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Regional Verdiente, aber unnötige Niederlage für TV Jahn
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21:22 11.03.2012
Aschersleben kämpft mit allen Mitteln: Duderstadts Mark Tetzlaff (r.) kriegt es zu spüren.
Aschersleben kämpft mit allen Mitteln: Duderstadts Mark Tetzlaff (r.) kriegt es zu spüren. Quelle: Gehrmann
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Aschersleben

Denn nach ordentlicher Leistung im ersten Durchgang und dem 13:13- Gleichstand zur Pause leisteten sich die Gäste nach dem Seitenwechsel zu viele technische Fehler und bezog in der Ballhaus-Arena eine verdiente, aber unnötige 24:30-Niederlage. „Wir haben unsere klaren Chancen weggeschmissen“, ärgerte sich Jahn-Trainer Ekkehard Loest nach dem Abpfiff – neun Fehlwürfe zählte Betreuer Horst Erdmann allein in der zweiten Hälfte.

Ascherslebens neuer Coach Miroslav Celic nannte die größere mannschaftliche Geschlossenheit seiner Sieben als Hauptgrund für den Heimerfolg: „Wir haben den Sieg mehr gebraucht und mehr gewünscht.“ Und er räumte ein, dass die Anfeuerung des Heimpublikums eine große Rolle gespielt habe: „Ohne die richtige Unterstützung können wir so ein Spiel nicht gewinnen“, meinte Celic in der Pressekonferenz.

Heimische Kulisse peitscht nach vorn

Daran, dass die heimische Kulisse die Alligators so sehr nach vorne peitschte, hatte der Serbe unmittelbaren, entscheidenden Anteil. Beim Stand von 8:8 (22.) und Ballbesitz für Duderstadt forderte Celic die Fans mit  rudernden  Armbewegungen zum Mitmachen auf. Das Schiedsrichtergespann Aniol/Lückert wertete dies als Provokation und zeigte dem Coach die gelbe Karte. Als dieser die Aktion trotzdem wiederholte, folgte eine Zwei-Minuten-Strafe gegen die Bank. Das Ergebnis waren unüberhörbare Schieber-Rufe von den Rängen, und so stellte Celic hinterher fest: „Es war so ruhig, ich wollte nicht provozieren, ich musste die Zuschauer auffordern, und danach hat die Tribüne gekocht.“

Im so entfachten Hexenkessel vermochten die Jahn-Handballer nicht zu bestehen. Hatten sie bis dahin geduldig und durchaus erfolgreich agiert, nahm nun die Fehlerquote stetig zu. Zwar erspielten sie sich weiterhin Chancen, scheiterten im Abschluss aber immer öfter am HCA-Keeper Ivan Szabo: „Wir haben den Szabo richtig hochgeschossen“, sah Loest in der nachlassenden Wurfleistung seiner Akteure eine Ursache für die Leistungssteigerung des Ungarn.

Einen maßgeblichen Unterschied machte jedoch ein Chilene aus. Während der TV Jahn mit Matthias Heim, Mark Tetzlaff und Chris Meiser auf der Spielmacherposition drei Mann verschliss, ohne den richtigen Druck zu erzeugen, entschied Ascherslebens Regisseur Emil Feuchtmann die Partie. Entweder setzte er seine Nebenleute geschickt in Szene oder sich selbst mit schnellem Antritt durch: Sieben Tore standen zu guter Letzt auf seinem Konto.

Schwachpunkt in Duderstadts Deckung

Auch sein Nebenmann Frank Seifert stieß immer wieder in Lücken und traf ebenso siebenmal. Sieben Treffer erzielte auch Emil Feuchtmanns Bruder Erwin: Der Linksaußen düpierte mehrmals seinen Bewacher Grazvydas Sereicikas, der aber nicht der einzige Schwachpunkt in Duderstadts Deckung war. Stark trumpfte dagegen Torhüter Julian Krüger auf, der von der zehnten bis 50. Minute spielte, einen Siebenmeter von Emil Feuchtmann (30.) und mehrere Würfe des jeweils freistehenden Erwin Feuchtmann parierte.

Doch auch er war machtlos, als die Alligators in den ersten zwölf Minuten nach der Pause die Vorentscheidung erzwangen: Sereickas traf zwar zur letzten Führung für den TV Jahn (14:13/32.), wurde danach aber mit Erfolg kurz gedeckt, während die Hausherren jetzt treffsicherer wurden und auf 20:15 (42.) enteilten. Bis auf zwei Tore kamen die Gäste wieder heran, einen Anschlusstreffer schafften sie nicht mehr. „Am Ende haben wir ein bisschen ,Wilde Sau‘ gespielt“, gestand Loest Auflösungserscheinungen in der Schlussphase ein.

In der Tabelle zogen die siegreichen Gastgeber an den Jahnern nach Punkten gleich, dank der besseren Tordifferenz aber vorbei. Immerhin: Das Eichsfeldteam steht nach wie vor nicht auf einem Abstiegsplatz. 

TV Jahn: Wedemeyer, Krüger – Krist (2), Kesilis (2), Müller, Meiser, Swoboda (1), Heim (2), Brandes (5/1), Grisanovs (4), Sereicikas (7), Tetzlaff (1), N. Grolig.
Stationen: 2:3 (4.), 6:4 (10.), 8:9 (22.), 13:13 (30., Halbzeitstand); 18:14 (38.), 20:15 (42.), 21:19 (48.), 23:21 (50.), 28:23 (58.), 30:24 (60., Endstand).

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