Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Weende verabschiedet sich mit 2:3 gegen Senden aus der dritten Liga
Sportbuzzer Sportmix Regional Weende verabschiedet sich mit 2:3 gegen Senden aus der dritten Liga
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:18 26.03.2018
Tuspo Weende bedankt sich für die Unterstützung durch das Publikum.
Tuspo Weende bedankt sich für die Unterstützung durch das Publikum. Quelle: Richter
Anzeige
Göttingen

Dabei zeigte der Gastgeber über weite Strecken der Partie eine gute Leistung, mehr noch: Zwei Sätze gewann der Tuspo in überzeugender Weise. Die drei anderen Sätze legten aber auch offen, warum es nicht zum Klassenerhalt gereicht hat.

Weende startete gut, über 10:6 und 15:12 holte man sich ungefährdet durch ein 25:17 die 1:0-Satzführung. Senden hatte es häufig mit gelegten Bällen probiert, da die Gäste bei harten Angriffen oft am effektiven Weender Block scheiterten. In Durchgang zwei zeigte der Tuspo seine zwei Gesichter gleich mehrfach. Nach einem 5:9-Rückstand und vielen vergebenen Angriffschancen kam das Team von Coach Manuel Holst grandios zurück. Die Weenderinnen spielten im Angriff klug, waren in der Defensive wach und schlugen aggressiv auf. So wurde aus dem Rückstand bis zum 19:15 ein überzeugend herausgespielter Vorsprung. Weende schien sich auf der Siegerstraße zu befinden.

Bei 24:23 vergab der Tuspo einen Satzball, um danach von Senden bis zum 24:26 noch abgefangen zu werden. Nuancen hatten dem Heimteam zur 2:0-Satzführung gefehlt. In Satz drei gab es dann den offensiven Höhepunkt des Spiels. Zuspielerin Olga Moser bediente mit einem Schnellangriff über Kopf ihre Diagonalspielerin Senta Barke, die es auf vier Metern im gegnerischen Feld krachen ließ. Doch ähnlich wie in Satz zwei hatten die Gäste beim 28:26 das bessere Ende für sich.

Tuspo Weende unterliegt dem ASV Senden

Weende stellte allerdings selbst nach dem zweiten knapp verlorenen Satz Comeback-Qualitäten unter Beweis. Außenangreiferin Annika Hein im Angriff und Mitte Astrid Bergmann mit spektakulären Blöcken sammelten wichtige Punkte für ihr Team, das über 12:5 und 21:17 mit 25:19 zum 2:2-Satzausgleich kam. Aber auch diesen Schwung konnte Weende nicht in den nächsten Satz mitnehmen, lag im Tiebreak früh mit 4:8 zurück und verlor am Ende verdient mit 8:15.

Neben der offensiv starken Annika Hein und der im Block überzeugenden Astrid Bergmann stach Tanja Hülsebusch hervor, die die Defensive stabilisierte und am Netz unspektakulär, aber effektiv agierte. Nach dem Abpfiff bedankte sich Weendes Abteilungsleiter Bernd Großkopf bei der Mannschaft, den Zuschauern, den Helfern und Sponsoren. „Auch nach dem Abstieg wird bei uns nächste Saison wieder Volleyball gespielt“, sagte er.

„Für die Rückrunde war das ein versöhnlicher Abschluss. Wir nehmen nun direkt mit dem Verein die Planungen für die nächste Saison in Angriff, damit dann alle Teams vernünftig aufgestellt sind“, sagt Weendes Trainer Manuel Holst. Mit Sina Wiemers, Melissa Cordes, Britta Gemmeke, Katharina Kief, Senta Barke und Jenny Osterburg absolvierten gleich sechs Spielerinnen ihr voraussichtlich letztes Spiel im Weender Trikot. Sie alle verlassen Göttingen nach dieser Spielzeit, es steht beim Tuspo also ein enormer Umbruch an.

Von Peter König