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Regional U-23-Leichtathletik-Meisterschaften: Porträt Lukas Derserno
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00:19 16.06.2013
Von Mark Bambey
„Dabei sein ist alles“: Lukas Deserno geht als U-20-Athlet bei der U 23 an den Start.
„Dabei sein ist alles“: Lukas Deserno geht als U-20-Athlet bei der U 23 an den Start. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Der große Wurf darf von Lukas Deserno bei der U 23 noch nicht erwartet werden. Im April gerade erst 19 Jahre alt geworden, gehört er zu den jüngsten Teilnehmern der Meisterschaften, entsprechend vorsichtig formuliert er seine Erwartungen. „Für mich lautet das Motto: Dabei sein ist alles“, sagt der einzige Werfer unter den sechs Meisterschaftsteilnehmern der LG Göttingen. Das heißt aber nicht, dass der Norddeutsche Meister im Diskuswerfen bei seiner ersten Teilnahme an Deutschen Meisterschaften keine ambitionierten Ziele hat.

Der zweitjüngste Athlet

„Mein Fokus liegt auf der Deutschen U-20-Meisterschaft im Juli in Rostock. Bei der U 23 habe ich die vierzehntbeste Weite der gemeldeten Teilnehmer und bin der zweitjüngste Athlet. Da müsste ich schon deutlich über Bestweite werfen, um in den Endkampf der besten acht Athleten zu kommen“, verdeutlicht Deserno die Leistungsstärke in seiner Konkurrenz. Auf das Diskuswerfen spezialisiert hat sich der gebürtige Amsterdamer erst seit November vergangenen Jahres. Seitdem trainiert er bei der LG Göttingen unter Ilse Bannenberg. Zuvor war er Mehrkämpfer, doch Probleme mit dem Knie ließen die Sprungdisziplinen nicht mehr zu.

„Ich wollte mich im Zehnkampf für die Deutschen Meisterschaften 2012 qualifizieren. Das Ziel musste ich wegen den Knieproblemen aufgeben. Meine Stärken waren schon immer die Wurfdisziplinen, also war eine Konzentration darauf nicht abwegig.“

Geografie-Studium in Göttingen

Den Dress der LGG trägt Deserno seit Oktober 2012. Damals fing er das Geografie-Studium in Göttingen an. „Zur Wahl standen Amsterdam, wo ich die ersten vier Jahre gelebt habe, und Göttingen“, verrät Deserno, der mit acht Jahren zur Leichtathletik kam. Fußball habe er einmal probiert, aber sofort bemerkt, dass ihm dieser Sport nicht liege. „Früher war ich recht klein und unsportlich. Erst mit der Pubertät änderte sich das“, sagt der heutige Modell-Athlet. Mit 16 Jahren habe er beim BTB Oldenburg intensiv mit der Leichtathletik begonnen. Er hatte seinen persönlichen Trainer und stand fünf- bis sechsmal die Woche auf den Leichtathletik-Anlagen.

"Es macht Spaß hier."

Die Entscheidung, nach Göttingen zu wechseln, habe er nicht bereut, eher das Gegenteil sei der Fall. „Es macht Spaß hier. Ich mag es, dass Göttingen sehr studentisch ist. Der Wechsel in der Leichtathletik hat gut funktioniert. Die Trainingsbedingungen hier sind viel besser als in Oldenburg“, betont Deserno. 

Im August stehen für Deserno dann noch die Norddeutschen Meisterschaften in Hannover an. Sich über einen solch langen Zeitraum auf Top-Leistungs-Niveau zu bewegen, sei für ihn als junger Athlet, der die Weiten eher noch über Technik als über die Kraft erzielt, zwar sehr anstrengend, aber nicht so problematisch. Dass es dem ruhig wirkenden Athleten nicht an Selbstvertrauen mangelt, spürt man bei seiner Kampfansage: „In Hannover will ich meinen Titel unbedingt verteidigen.“