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Regional Wiederholt das Max-Planck-Gymnasium seinen Vorjahres-Erfolg?
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16:01 18.04.2018
In diesem Jahr sind 319 Radfahrer für die Schulwertung gemeldet. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Welches Schul-Team stellt am meisten Finisher? Diese Frage steht beim Göttinger Jedermann-Radrennen Tour d´Energie hoch im Kurs. Ein großer Favorit ist das Max-Planck-Gymnasium, das bereits 2017 diese begehrte Sonderwertung für sich entscheiden konnte.

„Wenn alles gut läuft, werden wir etwa 60 Fahrer ins Ziel bringen“, berichtet MPG-Lehrer Tom Johnen, der für das TdE-Team zuständig ist. Bereits Anfang des Jahres wurden durch regelmäßige Trainingsausfahrten die Grundlagen gelegt. „Zum ersten Treffen kamen 17 Personen. Es gab Frost, daher sind wir vermummt Rennrad gefahren“, erinnert sich Johnen.

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Der jüngste MPG-Starter wird 14 Jahre jung sein

Es folgten etwa 15 weitere Trainingstermine. „Zu Beginn fuhren wir flache 35 Kilometer. Sobald es wärmer wird, absolvieren wir mehr Kilometer – vor allem aber mehr Höhenmeter“, berichtet Johnen. Der 54-jährige Naturwissenschafts-Lehrer betont: „Draußen sein, in der Gruppe fahren, schnell sein – das ist einfach toll.“ Der jüngste MPG-Starter wird 14 Jahre jung sein, mit Schulleiter Wolfgang Schimpf ist auf der anderen Seite aber auch ein Mittsechziger dabei.

Jonas Stechmann von der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) betont: „Wir freuen uns, dass die Lehrer sich für den Radsport in Göttingen engagieren und so viele Schüler mobilisieren.“ Eine Besonderheit der Schulwertung sei die Ergebnisermittlung: „Die Wertung belohnt die erfolgreiche Teilnahme. Ganz egal, auf welchem Gesamtplatz jemand das Ziel erreicht – man trägt seinen Teil zum Erfolg der Schule bei“, so der TdE-Projektleiter.

319 Radfahrer für die Schulwertung gemeldet

In diesem Jahr sind 319 Radfahrer für die Schulwertung gemeldet. 288 für die 45-Kilometer-Kurzstrecke und 31 für die 100-Kilometer-Langdistanz. Ein Ziel für die Zukunft besteht laut Stechmann darin, „weitere, neue Schulen anzusprechen und zu gewinnen“. Eine Voraussetzung dafür seien jedoch stets „engagierte Personen vor Ort“.

Bei fast allen teilnehmenden Schulen sind feste Trainingseinheiten längst etabliert. Auch einheitliche Trikots, gemeinsame Fotos und Teambesprechungen sorgen für ein „Wir-Gefühl“. Und klar: Natürlich darf unter den Schulen auch ein bisschen Konkurrenzdenken aufkommen, wenn es um die Frage geht, wer am meisten Schüler und Lehrer ins Ziel an der Bürgerstraße bringen wird.

2017 riss der Seriensieger MPG die Schulwertung wieder an sich

Für das Allzeithoch bei dieser Frage sorgte die IGS im Jahr 2016, als 68 Aktive ins Ziel fuhren. 2017 riss der Seriensieger, das MPG, die Schulwertung wieder an sich und hat auch am Sonntag beste Aussichten, die Wertung erneut für sich zu entscheiden.

Im Hinblick auf einen möglichen weiteren Sieg betont Lehrer Tom Johnen: „Natürlich ist Gewinnen sexy. Aber wir fahren nicht mit, um die Schulwertung zu gewinnen. Sondern vor allem, weil Rennradfahren einfach großen Spaß macht.“

Von Timo Holloway