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Regional Uflacker möchte Bonus als Lokalmatador nutzen
Sportbuzzer Sportmix Regional Uflacker möchte Bonus als Lokalmatador nutzen
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21:53 02.09.2011
Von den Zuschauern an der Goetheallee nach vorn getrieben: die Fahrer des Hauptrennens über 72 Runden. Quelle: Pförtner
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Göttingen

„Wir hoffen, dass wir den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre beibehalten können und das Wetter mitspielt“, sagt Tuspo-Abteilungsleiter Holger Buch, der vor allem dem Großen Preis der Hütt-Brauerei ab 14.30 Uhr mit Spannung entgegenblickt.

72 Runden werden die Fahrer der höchsten Deutschen Amateurklassen auf dem 850 Meter langen Kurs zurücklegen. „Wir selbst stehen mit sechs Fahrern am Start. Das sind so viele wie nie“, freut sich Buch. Die größten Hoffnungen setzt er auf den Weender Topfahrer Frieder Uflacker. Der 34-jährige wurde im vergangenen Jahr nach einer Zentimeterentscheidung im Schlussspurt Dritter. Es siegte mit Philipp Sohn wie schon 2009 ein Fahrer vom Regio-Team Bad Hersfeld.

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„Ich habe vor, dem Lokalmatador-Status gerecht zu werden, auch wenn das mit Hammer-Stress verbunden ist“, sagt Uflacker, dessen Ziel darin besteht, „einen Tusporaner aufs Podium zu bringen“. Der A-Fahrer, der es bislang bei jeder Teilnahme unter die Top-Ten geschafft hat, warnt vor allem vor dem Regio-Team: „Die fahren alle auf sehr hohem Niveau.“ Ausgetragen werden der Hauptwettkampf wie auch das Sehenswert-Rennen der C-Eliteklasse, das ab 11 Uhr beginnt, als Kriterium: Nach jeweils zehn Runden wird am Zielstrich um Punkte gesprintet, die den ersten vier Fahrern gutgeschrieben werden. Wer zuerst ins Ziel kommt, ist nicht unbedingt auch Sieger des Rennens. „Das sorgt für höhere Dynamik. Durch die sieben Wertungsabnahmen entstehen praktisch sieben Rennfinals“, erläutert Uflacker.

Unterstützung darf er sich vor allem vom Brüderpaar Sinske erhoffen. „Es ist ein schönes Gefühl, mit seinem Bruder gemeinsam den gleichen Sport auf gleichem Niveau zu betreiben“, sagt Tuspos A-Fahrer Julian Sinske, der Ältere von beiden, und betont: „Dadurch, dass wir so viel zusammen trainieren, verstehen wir uns nahezu blind.“ Konkurrenzgedanken gebe es nie: „Im Training schenken wir uns nichts, aber im Rennen fahren wir immer füreinander“, verrät der 27-Jährige.

Der Radrenntag wird um 10 Uhr mit dem Eon-Mitte-Cup für die Schülerklassen eröffnet. Nach dem U-17-Wettkampf um 12.20 Uhr können die Jüngsten Rennluft schnuppern: Während Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren um 13.15 Uhr beim GoeSF-Nachwuchscup an den Start gehen, wird danach für unter Sechsjährige die Rabenladen-Runde angeboten. Beide Rennen sind startgeldfrei, jeder Teilnehmer erhält einen Preis. Im Benotti-Cup über 26 Kilometer treten ab 13.45 Fahrer ohne Rennlizenz gegeneinander an. Stolz ist Abteilungsleiter Buch nicht nur auf die Entwicklung des Altstadtrennens, sondern vor allem darauf, dass der gesamte Erlös dem Vereinsprojekt zur Sanierung der Radrennbahn im SVG-Stadion zugute kommen wird.

Wegen des Altstadtrennens sind am Sonntag von 8.30 bis 17 Uhr Goethealle, Obere-Masch sowie Berliner Straße gesperrt. Weitere Informationen und Anmeldung bei Holger Buch, Tel. 05    51/541     442).

Von Timo Holloway