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Regional Tuspo Weende schafft neues Angebot in der Göttinger Nordstadt
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07:00 13.03.2019
Auf dem Gelände des Weender Freibades entsteht das Gesundheitszentrum des Tuspo Weende.
Auf dem Gelände des Weender Freibades entsteht das Gesundheitszentrum des Tuspo Weende. Quelle: r
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Weende

Aber nicht nur die Tuspo-Vereinsmitglieder kommen in den Genuss des neuen Angebotes, es gibt schon jetzt die Zusammenarbeit mit anderen Klubs im Norden Göttingens. Ende Februar setzten die Vorsitzenden des TSV Herberhausen, Andrea Franke, und des TV Roringen, Dirk Wolf, ihre Unterschriften unter Kooperationsverträge. Die Mitglieder beider Vereine können das Angebot des neuen Gesundheitszentrums in Zukunft zu den gleichen Konditionen nutzen wie die Tuspo-Vereinsmitglieder.

„Meines Wissens gibt es solche umfassenden Kooperationen in Göttingen noch nicht. Die Vereine haben nichts zu verlieren. Es geht nur miteinander, nicht gegeneinander. Inzwischen gibt es ein anderes Sportvereins-Denken, die Vereine müssen neue Wege gehen“, sagt Weendes Vorsitzender Christoph Hannig. Die Studio-Mitgliedschaft sei an eine Vereinszugehörigkeit gebunden. „Aber es muss eben nicht der Tuspo Weende sein. Wir streben auch noch Kooperationen mit anderen Vereinen an. Gespräche laufen da bereits.“

Springberg zu weit entfernt

Ideen für so ein Zentrum gab es schon lange, Schwierigkeiten gab es nur bei der Standortwahl. „Wir hätten auf unserem Vereinsgelände auf dem Springberg schon einen Tennisplatz übrig gehabt, den wir hätten bebauen können. Aber das wäre viel zu weit außerhalb gelegen“, erzählte Hannig. „Durch die Freibad-Umgestaltung hat sich für uns eine zentralere Lösung ergeben.“

Der Rohbau steht inzwischen. Im Erdgeschoss zieht ein unabhängiges Jugendzentrum ein, außerdem wird es dort die Umkleidekabinen geben. In der ersten Etage des Baus wird ein 280 Quadratmeter großer Raum für das Gerätetraining eingerichtet, außerdem stehen 150 Quadratmeter für einen Kursraum zur Verfügung. „In dem Bereich Gesundheitssport waren wir bislang schwach aufgestellt, das Angebot soll jetzt ausgebaut werden“, sagt Hannig. Außerdem wird es ein Tuspo-Büro geben, formal bleibt die Geschäftsstelle des Vereins allerdings auf dem Springberg.

Wirtschaftliches Risiko ist da

Ähnlich wie im Fall des Basketballzentrums auf dem Schützenplatz, das die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) gebaut und an die BG Göttingen vermietet hat, wird es auch in Weende laufen. Der Tuspo mietet die Räume und wird sie ausstatten. „Natürlich ist für uns ein wirtschaftliches Risiko da, das tragen wir aber allein. Für unsere Kooperationspartner ist das eine Win-Win-Situation. Unsere Mitgliederstruktur ist so, dass wir noch viele junge Mitglieder haben und in dem älteren Segment mehr Frauen als Männer. Die Frauen nutzen bekanntlich solche Angebote intensiver.“

400 bis 500 Studio-Mitglieder sind notwendig, damit sich das Projekt rechnet. Im Juni soll der Bau fertiggestellt werden, anschließend erfolgt die Übergabe an den Tuspo Weende, der dann mit der Einrichtung der Räume beginnt und die Mitarbeiter einweist, die sich an sieben Tagen pro Woche intensiv um die Mitglieder kümmern. „Ich rechne mit einer Anlaufzeit von zwei Jahren und einem Betrag im sechstelligen Bereich, der notwendig sein wird, um das Studio einzurichten und die laufenden Kosten zu decken. Aber die Voraussetzungen sind gut. Das Gesundheitszentrum hat eine optimale Lage in einem gut situierten Stadtteil“, sagt Hannig, der den Vereinsvorsitz seit 2008 inne hat. „Gesundheitssport ehrenamtlich zu organisieren, ist schwer“, betont der Turner, der sich als Vizepräsident auch im Niedersächsischen Turnerbund engagiert. Die Eröffnung des neuen Zentrums bezeichnet er als „Chance“.

Baustein-Kauf für die Finanzierung

Der Tuspo Weende verkauft auch „Bausteine“, um die Finanzierung des Projektes zu unterstützen. „Das ist viel besser als erhofft angelaufen und zeigt uns, dass das Vertrauen in dieses Projekt da ist.“ Unter den Käufern befinden sich auch Nicht-Vereinsmitglieder.

Von Kathrin Lienig

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