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Regional Tunkel läuft für SVG-Erfolg dreimal um Kiessee
Sportbuzzer Sportmix Regional Tunkel läuft für SVG-Erfolg dreimal um Kiessee
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19:14 05.01.2011
So sehen Sieger aus: Das Team der SVG feiert in der Bovender Sporthalle den Cupgewinn.
So sehen Sieger aus: Das Team der SVG feiert in der Bovender Sporthalle den Cupgewinn. Quelle: Theodoro da Silva
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Die Drohung schien geholfen zu haben, denn am Finaltag des Bovender Hallenfußballturniers präsentierten sich die Schwarz-Weißen lauffreudig, taktisch auf der Höhe und kaltschnäuzig. Lohn war der Turniersieg, der mit einem 2:0-Erfolg gegen den Bezirksligisten SCW sichergestellt wurde. Nun muss Tunkel dran glauben – sein Wetteinsatz lautete drei Runden um den Kiessee, sollte die SVG den Cup holen.

Das Finale gegen den SCW war eine einseitige Angelegenheit gewesen: Alle gegen den Weender Keeper Schwörer, hätte das Motto lauten können. Schließlich trafen Evers per Nachschuss, nachdem er selbst den Pfosten getroffen hatte, und Orak zum zweiten Sieg der Schwarz-Weißen in Bovenden.

Als besten Torhüter zeichnete Organisator Wolfgang Hungerland den reaktionsschnellen SCWer Schwörer aus, als besten Spieler den Osteroder Trickser El-Zein, der sich mit zwölf Treffern auch die Torjäger-Kanone sicherte. Am Finaltag begnügte er sich indes damit, manegereife Kunststückchen vorzuführen, und erhielt dafür Szenenapplaus. Dostluk Spor schied als Gruppenletzter aus.

Den Coup des Finaltages landete der SCW, der im Halbfinale den haushohen Favoriten RSV 05 durch ein Tor von Bianco mit 1:0 bezwang. Erol Saciri konnte zaubern, wie er wollte und kurz vor Schluss die Latte treffen – den 05ern wollte kein Treffer gelingen, auch wegen Schwörer, der mehrmals rettete. „Wir sind dank des Torwarts weitergekommen, aber auch die Mannschaft hat super gespielt“, sagte Spieler Heiko Rohwedder, der für Trainer Marc Zimmermann die Mannschaft betreute.

Im zweiten Halbfinale waren es ein Querpass von Grimaldi und ein Tor von Kaplan, das der SVG zum Endspiel reichte. Der Verlierer Holtensen glich im Spiel um Platz drei noch einen 0:3-Rückstand aus, musste sich aber dem RSV 05 im Neunmeterschießen geschlagen geben. Der TSV hatte sich ins Halbfinale gezittert, als Ratsch in der Zwischenrunde für Hagenberg nur die Latte traf und man sich 1:1 trennte– für Grün-Weiß war mehr drin. Auch der SCW hatte gegen die bravourös kämpfenden Gastgeber bangen müssen, siegte aber doch noch mit 1:0.

„Wenige Tore“ hatte Hungerland gesehen, viele Spiele waren von Taktik geprägt. Im übrigen zeigte sich der Organisator, der wegen seines Engagements vom BSV ausgezeichnet wurde, überrascht vom großen Zuschauerzuspruch an allen drei Tagen, auch den beiden Werktagen, auf die der BSV kalenderbedingt ausweichen musste. Mit knapp 400 Zuschauern war der Finaltag ausverkauft. „Das hat mich selbst gewundert“, sagte Hungerland kurz nach Turnierschluss um 23.15 Uhr. SVG-Abteilungsleiter Tunkel war zu diesem Zeitpunkt längst damit beschäftigt, den Siegerpokal mit Sekt zu füllen. Um den See laufen wollte er am Dienstagabend aber nicht mehr.

Von Eduard Warda