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Regional Volleyball und Corona: Niedersächsischer Verband offen für „kreative Vorschläge“
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Volleyball und Corona: Niedersächsischer Verband bittet um Vorschlägen

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12:10 26.01.2021
Auch in der Region ist der Volleyball momentan Gefangener der Corona-Pandemie.
Auch in der Region ist der Volleyball momentan Gefangener der Corona-Pandemie. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Die Volleyballsaison 2020/21 fällt voraussichtlich der Coronapandemie zum Opfer. Der Nordwestdeutsche Volleyballverband (NWVV) hatte den Ligabetrieb Ende Oktober ausgesetzt, Mitte Dezember wurde beschlossen, den Spielbetrieb von Kreisliga bis Oberliga vorzeitig zu beenden sowie Auf- und Abstiege auszusetzen. „Kreative Vorschläge für eine Rückkehr zum Wettkampfbetrieb im März oder April werden gerne entgegengenommen, falls die Inzidenzzahlen bis dahin deutlich fallen sollten“, lautet die Formulierung des NWVV.

Ganz so weit ist der Deutsche Volleyballverband noch nicht gegangen. Der DVV, der für Regionalliga- bis Bundesligaspielpläne zuständig ist, will eine Entscheidung bis Ende Januar treffen. An eine Fortsetzung des Ligabetriebs glauben die Verantwortlichen von Göttingens Regionalligateam Tuspo Weende aber nicht: „Wie soll das gehen? Die Saison soll allerspätestens am 30. April abgeschlossen sein, und bevor wieder Punktspiele stattfinden können, müssten die Teams noch ein paar Wochen trainieren können, sonst ist das Verletzungsrisiko zu hoch“, sagt Weendes Trainer Manuel Holst. „Wir werden unsere Spielerinnen keinem gesundheitlichen Risiko aussetzen, notfalls treten wir nicht an oder ziehen das Team zurück.“

„Insgesamt liegt der Volleyball gerade im Tiefschlaf. Erst wenn sich die Teams irgendwann wieder in der Halle treffen können sind Prognosen darüber möglich, wie viel Schaden die Pandemie bei uns angerichtet hat. Im Sommer 2020 hatte unsere Abteilung noch 230 Mitglieder. Wir werden sehen, wann überhaupt wieder Hallensport erlaubt ist und wie es sich dann personell entwickelt“, sagt Bernd Großkopf, Leiter der Abteilung Volleyball beim Tuspo.

Ähnlich klingt es bei Marcel Rieskamp, Trainer der Oberligavolleyballerinnen des ASC 46 Göttingen: „Es ist eine insgesamt trostlose Situation. Man kann kaum etwas planen und nur hoffen, dass der Impfstoff wirkt. Wir betreiben die Mannschaftssportart Volleyball ja einerseits, weil wir das Spiel lieben, aber andererseits auch wegen des Miteinanders im Team. Diese regelmäßigen Kontakte zu den Mitspielern fehlen schon sehr.“

Virtuelle Einheiten der Weender Volleyballerinnen

Die Weender Regionalligavolleyballerinnen halten diesen Kontakt zumindest zweimal in der Woche bei einer virtuellen Fitnesseinheit: „Mein Team hat per Eigeninitiative ein regelmäßiges Mannschaftsworkout organisiert. Aber wir ziehen unsere Motivation ja besonders aus den gemeinsamen Trainingseinheiten in der Halle mit Ball und Wettkampf“, so Holst.

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Würde in diesem Sommer erneut die Beachvolleyballsaison entfallen, „wären wir abgesehen von den wenigen Spielen im September und Oktober 2020 seit März 2020 und damit eineinhalb Jahre ohne Wettkampf, bis dann hoffentlich im September 2021 wieder gespielt werden kann“, unterstreicht der Coach. „Das kann nicht spurlos an der Mannschaft und der Sportart vorbeigehen. Natürlich ist das ein Problem, das alle Hallensportarten im Amateurbereich in ähnlicher Form haben werden“, fasst Holst die Situation zusammen.

Von Peter König