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Regional „Totilas der nächsten Generation“ in Bettenrode
Sportbuzzer Sportmix Regional „Totilas der nächsten Generation“ in Bettenrode
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19:01 16.08.2011
Von Mark Bambey
Siegerpaar des Nürnberger Burgpokal-Finals in Frankfurt 2010: Kathrin Meyer zu Strohen wird mit Rossolini in Bettenrode versuchen, sich erneut fürs Finale zu qualifizieren.
Siegerpaar des Nürnberger Burgpokal-Finals in Frankfurt 2010: Kathrin Meyer zu Strohen wird mit Rossolini in Bettenrode versuchen, sich erneut fürs Finale zu qualifizieren. Quelle: Frieler
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Bettenrode

Dressur-Experten kommen bei den Prüfungen der großen Tour wie Grand Prix, Grand Prix Special und Grand-Prix Kür mit ihren schweren Elementen wie Piaffe und Passage ebenso auf ihre Kosten wie der einfache Pferde-Interessierte, der sich die talentierten und bereits bestens ausgebildeten Pferde anschauen und zudem das Können von gleich drei Olympia-Goldmedaillen-Gewinnern aus aller Nähe bestaunen kann. Pferdefreunde, die bisher Berührungsängste mit der Dressur hatten, versucht Christoph Hess zu begeistern. Der Ausbildungsleiter der Deutschen Reiterlichen Vereinigung wird die Ritte erneut kommentieren, so dass auch der Laie versteht, was da im Viereck passiert ist.

„Was die Qualität und auch die Quantität der Reiter betrifft, sind wir jetzt in etwa da angelangt, was ich mir gewünscht habe“, betont Philipp Hess das gute Nennungsergebnis. Der Pferdewirtschaftsmeister und Diplom-Trainer weiß allerdings auch um die begrenzten Möglichkeiten, die das relativ kleine Areal bietet. „Wir sind jetzt fast an unsere Grenze gelangt. Deutlich mehr Reiter können wir nicht aufnehmen, dazu fehlen uns die Stellplätze für die Trucks und auch der Platz für die in aufgebauten Zelten untergebrachten Pferdeboxen“, erzählt Hess. Auch die An- und Abfahrt auf der engen Straße sei ein limitierender Faktor. „Nur dank der Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Reinhausen bekommen wir das hin. Per Funk werden die Fahrer losgeschickt“, so Hess.

Im Fokus des Interesses sind sicherlich die Auftritte der Gold-Olympioniken Heike Kemmer, Ingrid Klimke und Hubertus Schmidt, die während einer Autogrammstunde am Sonntag ab 14.30 Uhr am Stand des Göttinger Tageblattes auch hautnah erlebt werden können. „Besonders gespannt bin ich auf Hubertus Schmidt“, sagt Werner Stock. Der 59-Jährige unterstützt das Hess-Team erstmals als Turnier-Organisator und betont: „Schmidt ist für mich der profitabelste Pferdeausbilder Deutschlands, und er bringt sein Ausnahmepferd Imperio mit. Viele meinen, Imperio ist der Totilas der nächsten Generation.“ Der braune Trakehner-Hengst war Vize-Weltmeister der jungen Dressurpferde 2008, Bundes-Champion der fünfjährigen Dressurpferde 2008 und Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde 2009. Ein ebenfalls sehr vielversprechendes junges Pferd ist Blickpunkt, der 2009 und 2010 das Bundes-Championat gewann.

Bereits der Freitag und Sonnabend locken die Besucher mit hochwertigen S-Dressuren. Die sportlich höchstdotierten Prüfungen des mit knapp 15 000 Euro Preisgeld dotierten Turniers bietet allerdings erneut der Sonntag. Um 11 Uhr steht der St. Georg Special an, der dem Siegerpaar die Qualifikation fürs Finale des Nürnberger Burgpokals, der Deutschen Meisterschaft der Jungen Pferde, garantiert. In Bettenrode wird das aktuelle Meisterpaar zu sehen sein, das sich noch unbedingt für das Finale 2011 qualifizieren will: Kathrin Meyer zu Strohen mit ihrem Fuchshengst Rassolini.

Dass Bettenrode zum zweiten Mal eine Qualifikationsrunde austragen darf, ist für das aufstrebende Turnier quasi als Ritterschlag in puncto Organisation und Gestaltung zu verstehen, und Bettenrode wird nun in einem Atemzug mit so etablierten Turnieren wie Mannheim, Redefin, Balve und Donaueschingen genannt.

„Das Turnier zeichnet sich durch ein weites Prüfungsspektrum aus. Hier finden Top-Reiter ebenso eine anspruchsvolle Herausforderung wie junge Reiter. Deswegen kommen die Spitzenreiter mit ihren Schülern, und die kommen nicht selten aus der ganzen Welt“, betont Stock, dass sich das Turnier aus Teilnehmern aus Deutschland, Kanada, Norwegen, Belgien, Frankreich, Indonesien und den USA zusammensetzt.

Einen sehr hohen Stellenwert legen die Organisatoren weiterhin auf den Umgang mit dem Pferd. Gleich fünf Sonderehrenpreise für harmonisches Reiten und artgerechten Umgang mit dem Pferd werden vergeben. Dass ein Besuch mit der ganzen Familie lohnt, darauf weist Birte Turk besonders hin: „Am Wochenende gibt es sogar eine Kinderbetreuung.“

Zeitplan der 8. Bettenröder Dressurtage

Donnerstag

  • 9 Uhr: Reitpferdeprüfung 3- und 4-jährige Pferde. Preis der Feinbäckerei Ruch.
  • 12 Uhr: A-Dressurpferdeprüfung. Preis der BMW-Niederlassung Göttingen.
  • 14.30 Uhr: L-Dressurpferdeprüfung. Preis der BMW AG.
  • 16 Uhr: L-Dressurprüfung Kandare. Preis des Reitsportmagazins.

Freitag

  • 8 Uhr: M-Dressurpferdeprüfung. Preis des Göttinger Tageblatts.
  • 11.30 Uhr: Prix St. Georges. Preis des Medizinischen Versorgezentrums Göttingen.
  • 15 Uhr: Kurz Grand Prix. Preis der Serways und B&B Hotel.

Sonnabend

  • 8.30 Uhr: M-Dressurprüfung. Preis der Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik.
  • 9.30 Uhr, Reithalle: M-Dressur. FAB-Amateur-Cup.
  • 12 Uhr: St. Georg Special. Preis der Nürnberger Versicherungsgruppe.
  • 15 Uhr, Reithalle: Reiterwettbewerb. Ehrenpreis Pferdesport mit Chic.
  • 15.30 Uhr: M-Dressur. Preis der BMW AG.
  • 17.30 Uhr: Grand Prix Kür. Preis der Serways und B&B Hotel.

Sonntag

  • 9 Uhr: S-Dressurprüfung, FAB-Amateur-Cup.
  • 11 Uhr: St. Georg Special. Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal. Preis der Nürnberger Versicherungsgruppe.
  • 14.30 Uhr: Führzügelwettbewerb. Preis der Nürnberger Versicherungsgruppe.
  • 16 Uhr: Grand Prix Spezial. Preis der Serways und B&B Hotel.