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Regional „Wir haben uns selbst aus dem Sumpf gezogen“
Sportbuzzer Sportmix Regional „Wir haben uns selbst aus dem Sumpf gezogen“
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21:23 21.11.2010
Wenn Handball Spaß macht: HG-Akteur Gerrit Kupzog scheint sich in dieser Szenen sicher zu sein, dass er trifft.
Wenn Handball Spaß macht: HG-Akteur Gerrit Kupzog scheint sich in dieser Szenen sicher zu sein, dass er trifft. Quelle: Theodoro da Silva
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Selbst Gästetrainer Michael Mühlenbruch erkannte den Sieg der HG neidlos an: „Dieses Team war sehr motiviert und hat zu Recht gewonnen. Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben und ist dafür belohnt worden.“ HG-Coach Mirko Jaissle hatte die passende Kurzformel für die mit vielen Höhen und Tiefen gespickten Partie parat: „Kein schönes Spiel, aber gewonnen.“

Mehr Tiefen als Höhen zeigte die HG – wie schon gewohnt – in den ersten Minuten. „Wir verpennen immer wieder den Anfang“, ärgerte sich der Ex-Moringer Conrad Melle. Auf die bekannte Schwachstelle hatte Jaissle im Training erneut deutlich hingewiesen: „Wir wollten unbedingt vermeiden, wieder einem Rückstand hinterher zu laufen“, war der Trainer schon etwas ratlos, als die HG 1:6 (9.) hinten lag. Doch diesmal glückte die Wende: „Wir haben uns selbst aus dem Sumpf herausgezogen und einfach cool und diszipliniert gespielt“, freute sich Aaron Frölich: „Da waren zwar noch ein paar Fehler drin, aber die werden wir in Zukunft auch noch abstellen“, versprach der eifrige Linksaußen, der kurz nach der Pause (33.) mit dem 16:16-Aus-gleich den Weg auf die Siegerstraße ebnete.

Allerdings dauert es noch zu lange, sich auf den Gegner einzustellen: „Wir haben immer wieder Probleme die Abstimmung zu finden, entweder in der Abwehr oder im Angriff. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Ball einfach laufen lassen – und wir haben gewonnen,“ gab Torjäger Marcus Wuttke das einfache Erfolgsrezept zu Protokoll. Wenn der Routinier Anfang Januar beruflich nach Süddeutschland wechselt, muss die Verantwortung endgültig auf andere Schultern verteilt werden.
Schließlich können sie es – wenn sie wollen und sich darauf konzentrieren. Zum Beispiel Torjäger Schulz, der mit seinen sechs Treffern in der ersten Halbzeit entscheidend zur erfolgreichen Aufholjagd beitrug. Oder Sebastian Flechtner, der Joker, der für die erste Führung zum 22:21 (43.) sorgte, die dann beim 27:23 (50.) schon recht komfortabel war. „In der zweiten Halbzeit hat uns Rosdorf-Grone den Schneid abgekauft“, verabschiedete sich Gästetrainer Mühlenbruch aus der Halle.
HG: Büthe, Grundmeier – Herbold, Kupzog (3), Frölich (5), Schulz (6), Wuttke (12/7), Melle (2), Weißke (1), Krebs (1), Osei-Bonsu, Stöber (1), Flechtner (2), Gerstmann (1).

Von Ferdinand Jacksch