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Regional Westernreiten in allen Facetten am Kälberboy
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18:09 08.07.2011
Gutes Gleichgewicht: Beim Westernreiten sind Können und Konzentration gefragt.
Gutes Gleichgewicht: Beim Westernreiten sind Können und Konzentration gefragt. Quelle: Tietzek
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Der dortige Reit- und Fahrverein erwartet zu seinem alljährlichen Turnier über 100 Starter. Wer alle Disziplinen sehen will, der darf jedoch kein Langschläfer sein - heute geht es bereits um 6.30 Uhr morgens los, am Sonntag beginnt die erste Western-Pleasure-Prüfung schon um 7.30 Uhr.

In Prüfungen wie Trail (Absolvieren eines Hindernisparcours mit Stangen, Brücken und Toren), Western Horsemanship (exaktes Ausführen einer Einzelaufgabe), Reining (im Galopp gerittene Westerndressur mit verschiedenen Manövern) und Western Pleasure (Prüfung der Grundgangarten) werden die Teilnehmer vor den Augen von Richterin Evi Bös ihr Bestes geben.

In Gieboldehausen werden die Reiter gute Bedingungen vorfinden, denn der Reitplatz am Kälberboy wurde im vergangenen Jahr saniert. Neben dem Boden wurde auch die Umzäumung sowie die Beleuchtungsanlage erneuert.

Höhepunkte des zweitägigen Turniers sind die Mannschaftswettbewerbe in allen Disziplinen, die heute ab 19 Uhr ausgetragen werden, sowie das Western Riding und die Superhorse-Prüfung, die am Sonntagnachmittag ausgetragen werden. Western Riding, bei dem zahlreiche punktgenaue Galoppwechsel gefordert werden, sowie Superhorse, bei dem mehrere Elemente aus den vier Bereichen Riding, Pleasure, Trail und Western Riding miteinander verbunden werden, zählen zu den schwierigsten Disziplinen des Westernreitsports überhaupt. Dabei wird dem Pferd eine besonders große Vielseitigkeit abverlangt.

Nicht nur Pferdefans, auch Hundeliebhaber kommen am Sonntag auf ihre Kosten. Dann findet nämlich die Prüfung „Horse-Dog-Trail“ statt - hierbei müssen Reiter, Pferd und Hund einzelne Trailaufgaben bewältigen.

Westernreiten

Westernreiten hat seinen Ursprung im spanischen Arbeitsreiten, dem sogenannten „Vaqueroreiten“. Diese Form des Reitens lehnt sich sehr eng an die Arbeitsreitweise der Cowboys an. Westernpferde werden gemäß den Anforderungen dieser Reitweise gezüchtet. Der typische Westernsattel mit Sattelhorn, breiter Sitzfläche, einem hohen hinteren Rand sowie langen, bequemen Steigbügeln bietet bei schnellen Wendungen eine sehr hohe Sicherheit. Vom einfachen Reiten in den Grundgangarten bis hin zur Dressur reicht die Bandbreite des Könnens, das von Reiter und Pferd gefordert wird. In Deutschland ist der Westernreitsport seit 1978 in der Ersten Westernreiter Union Deutschland e.V. (EWU) organisiert.

Von Christian Roeben