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Regional Weskas frühes Tor lässt Sparta jubeln
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22:44 31.07.2009
Duell an der Seitenlinie: Der Landolfshäuser Daniel Behre (vorne) wehrt die Attacke des Spartaners Sascha Bendroth ab.
Duell an der Seitenlinie: Der Landolfshäuser Daniel Behre (vorne) wehrt die Attacke des Spartaners Sascha Bendroth ab. Quelle: Heller
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Die Landolfshäuser Abwehr hatte sich noch gar nicht richtig sortiert, da zappelte der Ball schon im Netz. Im ersten Angriff der Begegnung flankte der Spartaner Frank Matezki von der linken Außenbahn in den gegnerischen Strafraum. Rene Weska – mutterseelenallein in Höhe des Elfmeter-Punktes stehend – konnte das Leder unbedrängt annehmen, bedankte sich für das unverhoffte Geschenk und ließ TSV-Keeper Roman Heinrich mit einem platzierten Schuss aus der Drehung keine Abwehrchance.

Das frühe Tor tat der Partie allerdings überhaupt nicht gut. Sparta stellte nach achtminütiger Drangphase seine Offensiv-Bemühungen weitgehend ein, und die zunehmend dominierenden Landolfshäuser zeigten zwar zeitweise ein gefälliges, strukturiertes Kombinationsspiel im Mittelfeld, schafften es aber nicht, ihre spielerische Überlegenheit in zwingende Torchancen umzumünzen.

So entwickelte sich im Stadion am Rehbach vor der mageren Kulisse von knapp über 100 Zuschauern ein mangels spannender Torraumszenen ereignisloser, müder Kick. Die wenigen, zu keinem Zeitpunkt zwingenden Chancen verdankten sich auf beiden Seiten eher dem Zufall, als dass sie konsequent herausgespielt wurden. Die Distanzschüsse der Landolfshäuser Dennis Schulz (15.) und Frank Stietenroth (78.), die jeweils knapp über die Latte des Sparta-Tores strichen, gehörten zu den wenigen Höhepunkten, die die Zuschauer aus ihrer Lethargie rissen.

Feddern pariert Behre-Freistoß

Der einzige wirkliche Aufreger ereigente sich in der 52. Minute, nachdem Sparta-Keeper Patrick Feddern beim Abstoß die 16-Meter-Linie überschritten hatte und der Schiedsrichter auf direkten Freistoß für Landolfshausen entschied. Feddern machte seinen Fehler sofort wett, als er den platziert geschossenen Ball von Landolfshausens Abwehrchef Daniel Behre mit einer Glanzparade aus der oberen rechten Ecke fischte.

Die Sparta-Trainer Heiko Bause und Esmir Muratovic freuten sich zwar über den Finaleinzug, waren aber mit dem Auftritt ihrer Mannschaft keineswegs zufrieden. „Voll verdient war der Sieg sicher nicht“, gestand Bause ein. „Nach dem 1:0 haben wir das Spielen eingestellt.“ Allerdings gehe der Erfolg „schon in Ordnung“, fügte Muratovic hinzu. Schließlich habe Sparta die frühe Führung erfolgreich verteidigt.

„Ich bin überhaupt nicht enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind“, stellte Landolfshausens Coach Ingo Müller klar. „Das Turnier war eine gute Belastungsprobe in der Vorbereitung. Wir haben das Halbfinale erreicht, aber nun reicht es auch. Das einzig Wichtige ist jetzt die Vorbereitung auf den Saisonstart am nächsten Wochenende. Darauf werden wir uns ab jetzt konzentrieren.“

Von Michael Geisendorf