Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Vor dem Derby gegen die HSG Plesse: Jahn-Trainer Marcus Wuttke im Tageblatt-Interview
Sportbuzzer Sportmix Regional

TV Jahn Duderstadt: Trainer Marcus Wuttke im Tageblatt-Interview

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:05 17.09.2021
Marcus Wuttke im Tageblatt-Interview: „Wir haben genug Selbstvertrauen.“
Marcus Wuttke im Tageblatt-Interview: „Wir haben genug Selbstvertrauen.“ Quelle: Helge Schneemann
Anzeige
Duderstadt

Wenn der TV Jahn Duderstadt am Sonntag um 17 Uhr die HSG Plesse-Hardenberg in der Sporthalle „Auf der Klappe“ empfängt, starten die beiden Teams mit einem Derby in die neue Saison der Handball-Oberliga. Im Tageblatt-Interview spricht Jahn-Trainer Marcus Wuttke über die anstehende Saison.

Tageblatt: Die beiden zurückliegenden Oberliga-Spielzeiten haben für den TV Jahn jeweils mit Niederlagen begonnen. Wird der Start diesmal gelingen?

Wuttke: Ja, er wird gelingen. Ich glaube, wir haben genug Selbstvertrauen, dass wir einen guten Saisonstart hinlegen werden.

Was stimmt Sie da optimistisch?

Ich habe einen guten Eindruck von der Mannschaft. Wir hatten eine gute Vorbereitung, bei der die Jungs gut mitgezogen haben. Man merkt, dass alle wieder Bock haben, Handball zu spielen und in den Wettkampfmodus zu gehen.

Warum ist es so wichtig, gut reinzukommen in die Saison?

Es ist wichtig, weil es Selbstvertrauen gibt. Wenn eine Mannschaft Selbstvertrauen hat und erkennt, dass das, was sie macht, zielführend und erfolgreich ist, dann funktioniert es natürlich immer besser. Wir haben in der Vorbereitung mit der Mannschaft gemeinsam eine Philosophie herausgearbeitet, besprochen, was wir machen wollen. Und ich bin überzeugt, dass die Mannschaft das nötige Selbstvertrauen hat, eine gute Saison zu spielen.

Was steckt hinter dieser Philosophie?

In erster Linie, wollen wir uns nicht auf zwei Leute verlassen, sondern als Mannschaft zusammenarbeiten, sodass jeder für den anderen da ist. Das ist das Grundprinzip eines Mannschaftssports. In der Abwehr geht es nur gemeinsam, ich muss meinen Nebenmann unterstützen und beschützen. Und im Angriff genauso, da habe ich, wenn ich den Ball habe, die Verantwortung, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Daran haben wir viel gearbeitet, es funktioniert bereits gut. Als Mannschaft haben wir hier einen Schritt nach vorn gemacht.

Wenn man sich nicht, wie Sie sagen, auf zwei Spieler verlassen will, braucht es auch einen Kader, der diesem Anspruch gerecht werden kann. Mit Kreisläufer Gergely Csabai haben Sie aber lediglich einen externen Neuzugang zur Verstärkung geholt. Reicht das? Ist der Kader breit genug aufgestellt?

Auf jeden Fall. Wir haben 16 Spieler im Kader. Wenn das nicht reicht, dann reicht gar nichts. Die Jungs, die wir haben, sind alle gut, können alle Handball spielen. Jeder hat seine Stärken, jeder hat seine Bereiche, in denen er sich noch entwickeln muss. Das wissen auch alle. Damit müssen wir jetzt arbeiten. Der Kader ist absolut okay aufgestellt für diese Saison.

Für Sie ist es gewissermaßen der dritte Anlauf als Trainer des TV Jahn, zweimal wurden Sie bereits durch die Pandemie ausgebremst.

Von Vorteil ist, dass ich über diesen Zeitraum die Möglichkeit hatte, den Verein und die wirkenden Leute im Verein besser kennenzulernen. Das hat sich gut eingespielt. Jeder weiß, wer welche Aufgaben hat, wir ergänzen uns. Ich werde gut unterstützt, sodass ich mich voll auf das Training konzentrieren kann und mir alles abgenommen wird, was nicht mit Handball zu tun hat. Dementsprechend einfach ist es für mich, in diese Saison zu starten. Ob es nun der dritte oder der erste Anlauf ist, spielt für mich keine Rolle. Ich gehe davon aus, dass die Saison normal gespielt werden kann.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt für diese Saison?

Wir haben viel zusammengesessen und über einzelne Dinge gesprochen, aber eine Zielsetzung haben wir nicht ausgemacht. Die Situation ist so: Wir wollen gut in die Saison starten, und wenn das gelingt, ist nach oben hin alles offen, da rede ich jetzt nicht vom Aufstieg, sondern von einem Platz im oberen Drittel. Wenn wir den Start aber vergeigen, ist nach unten hin alles offen. Wir haben das Potenzial, um im oberen Drittel dabei zu sein, aber eine feste Platzierung gibt es da nicht.

Der Blick geht also eher nach oben?

Ich sage es mal so: Unser Blick geht nicht nach unten. Ich habe alle Mannschaften in der Oberliga über zehn, zwölf Monate nicht gesehen und kann nicht einschätzen, wie gut die nach dieser langen Zeit drauf sind. Wenn wir halbwegs vernünftig arbeiten, braucht unser Blick aber nicht nach unten gehen.

Von Filip Donth