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Regional TV Jahn verliert Heimpremiere im Endspurt 32:34
Sportbuzzer Sportmix Regional TV Jahn verliert Heimpremiere im Endspurt 32:34
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23:53 13.09.2009
Durchgesetzt: Duderstadts Kreisläufer Nerijus Kesilis riss immer wieder erfolgreich Lücken in der Gästedeckung. Bei einem Tempogegenstoß scheiterte er jedoch am SG-Torwart.
Durchgesetzt: Duderstadts Kreisläufer Nerijus Kesilis riss immer wieder erfolgreich Lücken in der Gästedeckung. Bei einem Tempogegenstoß scheiterte er jedoch am SG-Torwart. Quelle: Walliser
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Keine Frage: Das Eichsfeldteam hätte den ehemaligen Zweitligisten und aktuellen Aufsteiger aus der Oberliga auf jeden Fall bezwingen können. Die Angriffsleistung des TV Jahn war (von ganz wenigen Aussetzern abgesehen) gut, doch in der Abwehr gab es unter dem Strich zu große Mängel. Torwart Christian Wedemeyer hatte nicht seinen besten Tag erwischt und wurde zudem von seinen Vorderleuten häufig im Stich gelassen – insbesondere vom Mittelblock, der sowohl viele Anspiele an den Kreis als auch auch zahlreiche Würfe aus der zweiten Reihe nicht zu blocken vermochte.

In der Anfangsphase stand die Duderstädter Deckung jedoch zuerst sicher. Durch Lukasz Kobusinski (bot in der Defensive eine starke Vorstellung) verzeichneten die Hausherren zu Beginn mehrere Ballgewinne, die sie zu schnellen Gegenstößen und einer 9:5-Führung (16.) nutzten.

Kreisläufer in Szene gesetzt

Nach und nach kam die SG besser in Schwung, doch war ihr gefürchtetes Laufspiel keineswegs zwingend. Mit immer dem gleichen Spielzug spielten die Gäste jetzt aber ihren Kreisläufer Matthias Köhnecke frei, der seine Mannschaft mit einem Doppelschlag binnen 60 Sekunden von 12:15 auf 14:16 heranbrachte.

Dass die Norddeutschen dennoch mit einem 15:18-Rückstand in die Pause gingen, hatten sie ihrem Übereifer beim letzten Angriff zu verdanken: Sie wollten 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff unbedingt den Anschlusstreffer erzwingen und leisteten sich dabei einen technischen Fehler, den Duderstadts Nerijus Kesilis mit dem Kontertor zum 18:15 bestrafte.

Nach Wiederbeginn gaben die Gastgeber den schönen Vorsprung jedoch schnell aus der Hand. Allerdings behielten sie die Nase noch vorn, weil Dennis Knudsen (spielte trotz Gehirnerschütterung) immer dann, wenn es eng wurde, mit Kraft, Präzision und gelegentlich auch mit Präzision ins Netz traf. Ihre Treffer mussten sich die Jahner aber meistens hart erarbeiteten, während die SGer, die nun das Tempo anzogen, gegen die schwache Duderstädter Deckungsreihe zu vielen leichten Toren kam.

Umstrittene Zeitstrafen

Dreimal zogen die Gäste im zweiten Durchgang zunächst gleich, doch als die Hausherren (trotz zeitweiliger Unterzahl) von 27:27 (49.) auf 31:27 davonzogen, schien die Partie gelaufen. Doch Achim/Baden konterte und glichen, durch einen Fehlpass von Knudsen begünstigt, zum 31:31 aus. Jetzt zogen die Schiedsrichter Kai Adamski und Michael Behrla aus Hannover den Zorn der Einheimischen und ihrer Fans auf sich: Sie verhängten zwei umstrittene Siebenmeter gegen den TV Jahn und zwei ebenso umstrittene Zeitstrafen gegen Marco Krist (58.) und Kesilis (59.). Zwar markierte Kapitän Mark Tetzlaff mit einer sehenswerten Einzelleistung das 32:32 (59.), aber in doppelter Unterzahl musste sich sein Team im Endspurt schließlich geschlagen geben.

TV Jahn: Wedemeyer, Schmidt – Krist (4/2), Kesilis (7), Knudsen (8), Kobusinski, Tetzlaff (6), Naß (4), Heim (3), Swoboda, Wengler, Bogott (n.e.), Loest (n.e.), Sandrock (n.e.).

Beste Werfer SG: Denker (10/ 7), Könecke (7), Freese (7/3).

Stationen: 3:1 (6.), 6:2 (10.), 9:5 (16.), 11:10 (22.), 15:12 (27.), 15:14 (29.), 18:15 (30., Halbzeitstand); 20:19 (37.), 24:24 (40.), 26:24 (45.), 26:26 (48.), 31:27 (54.), 31:32 (58.), 32:32 (59.), 32:34 (60., Endstand).

Von Michael Bohl

Trainerstimmen

Stephan Albrecht (TV Jahn): Das waren heute zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Am Ende haben deshalb Nuancen das Spiel entschieden. Zwischen Stürmerfoul und Verteidigerfoul ist oft nur ein schmaler Grat. Es kann aber einfach nicht sein, dass von zehn Fehlentscheidungen der Schiedsrichter alle zehn gegen Duderstadt gerichtet sind.

Tomasz Malmon (SG Achim/ Baden): Wir wussten, dass es nicht leicht ist, in Duderstadt zu gewinnen. Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Vorgaben nicht konsequent umgesetzt, sondern haben zu langsam gespielt. Am Ende haben wir dann aber alles richtig gemacht, denn die erste Führung nach 58 Minuten hat uns zum Sieg gereicht.

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