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Regional Volleyballer des Tuspo Weende befürchten drastisch erhöhte Beiträge
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06:00 16.04.2019
Die Volleyballerinnen des Tuspo Weende zahlen jetzt schon monatlich drei Euro mehr Beitrag als andere Tuspo-Sportler. Quelle: Schneemann
Weende

Alles fing mit einem Brief von René Hecht an, seines Zeichens Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV). In ihm berichtete Hecht nach der Hauptausschuss-Tagung des DVV den Mitgliedsverbänden von den perspektivischen Planungen des Bundesverbandes. Ein wesentlicher Punkt: Bis 2020 werde sich der zusätzliche Finanzbedarf auf eine Million Euro belaufen.

Der Pflichtanteil des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes (NWVV) beliefe sich damit bis 2021 auf jährlich 270 000 Euro – was einer Verdoppelung des aktuellen Anteils in Höhe von 135 000 Euro gleichkommt. Für eine Volleyballabteilung wie jene des Tuspo Weende heißt das laut Abteilungsleiter Bernd Großkopf: Der Beitrag an den Landesverband stiege von momentan 4000 auf dann 8000 Euro.

Großkopf hat unterdessen in einem Brief an die Trainer des Tuspo Weende auf die Pläne hingewiesen und seinem Ärger in einem weiteren Schreiben an den Landesverband Luft gemacht. Schließlich sei man bereits vor drei Jahren „durch permanent steigende Verbandsabgaben unseres nationalen Verbandes und des NWVV“ gezwungen gewesen, einen monatlichen Sonderbeitrag in Höhe von drei Euro einzuführen – die Tuspo-Volleyballer müssen im Jahr neben ihrem Mitgliedsbeitrag 36 Euro extra zahlen.

„Überproportional steigende Verbandsabgaben

„Wir haben dies getan, weil die überproportional steigenden Verbandsabgaben dem ,normalen Vereinsmitglied’ nicht mehr vermittelbar waren“, heißt es im Schreiben an den NWVV, das dem Tageblatt vorliegt. „Selbst habe ich dabei immer befürchtet, dass wir jetzt die Tür für weitere exorbitante Verbandsforderungen öffnen und irgendwann vor die Wand fahren, da weiter steigende Beiträge zu Mitgliederschwund führen werden.“

Andere Vereine seien finanziell anders aufgestellt und müssten Erhöhungen nicht sofort an die Mitglieder weitergeben, sagt Großkopf – schlecht für einen Klub wie Tuspo Weende. Habe die Tuspo-Volleyballabteilung 2014 noch 251 Mitglieder gehabt, seien heute nur noch 230 zu verzeichnen. „Dies liegt in der Studentenstadt Göttingen nicht am demografischen Effekt oder möglicherweise an einem reduzierten Sportangebot“, glaubt der Tuspo-Abteilungsleiter.

Großkopf fordert Landesverband zu Widerstand auf

Großkopf fordert den Verband auf, Widerstand gegenüber einer „fragwürdigen und kostenintensiven Maßnahmenliste“ des DVV zu leisten. Der Bundesverband möchte mit seinem Maßnahmenkatalog die Attraktivität des Volleyballs steigern und damit in Zukunft die Einnahmen erhöhen. Die Basis aber leide zunächst darunter, werde finanziell ausgezehrt, befürchtet der Tusporaner. Und: Erlaube sich Tuspo Weende ein Regionalligateam, sei dem Klub klar, dass zusätzliche Kosten durch Sponsoren abgedeckt werden müssen – genauso müsse es seiner Meinung nach auch im Bundesverband laufen.

Unterdessen haben sich der Westdeutsche Verband und der NWVV auf einer Arbeitstagung ausgetauscht. Wie der NWVV lehne auch der WVV eine Erhöhung der Beiträge ab, berichtet Großkopf. Der NWVV hatte den Klubs vier Finanzierungsmodelle vorgeschlagen, mit 78 Rückmeldungen fiel die Beteiligung für Volleyball-Verhältnisse phänomenal aus. Das Modell, für das Tuspo gestimmt hatte, ist zwar bereits durchgefallen, aber die Hoffnung ruht auf dem Verbandstag im Juni, wenn das Thema zur Sprache kommt. „Der Irrweg des DVV“, so Großkopf, „ist mittelfristig der sogenannte Todesstoß für unseren Sport. ,Wilde Ligen’ und unorganisierter Volleyballsport fern der Verbände werden rasant zunehmen.“

Von Eduard Warda

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