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Regional Vier Fußballfreunde schnuppern Bundesligaluft
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18:22 22.11.2011
Erfolgreiches Quartett: Robin Trotter, Mattis Daube, Leon Fromm und Tom Günther (von links). Quelle: Pförtner
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Dortmund/Göttingen

Robin Trotter, Mattis Daube, Leon Fromm und Tom Günther betreten den Rasen des Dortmunder Signal-Iduna-Parks, das Stadion ist mit mehr als 80 000 Bundesliga-Fans gefüllt.

Es ist rund zwei Wochen her, dass die vier Göttinger Fußballfreunde zum ersten Mal in ihrem Leben Bundesligaluft schnuppern durften. Als Team standen sie im Finale des Real-Junior-Cups, einer bundesweiten Straßenfußball-Turnierserie (Tageblatt berichtete). Mittlerweile ist für sie der Fußball-Alltag wieder eingekehrt. Neben ihrem wöchentlichen Training im Verein absolvieren sie am Montagabend das gemeinsame Stützpunkttraining am Göttinger Jahnstadion. Dort haben sie sich auch kennengelernt.

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Es ist kalt Mitte November. Das Licht, das von der Flutlichtanlage auf den Kunstrasen fällt, wird vom Nebel getrübt, anders als die Spielfreude der vier Nachwuchskicker, die sich mit Handschuhen und Pullovern gegen Minusgrade gewappnet haben. Am Spielfeldrand stehen ihre Eltern, die sie aus Duderstadt, Gimte, Adelebsen und Göttingen zum Training gefahren haben. Sie unterhalten sich über die zurückliegenden Erlebnisse und zeigen sich von der Atmosphäre im Stadion beeindruckt. Es sei alles so schnell vorbeigezogen, die Herzen seien vor Stolz übergequollen. Und was sagt der Nachwuchs? „Ach, eigentlich war es kein großer Unterschied zu anderen Spielen. Nur vorher waren wir etwas nervöser“, erzählt Tom und erntet dafür zustimmendes Nicken seiner drei Freunde. „Sobald man spielt, bekommt man gar nichts mehr mit. Nicht mal den Stadionsprecher, der soviel geredet haben soll“, ergänzt Robin.

Die Enttäuschung über die knappe Finalniederlage, die ja eigentlich keine Niederlage war, ist längst gewichen. Wegen des Regelwerks, nach dem bei einem Unentschieden jenes Team gewinnt, das den ersten Finaltreffer erzielt, jubelt nach dem 3:3 im Endspiel der Gegner aus Stuttgart. „Das war ein bisschen blöd. Aber der zweite Platz ist doch auch gut“, sind sich die vier Nachwuchskicker einig.

Zugute kam ihnen im Turnierverlauf, dass ohne Tormann gespielt wurde, denn die Göttinger sind im offensiven Mittelfeld und im Sturm zu Hause. Dennoch besaßen sie mit Mattis einen Spieler, der das Gehäuse, etwas größer als ein Eishockey-Tor, auch ohne Hände sehr gut zu hüten wusste. „Ich konnte mein Knie immer schnell runter machen, wenn der Ball aufs Tor gekommen ist“, sagt er.

Für eine weitere Teilnahme am Real-Junior-Cup sind die vier 13-Jährigen im kommenden Jahr zu alt. Vielleicht suchen sie sich nun einen anderen Wettbewerb. „Street-Soccer ist eine tolle Abwechslung. Viel schneller als Fußball auf einem normalen Feld“, meint Tom. Zudem, so Leon, könne man beim Street-Soccer mehr tricksen.

Wenn es nach den jungen Göttingern geht, soll es außerdem nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie auf einem Bundesliga-Rasen gestanden haben. Als Berufswunsch steht bei allen ganz oben auf der Liste: Fußballprofi. Dabei eifern die vier C-Junioren ihren Idolen Cristiano Ronaldo, Arjen Robben, Mesut Özil und Manuel Schmiedebach nach.

Eine große Chance, seinem Ziel einen Schritt näher zu kommen, wird Robin schon bald geboten. Er gehörte nämlich zu den besten Spielern des Real-Junior-Cups 2011 und darf im kommenden Jahr an einem Trainingscamp von Borussia Dortmund teilnehmen. Dort wird dann das „Talent des Jahres“ gesucht, das einen garantiert festen Platz in einem Dortmunder Jugendteam erhält. „Das wär’ richtig cool“, meint Robin.

Noch stehen Robin und Leon für den JFV Göttingen auf dem Platz. Mattis geht für die JSG Lenglern/Harste auf Torejagd, und Tom spielt für die JSG Pferdeberg. Noch.