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Regional „Wenn wir ins Finale kommen, ist alles möglich“
Sportbuzzer Sportmix Regional „Wenn wir ins Finale kommen, ist alles möglich“
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17:50 10.11.2010
Von Kathrin Lienig
In neuen Kleidern: Mit der Choreografie „Romeo und Julia“ möchte die Standardformation des TSC Schwarz-Gold das Finale der Deutschen Meisterschaft erreichen.
In neuen Kleidern: Mit der Choreografie „Romeo und Julia“ möchte die Standardformation des TSC Schwarz-Gold das Finale der Deutschen Meisterschaft erreichen. Quelle: Pförtner
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„Wenn wir ins Finale kommen, ist alles möglich“, sagt der Coach, spricht aber auch davon, dass es Formationen gibt, die in die Medaillenränge „betoniert“ sind. Dabei denkt er vor allem an den Titelverteidiger 1. TC Ludwigsburg und dessen Dauerrivalen, den amtierenden Europa- und Vize-Weltmeister TSC Braunschweig. Zimmermann schätzt die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams. „Wir setzen nicht auf Stars, bei uns kann jeder mit jedem tanzen.“ Deshalb wiegen auch Ausfälle nicht so schwer. Bislang sieht es so aus, als ob die Göttinger in Bestbesetzung im Fränkischen antreten können. „Noch hat sich keiner krank gemeldet. Ein, zwei Ausfälle sind unproblematisch“, gibt sich der Trainer gelassen. Seit fünf, sechs Jahren tanzen die Frauen und Männer zusammen. „Es ist noch immer eine junge Mannschaft, die allerdings viel Erfahrung hat.“

Jede Menge Trainingseinheiten liegen hinter der Formation. Viermal pro Woche wurde drei bis vier Stunden trainiert, zuletzt waren es sechs. Hinzu kamen mehrtägige, entsprechend intensive Trainingslager, in denen die Choreografie „Romeo und Julia“ perfektioniert wurde. Viel optimiert habe man seit der vergangenen Saison. „Es sind vielleicht noch 40 Prozent von dem, was wir im ersten Jahr getanzt haben. Aber erst im zweiten Jahr ist es möglich, eine Choreografie richtig auszutanzen. Dann ist auch der Erfolgsfaktor höher“, sagt Zimmermann. Den Zwei-Jahres-Rhythmus bezeichnet er als ideal, zumal allein für Musik und Choreografie etwa 40000 Euro veranschlagt werden müssen. Darin sind noch nicht die Kostüme enthalten.

Damit das Vorhaben, ins Finale einzuziehen, Realität wird, können sich die Göttinger der Unterstützung ihrer Fans sicher sein. Ein voller Fanbus macht sich auf in Richtung Bamberg, hinzu kommen noch privat organisierte Fahrten. „Ich rechne mit etwa hundert Zuschauern aus Göttingen. Das ist für den Tanzsport schon eine enorme Zahl“, sagt Zimmermann. Er, die Tänzer und alle Helfer machen sich am Sonnabend schon um 3.30 Uhr auf den Weg. Um 10 Uhr haben sie ihre erste Stellprobe, um 15.30 Uhr sind sie dann im Wettkampf erstmals gefordert. Sollte die TSC-Formation das Finale erreichen, fällt ab 23 Uhr die Entscheidung.

Eine Live-Übertragung im Fernsehen gibt es in diesem Jahr nicht. Eine Zusammenfassung der nationalen Meisterschaften wird am Sonntag um 23.15 Uhr im NDR-Fernsehen übertragen.