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Regional Tabellenführer Sparta begnügt sich mit einem Pflichtsieg
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20:58 14.11.2010
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Meisterlich war die Leistung der Rot-Weißen aber keinesfalls, vor allem die Vorstellung in der zweiten Halbzeit war eines Aufstiegsaspiranten alles andere als würdig. In der ersten Hälfte war es eine muntere Partie. Der Favorit ließ den Ball laufen und erarbeitete sich eine ganze Reihe von Chancen, von denen die besten aber nicht genutzt wurden: Sowohl Rene Weska (14.) als auch Esmir Muratovic (27.) brachten freistehend aus kürzester Distanz den Ball nicht über die Linie.

Die ersten beiden Tore fielen in Spielsituationen, die eigentlich gar nicht besonders gefährlich waren: In der 8. Minute tritt Muratovic aus 45 Metern eine Freistoßflanke in den Strafraum, die TSV-Keeper Will völlig falsch einschätzt und zur allgemeinen Überraschung passieren lässt. Und in der 37. Minute nahm sich Jasarov ein Herz, zog aus über 20 Metern ab und traf direkt ins Dreieck. Herausgespielt war nur der dritte Treffer: Franz Matezki zog über links unaufhaltsam davon und passte flach in den Fünf-Meter-Raum, wo Stehl nur noch den Fuß hinhalten musste, um den Ball über die Linie ins gegnerische Gehäuse zu befördern (45.).

Aber auch der Außenseiter spielte entsprechend den Worten seines Trainers Stephan Strüber („Sparta liegt uns irgendwie. Gegen die haben wir immer gut ausgesehen“) furchtlos nach vorn. Brodhun schoss nach einem Konter freistehend nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei (13.), Ludwigs Direktabnahme ging nur knapp daneben (20.), und Jung zwang Sparta-Keeper Zöllner aus kurzer Entfernung zu einer richtig guten Parade (35.).

Nach dem Pausenpfiff waren die Gäste dann darauf bedacht, nicht noch mehr Treffer zu kassieren, zumal sie nur noch zu zehnt spielten – Tischmann hatte wegen wiederholten Meckerns Gelb-Rot gesehen. Doch den sich bietenden Raum wussten die Rot-Weißen nicht zu nutzen. Trotz klarer Feldüberlegenheit waren sie nicht in der Lage, auch nur eine einzige wirklich gute Möglichkeit herauszuspielen.

Zum Schluss wurden die Gäste dann wieder mutiger und kamen in der 78. Minute durch einen von Jung verwandelten Strafstoß (der Schütze selbst war von Zöllner bei einem Rettungsversuch mit dem Fuß im Gesicht getroffen worden) zum verdienten Ehrentreffer.

Sparta-Coach Heiko Bause war nach dem Abpfiff dementsprechend alles andere als zufrieden: „Das einzig Gute ist, dass wir gewonnen haben. Einige der Jungs denken anscheinend, dass es von alleine geht, und ich glaube, es ist an der Zeit, dass ich sie auf den Boden der Tatsachen zurückhole.“
Sparta: Zöllner – Huck, Preis, Sen – Muratovic (67. Buermann), Stehl, Jasarov, Pochopien, Matezki (72. Hillebrecht) – Yousif (67. Geisler), Weska. – Tore: 1:0 Muratovic (8.); 2:0 Jasarov (37.); 3:0 Stehl (45.); 3:1 Jung (78.).

Von Hauke Rudolph