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Regional Westernreitturnier des Reit- und Fahrvereins Gieboldehausen
Sportbuzzer Sportmix Regional Westernreitturnier des Reit- und Fahrvereins Gieboldehausen
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21:00 15.07.2013
Vielseitigkeit und Können sind gefragt: Beim Westernreiten müssen die Pferde äußerst selbstständig agieren.
Vielseitigkeit und Können sind gefragt: Beim Westernreiten müssen die Pferde äußerst selbstständig agieren. Quelle: EF
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Gieboldehausen

Am Wochenende werden gut 110 Pferd-Reiterkombinationen auf der Anlage „Am Kälberboy“ an den Start gehen. Die aktiven Mitglieder des Eichsfelder Reit- und Fahrvereins werden jedoch bereits am heutigen Freitag parat stehen, um allen Teilnehmern und Gästen schon vor dem offiziellen Turnierauftakt mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Das Westernreiten hat seinen Ursprung in Amerika. Für die Cowboys gehörte es zum Alltag, bis zu 16 Stunden im Sattel zu sitzen. Deshalb brauchten sie ein ausdauerndes Pferd mit bequemen Gängen, damit sie es auch den ganzen Tag im Sattel aushielten. 

„Die Pferde müssen möglichst eigenständig arbeiten und auf kleinste Gewichts- und Schenkelhilfen reagieren“, erklärt Janina Gerhardy, Schriftführerin des ausrichtenden Reit- und Fahrvereins. 

Viele Westernpferde beherrschen „angenehm zu sitzende Gangarten“. Besonders langsame und flache Varianten der drei Grundgangarten werden bei der Disziplin „Pleasure“ gezeigt. Wie vielseitig das Westernreiten ist, bewiesen die unterschiedlichen Disziplinen wie Horsemanship, Trail, Reining, Showmanship at Halter oder Westernriding, die an den beiden Turniertagen geboten werden.

Ein kleines Stück des einst so wilden Westens konnten die Besucher des 14. EWU-C-Turnier "Am Kälberboy" in Gieboldehausen miterleben. Bei bestem Reitwetter wurden die westernbegeisterten Zuschauer mit Bratwurst, Bier und einer Menge Entertainment versorgt.

Von einfachem Reiten in den Grundgangarten bis hin zur hohen Schule  – im Englischen Reitstil: Dressur – ist auch beim Westernreiten eine große Bandbreite des Könnens beeinflusst von der iberischen Reitweise.

Im Gegensatz zum Englischen Reitstil sind Westernpferde darauf trainiert, bei einem Impuls - zum Beispiel der Hilfe zum Antraben - zu reagieren und dann ohne weitere Einwirkung des Reiters in diesem Tempo zu bleiben.

Im Rahmen der Ersten Westernreiter Unio (EWU) gibt es eine Ausbildungs-Skala als Zielvorgabe. Spektakuläre Stopps („Sliding Stop“), bei denen das Pferd mit der Hinterhand fast auf dem Boden sitzt und mit den Vorderbeinen weiterläuft, oder schnelle Drehungen um die Hinterhand, verbunden mit rodeomäßiger Atmosphäre und Cowboykleidung, prägen das Bild vom Westernreiten.

Eine solide Ausbildung bekommen

Allerdings gibt es auch hier Regeln, wie Reiter und Pferd bei einem Turnier ausgestattet sein müssen. Das variiert von Disziplin zu Disziplin. Hut, Jeans und Stiefel gehören jedoch immer dazu. Genau wie bei anderen Reitweisen gilt es aber auch beim Westernreiten, eine solide Ausbildung zu bekommen und sein Können permanent zu verbessern.

Das bedeutet, wie bei jeder anderen Reitweise auch, dass die Basiselemente durch ständiges Üben gezielt verfeinert werden müssen und der Fokus nicht auf spektakulären Show-Einlagen liegen sollte.

Am Sonntag Nachmittag kommen auch die Hundefreunde auf Ihre Kosten. Dann findet nämlich der Horse-Dog-Trail, bei dem nicht nur Pferd und Reiter eine Einheit bilden, sondern auch der Partner-Hund beim Absolvieren eines Hindernis-Parcours mit einbezogen wird, statt.

Von Christian Roeben

Zeitplan

Sonnabend:

  •  8 Uhr bis circa 11.10 Uhr Trail-Prüfungen
  •  11.30 bis 13.30 Uhr Western-Horsemanship in verschiedenen Leistungsklassen
  •  ab 14 Uhr Showmanship at Halter, Western Pleasure, Western Horsemanship und Reining
  •  anschließend Mannschaftswettbewerb.

Sonntag:

  • 9 Uhr bis circa 10 Uhr Trail,
  • anschließend bis circa 13.30 Uhr Walk Trot Trail, Western Pleasure und Western Horsemanship
  •  ab circa 14 Uhr unter anderem Western Riding sowie Horse&Dog.