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Regional Tuspo gewinnt Nervenschlacht gegen Osnabrück
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21:28 21.11.2010
Tief Luft holen und dann alles raus lassen: Tuspos Annika Müller gehörte gegen den Osnabrücker TB zu den stärksten Akteurinnen des Gastgebers.
Tief Luft holen und dann alles raus lassen: Tuspos Annika Müller gehörte gegen den Osnabrücker TB zu den stärksten Akteurinnen des Gastgebers. Quelle: Theodoro da Silva
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25:23, 25:23, 27:29 lauteten die Resultate der ersten drei Sätze, und auch Durchgang vier war mit 25:21 eine knappe Sache. Entsprechend emotional war die Stimmung im Publikum, das die Tuspo-Frauen nach Kräften unterstützte. Schnell war klar, dass es keine Volleyball-Feinkost zu sehen geben würde, sondern einen Kampf zweier Mannschaften, die nach mehreren Niederlagen wieder ein Erfolgserlebnis brauchten.

Das Match begann für die Weenderinnen nicht gut, ständig liefen sie einem Rückstand hinterher. Doch das Team von Trainer Frank Rogalski brach unter dem Druck gewinnen zu müssen nicht ein, kämpfte sich zurück und übernahm beim 22:21 erstmals die Führung. Doch der knappe Satzgewinn gab Tuspo keine Sicherheit, Durchgang zwei begann verheerend für die Gastgeberinnen. Schnell lagen sie erneut hinten, beim 7:14 schienen sie völlig von der Rolle zu sein.

Doch Rogalski hatte ein glückliches Händchen, als er Gesine Hallermann für Ania Lockemann auf der Zuspielposition brachte. Hallermann präsentierte sich in hervorragender Form, brachte mit ihrer Ruhe und Routine Ordnung in das Spiel der Gastgeberinnen und leitete die Aufholjagd ein. Das 13:17 erzielte Annika Müller, die über die Mitte unwiderstehlich vollendete – der Weckruf für Publikum und Mannschaft. Punkt für Punkt kämpften sich Weende heran, beim 23:22 ging man zum ersten Mal in Front. Mit 25:23 erzitterte sich Tuspo die 2:0-Satzführung.

In Satz drei gab es dann ein völlig neues Bild. Weende startete souverän, führte 16:9 und 21:18 und gab ohne Not die Zügel aus der Hand. Bis zum 27:29 hatten die Osnabrückerinnen fünf Satzbälle zum 1:2. Durchgang vier verlief relativ ruhig, Weende erspielte sich eine kleine Führung und verwaltete sie bis zum 25:21 und damit dem 3:1 Sieg. Bei den Gästen überzeugte Zuspielerin Claire Bertram. Die erst 14-jährige NVV-Kaderspielerin agierte für ihr Alter sie enorm abgeklärt und zeigte hervorragende technische Fähigkeiten. Weende beeindruckte durch eine geschlossene Teamleistung, aus der Müller und Hallermann herausragten. „Zwischen uns hat es heute einfach gut gepasst. Annika hat Verantwortung übernommen, als Zuspieler ist man immer froh wenn man einen Big-Point- Spieler an seiner Seite hat. Das war Annika für mich heute“, sagte Hallermann.

Von Peter König