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TSV Bremke/Ischenrode: Tennishalle wird wieder hergerichtet und vermietet

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10:00 31.12.2020
Statt zünftiger Oktoberfestmusik wird hier demnächst wieder das Ploppen der Tennisbälle zu hören sein. Quelle: R/privat
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Bremke

Beim TSV Bremke/Ischenrode tut sich etwas. Seit Anfang Oktober hat der Klub einen neuen Vorstand, der sich die Wiederbelebung des Vereinslebens auf die Fahnen geschrieben hat. „Wir schauen nicht zurück, wir müssen zwar mit Altlasten leben, blicken aber nach vorn“, möchte Vorstandssprecher Thomas Seiger nicht darüber sprechen, warum zuletzt sportlich beim TSV nicht mehr viel lief.

Etwa 850 Einwohner zählt der Ort in der Gemeinde Gleichen, unmittelbar an der Grenze zu Thüringen gelegen. Mehr als 500 Mitglieder hatte der TSV zu seinen besten Zeiten, inzwischen sind es nur noch 200. „Der Verein war in der Vergangenheit sehr fußballlastig, wir wollen ihn jetzt breitensportlicher aufstellen und natürlich neue Mitglieder gewinnen“, sagt Seiger, der sich die Vorstandsarbeit mit Edda Bleier (Geschäftsführung) und Jens Linne (Finanzen) teilt. Sie seien alles drei „alte TSVer“, er erhoffe sich von dem Engagement eine Signalwirkung. „Der Zuspruch ist groß. Wir haben schon oft den Satz ,Endlich passiert etwas’ gehört.“

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Vorstandssprecher Thomas Seiger Quelle: R/privat

Ehemalige Spartenleiter sind wieder dabei

Sieben Sparten hatte der Verein einmal – das Angebot reichte vom Tischtennis, Badminton, Volleyball und Kinderturnen bis hin zum Tennis. „Vieles ist eingeschlafen. Wir setzen darauf, wieder ein Teil der Bremker Dorfgemeinschaft zu werden“, sagt Seiger. Ehemalige Spartenleiter haben sich inzwischen bereit erklärt, mitzuarbeiten und ihren Bereich wieder zu beleben.

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Dass sich schon einiges getan hat, ist zu sehen, wenn man einen Blick in die alte Industriehalle wirft, die Anfang der 90er Jahre in Eigenleistung zu einer Tennis- und Sporthalle umgebaut wurde. Zuletzt flogen dort aber keine Filzkugeln mehr, auch Schule und Kindergarten verzichteten schon seit mehr als einem Jahr auf die Nutzung der Räumlichkeiten – vielmehr diente die Halle als Veranstaltungsort für das Oktoberfest. „Der Verein ist stolzer Besitzer dieser Hallen, muss die Kosten dafür aber auch selbst tragen“, sagt Seiger.

Tenniscourt statt Tanzboden

Viele helfende Hände haben in den vergangenen Monaten – immer unter Wahrung der Abstandsregeln und Hygienevorgaben – in den Hallen und Umkleidekabinen gewerkelt. Die weiß-blaue Oktoberfest-Dekoration und der Tanzboden sind verschwunden, zu sehen ist wieder der Granulat-Schwingboden mit dem aufgezeichneten Tennisfeld. Wände wurden gestrichen. Mit geringen finanziellen Mitteln wird versucht, das Objekt aufzumöbeln. „Corona hat uns da sogar in die Karten gespielt, weil wir Schritt für Schritt alles angehen konnten und der Sportbertrieb ja sowieso ruht“, sagt Seiger.

Demnächst kann in der Halle wieder Tennis gespielt werden. „Wir bieten den Platz auch über Bremke hinaus an. Hier im südlichen Landkreis gibt es ja keine Möglichkeit mehr, in der Halle zu spielen“, berichtet Seiger. Ein Buchungssystem soll dafür sorgen, dass der Platz mit relativ wenig Aufwand gemietet werden kann. Dass sich der TSV-Vorstand zunächst der Tennishalle gewidmet habe, liege auch daran, dass der Tennissport während der Corona-Pandemie kaum Einschränkungen erfahre. Auf der neu gestalteten Homepage werde bekannt gegeben, wann der Platz gebucht werden kann.

Wie groß die Hilfsbereitschaft ist, habe sich auch darin gezeigt, dass der Verein eine Sachspende von 80 Stühlen und dazu passenden Tischen erhalten habe. „Hier in Bremke identifizieren sich viele – vor allem auch ältere – Menschen mit dem Verein. Wir wissen, dass wir einen langen Atem haben müssen, um hier wieder etwas aufzubauen. Aber wir denken und arbeiten perspektivisch und machen einen Schritt nach dem anderem“, setzt Seiger sich selbst, seine Vorstandskollegen und alle Mitstreiter nicht unter Druck.

Sporthaus soll zum Mittelpunkt werden

Das Sporthaus des TSV Bremke/Ischenrode am Sportplatz soll wieder Mittelpunkt im Vereinsleben werden. Veranstaltungen zur Belebung des Vereinsheimes sind in Planung. Hierzu gehören Skat- und Doppelkopfabende, Preisknobeln, Seniorennachmittage und ein Neujahrsempfang. Auf Wunsch einiger Mitglieder soll freitags ein Stammtisch ins Leben gerufen werden. Aktionstage, wie Wandern oder Radfahren, eine Sportwoche sowie Veranstaltungen der einzelnen Sparten sollen ebenfalls zur Belebung beitragen.

Auch sollen sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder die Möglichkeit haben, das Sporthaus für private Veranstaltungen zu mieten. Hierzu wird ein Belegungsplan auf der Homepage des TSV einzusehen sein. Damit der Rahmen für die Veranstaltungen gegeben ist, sind noch einige Renovierungsarbeiten im Sporthaus notwendig. Termine für Arbeitseinsätze werden veröffentlicht. Für Fragen und Anregungen stehen Klaus Krenzek (Tel. 0151/12342189) und Dieter Königsmann (0175/1648619) zur Verfügung.

Von Kathrin Lienig