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Regional Wehmut begleitet „Budenzauber“ in Göttingen
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21:40 26.12.2010
Mit vollem Körpereinsatz: Beim Turnier in der Godehardhalle, hier ein Bild vom Vorjahr, geben die Akteure alles. Quelle: Mischke
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Wolfgang Meyer (SPD) wird auch selbst gegen den Ball treten: Zwar wechselt er sich nicht wie weiland Günter Netzer selbst ein, er nimmt aber am sogenannten Prominentenschießen teil, einem Pausen-Amüsement am Finaltag vor dem Spiel um den dritten Platz und dem Finale. Beginn der Spiele in der Godehardhalle ist an allen drei Turniertagen um 17.15 Uhr.

Für das Endspiel will sich erneut Cupverteidiger SVG qualifizieren, der gleich am ersten Vorrundentag gefordert ist: In der Gruppe CIF-Businesspark treffen die Schwarz-Weißen morgen auf die spielstarke Vertretung des Kreisligisten Grün-Weiß Hagenberg, die Bezirksligisten SC Hainberg, TSV Bremke/Ischenrode und Germania Diemarden (ebenfalls Kreisliga). Vorjahresfinalist TSV Holtensen (Landesliga) trifft am Dienstag in der Sparkasse-Göttingen-Gruppe auf die Bezirksligisten Sparta und Germania Breitenberg, den Kreisligisten SG Lenglern sowie den ESV Rot-Weiß aus der 1. Kreisklasse B, der zum ersten Mal im Kampf um den Wanderpokal des Oberbürgermeisters antritt.

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Gruppenköpfe des zweiten Vorrundenspieltages am Mittwoch sind der Mitveranstalter FC Grone (Rewe-Gruppe) und der RSV 05 (Sputniks-Sportshop-Gruppe/beide Landesliga). In der Rewe-Gruppe sind NK Croatia (2. Kreisklasse C) und TSV Jühnde (Kreisliga) zum ersten Mal dabei, feiern Premiere in der Godehardhalle. Grone, Elliehausen und Bovenden trafen bereits 2009 in Gruppenspielen aufeinander. In der Sputniks-Gruppe kämpft anstelle des Bezirksligisten Blau-Weiß Bilshausen der Kreisligist SC Rosdorf um die Teilnahme an der Zwischenrunde am Donnerstag. „Bilshausen hat abgesagt, und Rosdorf ist eingesprungen“, unterstreicht Reinhold Napp von der SVG, der zusammen mit Thomas Süß vom FC Grone für die Organisation zuständig ist.
Im Übrigen habe man versucht, „über die Region hinaus einzuladen“, berichtet Napp. Heiligenstadt, Duderstadt, Northeim – sämtliche Teams sagten ab. Napp: „Leider gab es keine Resonanz.“

Schmerzlich vermissen werden die Zuschauer in diesem Jahr „Schacko“ Hahne, den langjährigen Hallensprecher des Turniers, der sich nach überstandener Krankheit vor einiger Zeit bereits aus der Sprecherkabine der SVG zurückgezogen hat. Nach wie vor dabei ist demgegenüber der Bautrupp der Schwarz-Weißen, der sich wie in jedem Jahr um den Aufbau kümmert. Auch ihn wird ein wenig Wehmut beschleichen, denn die Tage der Godehardhalle sind mit dem Bau der Sparkassen-Arena direkt nebenan gezählt. „Ich gehe davon aus, dass wir das letzte Mal in der Godehardhalle spielen“, sagt Napp.

Von der Aufbauarbeit des Bautrupps werden auch Göttinger Prominente profitieren, die in der Pause zwischen dem letzten Spiel der Zwischenrunde und den Finalspielen zum Neunmeterschießen antreten. Mit dem Oberbürgermeister messen sich die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Lutz Knopek (FDP), der Landtagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU), Stadtkämmerer Hans-Peter Suermann (CDU) und Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen. Ins Tor geht Thorsten Ruch vom Sponsor Feinbäckerei Ruch.

Die Tageblatt-Torjägerkanone sicherten sich im vergangenen Jahr Florian Evers von der SVG und Ercan Beyazit vom TSV Holtensen, die jeweils achtmal erfolgreich waren. Ab morgen wird sich zeigen, ob sie jemals an den erfolgreichsten Torschützen des Godehardhallen-Turniers herankommen: Andreas Taubert erzielte in den Jahren 1983 und 1986 insgesamt 26 Tore – das recherchierte Organisator Napp zum 30-jährigen Bestehen des Göttinger „Budenzaubers“.

Weitere Informationen zur 30-jährigen Historie des Turniers finden Zuschauer im Programmheft. Infos und Spielpläne gibt es auch im Internet unter den Adressen fcgrone.de (Link News) und svg-goettingen.de (Link Turniere).

Von Eduard Warda