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Regional TV Jahn besiegt gefühlten Gewinner
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17:06 11.08.2011
Zuschauer: Mark Tetzlaff (rechts) und David Müller (Mitte) können Rosdorfs Gerrit Kupzog (links) nicht am Torwurf hindern.
Zuschauer: Mark Tetzlaff (rechts) und David Müller (Mitte) können Rosdorfs Gerrit Kupzog (links) nicht am Torwurf hindern. Quelle: Heller
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Duderstadt

„Mit ein bisschen Glück hätten wir auch gewinnen können“, trauerte der sechsfache HG-Torschütze Gerrit Kupzog jener 23:21-Führung (55.) nach, die die HG in der Schlussphase etwas leichtsinnig auf das Spiel gesetzt hatte: „Jedenfalls haben Motivation und Einstellung haben gestimmt“, so der wurfgewaltige Rückraumspieler: „Wir haben abgerufen, was wir können.“ Kupzog, Frölich, Brandes, Büthe & Co. waren einfach gut drauf.

Im Gegensatz zum TV Jahn, der seinen an einer Oberschenkelzerrung laborierenden litauischen Linkshänder Grazvydas Sereicikas kurzfristig auf der Bank beließ. „Dass vor uns noch viel Arbeit, das wissen wir“, stellte die Leistung seines Teams für Ekkehard Loest keine neue Erkenntnis. Geärgert hatte sich der Duderstädter Manager aber über die Einstellung der Eichsfelder: „Wir haben wohl gemeint, wir fahren nach Rosdorf und gewinnen einfach das Spiel. Das darf einfach so nicht passieren.“

Die Folge: Die voller Spiellaune auftrumpfende HG Rosdorf-Grone führte zwischenzeitlich 10:7 (21.) Frederik Brandes und der Lette Janis Grisanovs hatten bis dahin jeweils einen Siebenmeter leichtsinnig verworfen. „Wir machen noch viel zu viele technische Fehler. Die Abläufe in Angriff und Abwehr sind noch nicht klar und einfach zu harmlos“, legte der siebenfache Torjäger und Ex-Rosdorfer Matthias Heim deutlich die Finger in die Wunden des TV Jahn.

Und auch Trainer Lars Rindlisbacher, der seiner Mannschaft nach dem Wechsel wenigstens etwas mehr Kampfgeist bescheinigte, traf „nicht überraschend, dass noch vieles Stückwerk bleibt. Das ist beim Stand unserer Vorbereitung normal.“ Seiner ehemalige Mannschaft hingegen habe alles gegeben: „Das war ein super Gegner.“ Und der führte bis fünf Minuten vor Schluss. „Ich bin angetan von der Leistung. Das war gelungener Test auf hohem Niveau. Nur zum Schluss haben wir leichte Fehler gemacht. Wir waren jedenfalls die ganze Zeit auf Augenhöhe“, freute sich HG-Coach Mirko Jaissle, dessen Team dem TV Jahn um Schlussmann Wedemeyer, Spielertrainer Kesilis und den Routiniers wie Brandes, Heim, Tetzlaff oder Swoboda jedenfalls an diesem Abend die Grenzen aufzeigte.

HG: Büthe, Eichhorn, Schengel – Kupzog (6), Bohnhoff (2), Frölich (6), Gerstmann, Krebs (3), Osei-Bonsu (1), Ruck (1), Brandes (4/1). Kornrumpf, Greve (1), Herbold.
TV Jahn: Wedemeyer, Krüger – Krist (1), Kesilis (3), Brandes (1), Tetzlaff (2), Thormann, Grisanovs (4), Swoboda (2), Müller (2), Heim (7/1), Nass (3), Loest.

nd