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Regional Ungarn des TV Jahn Duderstadt feiern Weihnachten in der Heimat
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19:05 14.12.2017
Laszlo Ujvari freut sich auf ein Wiedersehen mit seiner Freundin Kinga Mátis.
Laszlo Ujvari freut sich auf ein Wiedersehen mit seiner Freundin Kinga Mátis. Quelle: R
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Duderstadt

Mit dem Flixbus geht es am 15. Dezember in Göttingen los. Bis zu 18 Stunden dauert die lange und sicherlich anstrengende Reise, bis sie jeweils ihre Freundin und Familien in die Arme schließen können. „Das wird ein schönes Weihnachtsfest“, freut sich David. Auch Laszlos Augen glänzen, wenn er an den bevorstehenden Besuch bei seinen Liebsten denkt.

In der 30000 Einwohner zählenden Stadt Komló im Süden Ungarns am Nordostrand des Mecsekgebirges sind David und Laszlo zu Hause. David, der zuletzt noch einige Tage wegen seiner leidigen Kniegeschichte und eines operativen Eingriffes im Krankenhaus verbracht hat, muss sich erst einmal auf Krücken bewegen. Da sind in den nächsten Monaten Handball oder sein Hobby Freerunning über Stock und Stein völlig tabu. „Vielleicht reichen drei Monate für meine Rehabilitation“, sagt der 25-Jährige, der in seiner ungarischen Heimatstadt bei Komlói Bányász Sport Klub schon einmal in der 1. Liga gespielt hat und zuletzt vom nordrhein-westfälischen Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl nach Duderstadt gewechselt war.

Jetzt lässt es der 1,88 Meter große Handballer mit dem Sport erst einmal deutlich ruhiger angehen: Mit seiner schon sehnsüchtig wartenden Freundin Patrícia und dem zweieinhalb jährigen Sohn Zalán freut sich David schon auf Weihnachten im Kreise der Familie: „Wir kochen zusammen und laden den engsten Familienkreis zu einem großen Abendessen ein“, verrät er: Schnitzel mit Kartoffeln, gefüllter Kohl oder Reis und Fisch. Und natürlich Zserbo. „Der geschichtete Kuchen ist eine echt ungarische, kulinarische Köstlichkeit. Selbst gemacht, versteht sich – mit Aprikosenmarmelade, gemahlenen Walnüssen und einer dünnen Schicht Schokolade. Eine echte Kalorienbombe“, erklärt der 25-Jährige. Aber Weihnachten mit vielen schönen Geschenken ist eben nur einmal im Jahr.

Die beiden Ungarn David Denes und Laszlo Ujvari des Handball-Oberligisten TV Jahn Duderstadt nutzen die Spiel- und Trainingspause zu einem wohlverdienten Heimurlaub – inklusive Weihnachtsfest mit der Familie.

Das lässt sich auch der 1,96 Meter große Laszlo Ujvari nicht zweimal sagen. Dass es für ihn in Duderstadt immer besser läuft, wird er zu Hause erzählen, vor allem von seinen 15 Toren im letzten Heimspiel des Jahres. Seine siebenjährige Ausbildung im Handball-Internat des europäischen Topklubs MKB Veszprem soll sich ja auch bezahlt machen. Eine Episode wird er zu Hause sicher noch erzählen. Im Sommer kaum in Duderstadt angekommen, schloss sich Laszlo Ujvari prompt aus seiner neu bezogenen Wohnung aus. Bei brütender Hitze musste er stundenlang auf den Schlüsseldienst warten.

Aber jetzt ist erst einmal Schluss mit Handball. Die Zeit gehört schließlich in den letzten Tagen des auslaufenden Jahres seiner Freundin Kinga Mátis, mit der er in Tirana, der Hauptstadt Albaniens, ein paar schöne Urlaubstage verbringen will. Die Zeit ist kurz, denn schließlich geht das Training in Duderstadt schon am 2. Januar weiter. Aber Kinga Mátis wird dann bald ins Eichsfeld nachkommen: „Wir wollen schließlich zusammenleben.“ Ein schöner Weihnachtswunsch, der bald in Erfüllung gehen kann. Und das im Eichsfeld: „Ich mag das schöne kleine Duderstadt“, verabschiedet sich Laszlo Ujvari erst einmal Richtung Ungarn ins heimatliche Komló.

Von Ferdinand Jacksch

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