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Tour d’Energie und Frühjahrs-Volkslauf bringen die Region Göttingen in Bewegung

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13:58 23.04.2021
Symbolischer Start für Radsportler und Läufer mit Claudia Jördening-Kalde, Frank Neumann und Anani Amegan (v.l.).
Symbolischer Start für Radsportler und Läufer mit Claudia Jördening-Kalde, Frank Neumann und Anani Amegan (v.l.). Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Es sind zwei sportliche Großveranstaltungen, die in diesem Jahr gemeinsame Sache machen: die Tour d’Energie und der Frühjahrs-Volkslauf. Unter dem Motto „Ein Termin – zwei Events“ ist am Freitagmittag der offizielle Startschuss gefallen. Vertreter der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), unter deren Regie die Radfahrer starten, sowie der Sparkasse Göttingen, deren Betriebssportgemeinschaft das Laufevent organisiert, hatten sich am Jahnstadion mit Vertretern der Sponsoren getroffen. Statt der zähen Startphase, in der sich die großen Teilnehmerfelder allmählich in Bewegung setzen, gibt es in diesem Jahr Einzelstarts.

Nachdem beide Veranstaltungen im vergangenen Jahr coronabedingt abgesagt werden mussten, wollten die Organisatoren kein weiteres Jahr verstreichen lassen, um ihre treue Klientel zu bewegen. Etwa 7000 Menschen melden sich jährlich zu beiden Events an, weit mehr als 2000 haben sich für Solostarts auf dem Rad oder laufend entschieden. Gemeinsam haben die Veranstalter einen neuen Weg eingeschlagen – ohne Massenstarts, dafür aber mit der Möglichkeit zum Sporttreiben mit Abstand.

Täglich kann gestartet werden

Vom 23. April bis zum 16. Mai wird sowohl für Radfahrer als auch für Läufer eine Zeitmessanlage auf dem Parkplatz des Jahnstadions im Sandweg aufgebaut sein. Während dieses Zeitraumes können die Teilnehmer – nach vorheriger Online-Anmeldung und ausgestattet mit offizieller Startnummer samt Transponder – von Montag bis Freitag zwischen 7 und 20 Uhr sowie am Wochenende zwischen 8 und 20 Uhr in ihre persönliche Herausforderung starten. Ein gut sichtbarer Torbogen bildet für 24 Tage den Start-und Zielpunkt für die verschiedenen Distanzen der beiden Wettbewerbe.

Starter der Tour d’Energie können von hier aus die seit Jahren bekannten Strecken über 45 oder 100 Kilometer absolvieren. Am Hohen Hagen, nahe Dransfeld, wird es auch in diesem Jahr eine Bergwertung geben. Mehr als 700 Anmeldungen liegen für die beiden Radstrecken schon vor. Wer lieber die Laufschuhe schnüren möchte, hat die Möglichkeit, sich beim Frühjahrs-Volkslauf über fünf oder zehn Kilometer virtuell mit anderen Teilnehmern zu messen. Auch eine Schulwertung wird angeboten. Hier geht es auf eine leicht verkürzte Strecke über 1,7 Kilometer. Neben der Zeitmessanlage am Start und Ziel wird auch unterwegs eine Zwischenzeit gestoppt.

Siegerfoto inklusive

Das Konzept der Events inklusive des jeweiligen individuellen Startzeitpunktes ermöglicht die Einhaltung der im Veranstaltungszeitraum geltenden Corona-Schutzverordnungen. Die Ergebnisse aller Teilnehmer werden gespeichert und online veröffentlicht. Und wer möchte, bekommt ein „Siegerfoto“ beim Zieleinlauf – er muss nur die entsprechende Einlaufgasse bei der Zielankunft wählen. Bis zu zehn Mal können sich die angemeldeten Teilnehmer der Rad- und Laufstrecken auf den Weg machen.

1527 Läufer hatten sich bis Freitagvormittag für den Volkslauf angemeldet. Michael Hesse, einer von drei Organisatoren der Sparkassen-Betriebssportgruppe nannte das „eine sehr gute Zahl, mit der wir so gar nicht gerechnet haben“. Mit seinen Kollegen hat er am Freitagmorgen um 7 Uhr am Start vorbeigeschaut und dabei zugesehen, wie sich bereits die ersten Läufer auf den Weg gemacht haben. „Schon beim Aufbau am Vortag haben uns viele Menschen angesprochen und gelobt, dass die Möglichkeit geboten wird, wenigstens bei einem virtuellen Wettkampf zu starten. Wir möchten, dass die Läufer Spaß und wieder einmal etwas Schönes haben, worauf sie sich freuen können“, sagt Hesse. Allein mit 400 Läufern ist das Felix-Klein-Gymnasium in den kommenden Wochen am Start. Die Läufe werden in den Sportunterricht integriert.

Kreative Ideen in besonderen Zeiten

„Die familiäre Ausrichtung und der Anspruch, möglichst viele Generationen zu erreichen, ist ein ganz zentraler Aspekt der Tour d’Energie“, sagte Axel Fette, Leiter der EAM-Netzregion Göttingen/Northeim beim Startschuss am Freitag. Die Veranstaltung habe überregionale Strahlkraft und setze ganze Familien in Bewegung. „Hier verbinden sich Teamgeist, Leistungsbereitschaft, Spaß und Gesundheitsbewusstsein auf ideale Weise.“

„Besondere Zeiten bedürfen kreativer Ideen und einer großen Portion Flexibilität“, betont Gerd Rappenecker, Vorstand der Stadtwerke Göttingen. Er freue sich, dass die GoeSF ein coronakonformes Konzept für dieses sportliche Highlight für alle Rennrad-Begeisterten auf die Beine gestellt hat. „Es geht darum, das Wenige, was im Veranstaltungsbereich aktuell möglich ist, möglich zu machen.“ 

Als Initiator des Frühjahrs-Volkslaufes und Hauptsponsor der Tour d’Energie seit der ersten Auflage 2005 bezeichnet Frank Sickora, Abteilungsleiter Kommunikation der Sparkasse Göttingen, die gemeinsame Austragung als „ein sportliches Highlight in einer herausfordernden Zeit“. Die Förderung des Breiten- und Spitzensports in der Region habe vor allem ein Ziel: „Eine sportliche Region, die lebendig, vielfältig und erfolgreich bleibt.“

Die Anmeldung zu den beiden Veranstaltungen ist noch bis zum 9, Mai online unter www.tourdenergie.de und www.goettinger-fruehjahrs-volkslauf.de möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen zur Anmeldung und zu den Strecken.

Von Kathrin Lienig