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Regional Torpedo Göttingen im Spitzenspiel voll auf der Höhe
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17:35 17.12.2017
Johanna Wiegand hat mit Torpedo Göttingen dem Spitzenreiter der 3. Liga einen Punkt abgerungen. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Nach den zuletzt dürftigen Leistungen gegen Klubs aus der Abstiegszone präsentierte sich Torpedo im Topspiel voll auf der Höhe. Die Gäste waren sich der Schwere der Aufgabe bewusst und reisten gleich mit fünf Spielerinnen an. Dennoch ging das erste Doppel glatt mit 3:0 an v.Duin/M.Wiegand. Im zweiten Doppel verhinderte ein Netzball die 2:1-Führung für Linke/J.Wiegand, die anschließend aus dem Rhythmus kamen und ihr Spiel abgaben.

Dann der Auftritt der besten Akteurin der Liga: Tan-Monfardini hat in der Hinserie alles gewonnen, musste dabei ein einziges Mal in einen fünften Satz. Unangreifbar ist aber auch sie nicht: das lange Hadern über einen vom Schiedsrichter weggezählten Aufschlag brachte sie derart in Rage und aus der Konzentration, dass Marie-Sophie Wiegand ihr den ersten Satz mit 11:8 abnehmen konnte. In dieser Bedrängnis zeigte sich die Extraklasse dieser routinierten und international erfahrenen Akteurin. Auf jeden Ball von Wiegand hatte sie eine Antwort, mit teilweise unglaublichen Schlägen und einem selten gesehenen Reaktionsvermögen ließ sie ihrer Kontrahentin – die vor allem mit ihren Rückhand-Bällen Schwierigkeiten hatte – keine Chance mehr. Im Spiel ihrer Tochter Gaia am Nebentisch gegen Rianne van Duin zeigte sich, dass diese von ihr das Hadern in die Wiege gelegt bekommen hat: Jeden verschlagenen Ball kommentierend fand sie gegen eine hervorragend aufgelegte v.Duin nie zu einer Linie und unterlag glatt 0:3.

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Im unteren Paarkreuz mühte sich Johanna Wiegand in beiden Einzeln vergeblich, während Camille Linke ihre Topform abrufen konnte. Sowohl gegen die bis dato noch ungeschlagene Defensiv-Spezialistin Stickel als auch im Entscheidungssatz gegen die bis dahin „zu 0“ stehende Tsutsui zeigte sie ihre wohl beste Saisonleistung. Die Spitze lief im zweiten Durchgang wie erwartet: Tan-Monfardini mit einer weiteren Lehrstunde gegen v.Duin und eine konzentriert aufspielende M.Wiegand, die G.Monfardini deutlich ihre Grenzen aufzeigte.

Am Ende stand ein gerechtes Unentschieden, wobei Torpedo eigentlich nur durch eine andere Doppel-Reihenfolge mehr hätte herausholen können, sich aber für die sichere Variante entschied.

Die Meisterschaft bleibt spannend und wird zwischen diesen beiden Klubs und vielleicht auch noch Hannover 96 ausgemacht werden.

Von Ralph Budde

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