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Regional TV Jahn gewinnt Abstiegsduell gegen TSG Münster
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19:53 04.03.2012
Kein Durchkommen: Der Duderstädter Janis Grisanovs (Mitte) war am Ende erfolgreichster Werfer im Trikot der Eichsfelder gegen Münster.
Kein Durchkommen: Der Duderstädter Janis Grisanovs (Mitte) war am Ende erfolgreichster Werfer im Trikot der Eichsfelder gegen Münster. Quelle: Kunze
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Duderstadt

„Wir haben nicht gut gespielt, aber danach fragt morgen keiner mehr. Es war ein Vier-Punkte-Spiel, deshalb ist der Sieg sehr wichtig“, atmete Loest anschließend auf. Durch den Erfolg haben die Eichsfelder den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, auf dem weiterhin Münster liegt, auf drei Punkte ausgebaut.

 Nach einem doppelten Duderstädter Punktgewinn sah es in der Anfangsphase allerdings überhaupt nicht aus. Das Heimteam legte einen Horrorstart auf das Parkett, traf in den ersten dreizehn Minuten nur ein Mal durch Chris Meiser (1:4/6. Minute) und konnte sich bei seinem Torwart Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp bedanken, nicht höher als mit 1:6 in Rückstand geraten zu sein. Nach der Auszeit, die Loest Mitte des ersten Durchgangs nahm,  lief es plötzlich besser. Der starke Janis Grisanovs, mit sieben Toren an diesem Abend erfolgreichster Werfer seines Teams, traf drei Mal in Folge, Frederik Brandes gelang nach 23 Minuten der 6:6-Ausgleich. Dass sich die Eichsfelder bis zur Halbzeit wieder herangekämpft hatten, lag jedoch auch an ihrem Gegner, der nach seinem fulminanten Beginn ebenso rasant einbrach und bis zur 7:6-Führung (23.) zwölf Minuten ohne Treffer blieb. „Wir haben einen Blitzstart hingelegt, aber dann fahrlässig agiert und so Duderstadt wieder zurück ins Spiel gebracht“, ärgerte sich Münsters Trainer Konrad Bansa.

 Dass die Jahn-Sieben zur Halbzeit nicht mehr als zehn Tore auf dem Konto hatte, lag nach Meinung ihrer Fans jedoch auch am Schiedsrichtergespann Urs Mücke/Sven Tietze, dass den Gastgebern mehrere Vorteilsaktionen durch verfrühte Pfiffe raubte und dafür wütende Proteste vom Publikum erntete. Zittern mussten die Anhänger der Gastgeber nach dem 15:17-Rückstand, den sich ihr Team allerdings nach einem Schrittfehler von Grazvydas Sereicikas sowie einem leichtfertigen Ballverlust selbst zuzuschreiben hatte (41.).  Gut, dass sich die Loest-Mannen just in den entscheidenden Momenten des Spiels clever und konzentriert verhielten. Nach einer 21:20-Führung neun Minuten vor dem Ende sorgten Frederik Brandes und der doch noch rechtzeitig fit gewordene Nerijus Kesilis durch zwei freche Dreher von Außen für einen Drei-Tore-Vorsprung, der gar noch auf 25:20 ausgebaut werden konnte (56.). 

 Dass Münster, das durch die Niederlage in der Rückrunde weiter auf den ersten Auswärtspunkt warten muss, sich in den letzten zwei Minuten noch von 21:26 auf 24:26 heranarbeiten konnte, weil Duderstadt seine Angriffe überhastet und viel zu riskant abschloss, quittierte der Jahn-Trainer mit Kopfschütteln: „Da haben wir uns das Leben noch einmal unnötig schwer gemacht“, kritisierte Ekkehard Loest. Er erhofft sich durch die „eminent wichtigen zwei Punkte“ entsprechende Rückendeckung für das nächste Schlüsselspiel in Aschersleben: „Da können wir jetzt erhobenen Hauptes hinfahren“, gibt er sich kämpferisch.

 TV Jahn Duderstadt: Wedemeyer-Kuhlenkamp, Krüger – Krist (1), Kesilis (2), Brandes (5), Tetzlaff (3), Sereicikas (5), Grisanovs (7), Meiser (2/1), Müller (1), Heim, Swoboda, Naß.

 Beste Werfer Münster: Wernig (5), Wicklein (5/3), Kraushaar (4).

 Stationen: 0:3 (3.), 1:6 (11.), 3:6 (14.), 8:9 (28.), 10:10 (30.). – 12:12 (34.), 15:17 (41.), 19:19 (47.), 22:20 (52.), 25:20 (56.), 26:24 (60.).

Von Christian Roeben