohl die ersten beiden MTV-Spieler gar nicht dabei sind.

„Wir sind von den Leistungsklassen her die schwächere Truppe“, verdeutlicht Golenia, der kurz zuvor sein Spiel bei brütender Hitze mit 6:4 und 6:1 für sich entschieden hat. Die Hoffnung liegt nun auf den Doppeln und darauf, doch noch mit einem 3:3-Unentschieden aus dem Vergleich zu gehen.

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„Von den Leistungsklassen gehört Wolfenbüttel zu den besten Teams der Liga“, berichtet Golenia, nur nützt dem MTV das in dieser Saison relativ wenig, denn coronabedingt gibt es keine Auf- und Absteiger – es sei denn, dass ein Platz in der nächsthöheren Spielklasse frei wird: Dann könnte der Verbandsklassen-Meister einen Antrag auf Aufstieg stellen. Der TCG hätte als Aufsteiger naturgemäß gegen den Abstieg gespielt, aber diese Sorge ist den Eichsfeldern von vornherein genommen.

Fünf Wochen Training vor dem Start

Seit dem 6. Mai ist Tennis wieder erlaubt, und in den fünf Wochen bis zum Punktspielstart hat Golenia fast jeden Tag auf dem Platz gestanden. Nun ist die Freude groß, dass es wieder losgeht, auch wenn der Gegner eine harte Nuss ist. „Man trainiert ja schließlich für Punktspiele und Turniere“, unterstreicht Golenia. Allerdings sei es für den Start doch recht warm, bemängelt der TC-Kapitän.

Am Ende muss sich der TC nach einer Regenunterbrechung nur knapp geschlagen geben: Zwar setzt sich das Doppel Jegerczyk/Golenia mit 3:6, 6:3, 6:3 durch, doch Schmidt/Lange ziehen mit 0:6 und 5:7 den Kürzeren, sodass die Partie mit 4:2 an den Favoriten aus Wolfenbüttel geht. Was aber auch zählt, ist, dass es auf dem roten Sand endlich wieder um Punkte ging. Und das ist ja auch was.

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E-Mail: e.warda@goettinger-tageblatt.de

Twitter: @eduardwarda 

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Von Eduard Warda

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