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Regional Veilchen starten mit Sensationserfolg in Eurocup
Sportbuzzer Sportmix Regional Veilchen starten mit Sensationserfolg in Eurocup
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23:32 16.11.2010
Führungsqualität unter Beweis gestellt: Trent Meacham (links) zieht gegen Nebosja Bogavac zum gegnerischen Korb.
Führungsqualität unter Beweis gestellt: Trent Meacham (links) zieht gegen Nebosja Bogavac zum gegnerischen Korb. Quelle: Theodoro da Silva
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Ihren ersten Auftritt im höherklassigen Eurocup haben die Veilchen beim französischen Rekordmeister ASVEL Basket Villeurbanne sensationell mit 88:80 (68:57, 42:36, 28:15) gewonnen. Im zweiten Spiel der Gruppe B hat Top-Favorit Besiktas Istanbul überraschend sein Heimspiel gegen den serbischen Vertreter KK Hemofarm Stada mit 91:94 (44:35) verloren. Ex-NBA-Superstar Allen Iverson war mit 15 zweitbester Werfer seines Teams hinter Andrew Ogilvy (20).

Unbeeindruckt von der prickelnden Atmosphäre vor knapp 3000 Zuschauern im Hexenkessel des Lyoner Astroballe starten die Veilchen, bei den Michael Meeks für Jermaine Raffington im Kader steht, in die Partie. Robert Kulawick bingt sein Team mit einem Dreier in Führung, Jason Boone, Trenton Meacham und Mike Scott legen nach – und in der dritten Minute ist die BG überraschend mit 12:3 in Front.

Einen kleinen Zwischenspurt der Franzosen stoppt Adam Waleskowski mit einem Dreier zum 17:8 (6.). Da lässt sich Kulawick nicht lumpen: Sein zweiter Dreier rauscht zum 24:12 (8.) durch die Reuse, und Scott sorgt mit seinen Punkten drei und vier für die 28:15-Führung nach dem ersten Viertel, in dem auch die Defensive der BG einen super Job macht und Asvel zu neun Ballverlusten (BG 0) zwingt.

Im zweiten Viertel das gleiche Bild: Walsh und Gelabale versuchen, ihre Mannschaft näher heran zu bringen. Doch jetzt dreht Eurofighter Dwayne Anderson auf, der seine Eurochallenge-Form wiedergefunden zu haben scheint, markiert innerhalb einer Minute mit zwei Dreierspielen sechs Punkte zum 37:22 (15.) für die Gäste. Dann leisten sich die Göttinger eine kleine Schwächephase mit drei Ballverlusten in Folge. Boone kassiert sein drittes Foul, und Jefferson sowie Walsh, bei dessen Schrittfehlern die Unparteiischen aus Polen und Schweden beide Augen zudrücken, bringen Villeurbanne auf 36:40 (20.) heran.

Zu Beginn des dritten Viertel verkürzen die Hausherren auf 39:42, doch Meacham und Kukawick mit seinem dritten Dreier vergrößern den BG-Vorsprung wieder auf 47:39 (22.). Asvel kämpft sich auf 49:54 (25.) heran, aber per Dreier von Kulawick und Anderson zieht die BG auf 60:49 (27.) davon. Nach weiteren Korberfolgen von Anderson, Meacham und Scott geht der Außenseiter mit einer komfortablen 68:57-Führung ins Schlussviertel. Wenige Sekunden vor der Sirene handelt sich Walsh noch ein Technisches Foul ein, weil er drohend auf Waleskowski zustürmt, der den Amerikaner zuvor ein wenig ruppig angegangen ist. Die Zuschauer quittieren die Entscheidung gegen Walsh mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Gleich zu Beginn bauen Anderson und Meacham (per Dreier) die Führung gar aus, ehe die Franzosen durch Walsh und Jefferson gefährlich nahe auf 65:70 (35.) heran kommen. Mit zwei Auszeiten innerhalb von zwei Minuten versucht Coach John Patrick, sein Team wieder auf Kurs zu bringen – und das mit Erfolg: Scott mit einem Korbleger und Anderson per Dunk erhöhen auf 79:70 (37.) für die Veilchen, und Boone legt mit einem Dreipunktspiel auf 82:72 (38.) nach. Hammonds und Walsh versuchen, die Partie noch zu drehen, verkürzen auf 79:85 (39.), aber Kyle Bailey behält an der Freiwurflinie die Nerven, und die Veilchen freuen sich – ohne allzu großen Überschwang direkt nach der Partie – über den kaum erhofften Erfolg beim Rekordmeister.

„Das ist für uns natürlich ein Traumstart in den Wettbewerb“, jubelt BG-Geschäftsführer Marc Franz im Anschluss an die Galavorstellung der Veilchen. „Meacham, Kulawick und Little haben mit ihrer Energie das ganze Team mitgerissen.“
BG: Scott (8), Kulawick (14), Meacham (15), Bailey (7), Waleskowski (5), Little (3), Dale (2), Meeks, Boone (14), Anderson (20). – Beste ASVEL: Walsh (30), Jefferson (16), Hammonds (12).

Von Mark Bambey und Michael Geisendorf