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Tischtennis im Eichsfeld: So gehen die Spieler mit der Situation um

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08:00 05.01.2021
Reinhard Wucherpfennig vom TSV SeuLa empfindet die momentane Situation als traurig. Quelle: Niklas Richter
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Eichsfeld

Gerade hatte die Tischtennissaison so richtig angefangen, da wurde der Spielbetrieb – wie schon im Frühjahr – wieder unterbrochen. Die Spielzeit liegt auf Eis, die Hallen sind weitgehend geschlossen. Die Frist der Mannschaftsmeldungen blieb bis zum 16. Dezember 2020 bestehen, damit Spieler, die den Verein gewechselt haben, entsprechend einsortiert werden können. In allen Ligen wird eine sogenannte Einfachrunde, also ohne Rückspiele, absolviert.

Die Entscheidung des Präsidiums des Tischtennisverbandes Niedersachsen (TTNV) erfolgte vor dem Hintergrund der Verschärfung des Corona-Infektionsgeschehens, die zum erneuten Lockdown führte. Die Unterbrechung des Spielbetriebs wurde entsprechend zunächst bis zum 12. Februar 2021 verlängert.

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Ebenfalls sollen weiterhin die Einzelbegegnungen voll durchgespielt werden, während auf die Doppelspiele zu verzichten ist. Die nicht absolvierten Spiele der Hinrunde müssen zwischen dem 15. und 31. Januar 2021 neu terminiert werden und können frühestens nach dem 12. Februar stattfinden.

Dabei können Heimspiele problemlos getauscht werden. Die Spielzeit 2020/2021 wird zunächst bis zum 25. April 2021 verlängert. Die Relegation soll unverändert am 8. und 9. Mai 2021 stattfinden. Eine weitere Verlängerung der Spielzeit und die Verlegung der Relegation behält sich das Entscheidungsgremium hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Pandemiegeschehens vor.

Bis zum 12. Februar sind auch Turniere untersagt

Die Pokalwettbewerbe auf Bezirks-, Kreis- und Regionsebenen entscheiden die entsprechenden Gremien eigenständig. Bis zum 12. Februar 2021 dürfen keine Ranglistenturniere, TT-Races, offene Turniere und Mini-Meisterschaften stattfinden.

Vor diesem Hintergrund sind von den beiden untereichsfeldischen Vertretern der Tischtennis-Landesliga der Herren auch kaum zukunftsorientierte Statements zu bekommen. Für Tischtennis-Oldie Reinhard Wucherpfennig von der aufgestiegenen Spielgemeinschaft TSV SeuLa rückt sein Sport derzeit in den Hintergrund: „Ich habe die Seulinger Halle und meine Mitspieler schon seit Wochen nicht gesehen“, sagt er. „Die Situation ist einfach nur traurig, aber es gibt einfach keine Alternative.“

Ähnlich sieht es der Mannschaftsbetreuer der SG Rhume Thomas Jacobi. „Derzeit denkt wohl noch keiner so richtig an den Rest der Serie. Mit Beginn des neuen Jahres sollte sich dann mit der Terminierung der nachzuholenden Spiele das Gedankenbild ändern“, sagt Jacobi.

Bei den Drittliga-Damen des ASC 46 Göttingen ist die Situation unterschiedlich. Da die einzelnen Kader ihren Trainingsbetrieb – wenngleich sehr eingeschränkt – aufrechterhalten, kann beispielsweise Lisa Göbecke als Jugendnationalspielerin voll trainieren. Dagegen muss sich Marie-Sophie Wiegand mit einem individuellen Athletikprogramm begnügen, ihr gegenwärtiges Bundesland Schleswig-Holstein lässt grundsätzlich keine Gastspielerinnen beim Training zu.

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Bei den Herren ist es möglich, zu zweit in einer Halle zu trainieren. Davon machen einige Akteure des ASC-Oberligateams gelegentlich Gebrauch, im Großen und Ganzen hält sich das Team jedoch individuell zu Hause fit. Die Nachwuchsspieler aus dem Landeskader können ebenfalls zu zweit trainieren, hier darf Tim Wiegand als Landestrainer mit in der Halle sein und zusätzlich zum Spiel- und Taktiktraining auch noch das häusliche Fitness-Programm auflegen.

Einen kleinen Vorteil hat Aydarus Strojwasiewicz vom Verbandsligisten Bovender SV: Er besitzt neben einem Tisch zu Hause auch einen Roboter. „Besser als nichts, ersetzt aber natürlich kein Mannschaftstraining“, sagt er.

Von Berthold Kopp und Ralph Budde