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Regional VSG nimmt Anlauf für Drittliga-Qualifikation
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18:26 26.07.2011
Zu Hause in der Godehardhalle eine Macht: Die VSG, hier mit Jeraki Lakeh und Thor-Bendix Wenning (r.) im Block.
Zu Hause in der Godehardhalle eine Macht: Die VSG, hier mit Jeraki Lakeh und Thor-Bendix Wenning (r.) im Block. Quelle: Pförtner
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Das letzte Hallentraining vor den Sommerferien war für die Regionalliga-Volleyballer der VSG eine sehr emotionale Einheit. Schließlich stand für die Spieler und Trainer Polkähn die letzte Trainingseinheit in ihrem „Wohnzimmer“ an. Wenn alles so läuft wie angedacht, dann verlagert die Mannschaft den Spiel- und Trainingsbetrieb nach den Ferien in die neu erbaute Sparkassen-Arena. Seit 1995 wurden die Heimspiele des Regionalligisten mit wenigen Ausnahmen in der Godehardhalle ausgetragen. Lange Zeit stellte sie für die ehemaligen Grellis auch einen echten Heimvorteil dar, die Atmosphäre verhalf den Göttingern in vielen engen Matches zu entscheidenden Punkten. Auch die aktuellen Spieler erinnerten sich voller Wehmut an tolle Spiele und die hervorragende Stimmung aus der vergangenen Saison.
Seit zwei Jahren läuft das Team von Polkähn als VSG ASC Göttingen auf und zeigte gerade in Heimspielen oft Volleyball auf höchstem Regionalliga-Niveau. Gerne denkt Polkähn an den 3:2-Krimi gegen Salzdahlum zurück, 19:17 siegte Göttingen im Tie-Break. Auch den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter Ammerland hatte man am Rande einer Niederlage (1:1 nach Sätzen und 24:16 Führung in Durchgang drei) als Schmelzwasser durch die Hallendecke tropfte und das Spiel wiederholt werden musste. „Wir blicken nicht zurück, sondern freuen uns auf eine gute Saison in der imposanten Sparkassen-Arena,“ sagt Polkähn, „dort können wir eine neue Ära beginnen“.

Die Beach-Saison leitete Polkähn mit einem vereinsinternen Turnier ein, das besonders dem eigenen Nachwuchs eine Extraportion Motivation bescheren sollte: Die Regionalliga-Akteure trafen sich am Uni-Sportzentrum mit den VSG-Talenten zu einer besonderen Einheit im Sand. Je ein Youngster spielte mit einem Spieler aus der Regionalliga. Hochmotiviert agierten die B- und A- Jugendlichen mit ihren routinierten Partnern, hatten Spaß erhielten vor allen Dingen auch viele gute Tipps von ihren Mitspielern.

Seitdem sind Polkähns Herren zweimal in der Woche im Sand am Ball und trainieren neben den beachtypischen Spielformen auch Kondition und Athletik. „Viele Übungen für Block und Annahme kann ich fast identisch aus der Halle übernehmen, dank hoher Intensität im Sand ist das wunderbar für die Fitness“, erklärt Polkähn.

Eine gute körperliche Verfassung muss auch die Basis für den Start in die neue Saison sein, in der die Startplätze für die neu installierte dritte Liga ausgespielt werden. In der Saison 2012/13 wird die 3. Liga reformiert, in der dann die niedersächsischen Teams auf die Spitzenteams aus Nordrhein-Westfalen treffen werden. Für diese dritte Liga qualifizieren sich die ersten vier Teams der beiden Regionalligen direkt.

Da die VSG Göttingen in der vergangenen Saison Vierter geworden ist und Polkähn seine Mannschaft komplett beisammen halten konnte, ist es das Ziel der Göttinger, diese Qualifikation auch wirklich direkt zu schaffen. „Das wird eine schwere Aufgabe. Zwar habe ich keine Abgänge zu beklagen, doch aus der 2. Liga ist der VfL Lintorf abgestiegen und gilt neben dem FC Schüttorf sicher als Favorit für die vorderen beiden Plätze. Dahinter wird es ein heftiges Gerangel geben, ich schätze die Liga als sehr ausgeglichen ein. Daher bin ich froh, dass wir in diesem Jahr so früh und effektiv in die Vorbereitung gestartet sind“, sagt Polkähn.

Von Peter König