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Regional Ungeliebter Bezirkspokal hat geringen Stellenwert
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19:09 09.08.2011
In der vergangenen Saison noch Liga-Konkurrenten: Heute Abend treffen Sparta (rotes Trikot) und der SC Hainberg im Pokal aufeinander.
In der vergangenen Saison noch Liga-Konkurrenten: Heute Abend treffen Sparta (rotes Trikot) und der SC Hainberg im Pokal aufeinander. Quelle: Pförtner
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GW Hagenberg – SV Bilshausen. Die Hagenberger haben nichts zu verlieren. Der Kreisligist startete mit einem Unentschieden gegen Seeburg und einem Sieg gegen Diemarden in die Saison und kann die Pokalpartie gegen den Bezirksligisten Bilshausen gelassen angehen. Der überzeugte zum Auftakt durch einen 4:2-Heimerfolg gegen Nörten, wobei er im zweiten Abschnitt so richtig aufgedreht hat und vier Tore erzielte. Das Team des neuen Trainers Jörg Geilhaupt ist also gewarnt.

SC Hainberg – Sparta. Nach dem Auftaktsieg in Osterode war SCH-Trainer Oliver Gräbel zufrieden mit seinem Team, hat aber dennoch einige Baustellen ausgemacht. „Ich sehe den Pokal als Chance, sich noch weiter einzuspielen. Das Ergebnis ist zweitrangig.“ Gräbel bezeichnet den höherklassigen Stadtrivalen als „genau den richtigen Gegner in dieser Phase“. Die spielstarke Elf vom Greitweg werde seinem Team alles abverlangen. Vor allem die Chancenverwertung müsse besser werden. „In Osterode hätte es auch gut 9:2 stehen können. Aber gegen Sparta bekommen wir vielleicht nur zwei, drei Gelegenheiten. Die müssen wir nutzen.“ Erstmals eingesetzt werden soll Adriano Grimaldi, der vom Nikolausberger SC gekommen ist.

Personalprobleme plagen Sparta-Trainer Heiko Bause. Weska, Stehl, Huck, Saciri und Klein fallen verletzungsbedingt aus. „Jede Begegnung bedeutet eine zusätzliche Gefahr, weitere Spieler zu verlieren“, ist der Landesliga-Coach nicht unbedingt glücklich mit dem Pokalwettbewerb. Entsprechend gering ist für ihn der Stellenwert dieser Partie. „Der Pokal ist nicht wichtig. Es kann schon sein, dass ich auch einige Spieler schone.“ Auch seine Mannschaft müsse in der Offensive mehr tun. „Gegen Wolfenbüttel hat sie nach hinten ihre Sache gut gemacht, aber nach vorn ist zu wenig gegangen.“ Sollten sich beide Teams an die Ansagen ihrer Trainer halten, könnte es eine recht offensive Partie werden.

TSV Landolfshausen – TSV Bremke/Ischenrode. Ein Gewinner des ersten Spieltages empfängt einen Verlierer. Im Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften werden die Karten allerdings neu gemischt. „Das Derby war nie unfair, es wird eben engagiert geführt“, sagt Bremkes Trainer Ralf Stieg. Für ihn ist der Pokal ein willkommener Wettbewerb. „Die Jungs freuen sich auf diese Spiele, wollen gern weiterkommen. Und natürlich hoffen wir auch auf einen höherklassigen Gegner.“ Ohne Hänfling fahren die Bremker nach Lan-dolfshausen. „Ansonsten sind alle an Bord. Unser Kader ist groß genug“, macht sich Stieg keine Gedanken. Von seiner Offensive verlangt er mehr Konzentration im Abschluss. „Aber das bringt die Zeit mit sich. Die Spieler haben ja in der vergangenen Saison gezeigt, dass sie es können.“

Für Landolfshausens Abteilungsleiter Christian Rümenapf hat der Pokalwettbewerb nur einen geringen Stellenwert. „Bei 34 Pflichtspielen in der Liga ist die Belastung schon sehr groß. Und im Pokal kann man sich nur Verletzungen und rote Karten einfangen“, sagt der TSVer, der mit dem Sieg in Bad Gandersheim sehr zufrieden war, wenngleich „noch am Feintuning gearbeitet werden muss“. Das Los „Bremke/Ischenrode“ bezeichnet er als „äußerst attraktiv“. Das sei ein schönes Nachbarduell und eine sportliche Standortbestimmung. „Wir hängen das Spiel nicht zu hoch. Wenn dann allerdings angepfiffen wird, will natürlich jeder gewinnen.“

Von Kathrin Lienig