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Regional „Wir waren die Hobby-Fahrer unter den Amateuren“
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19:12 22.07.2009
Nach kräftezehrenden 882 Kilometern durch die Alpen im Ziel: Siegfried Polzer (r.) und Daniel Bornemann in Arco am Gardasee.
Nach kräftezehrenden 882 Kilometern durch die Alpen im Ziel: Siegfried Polzer (r.) und Daniel Bornemann in Arco am Gardasee. Quelle: EF
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882 Kilo- und 18366 Höhenmeter galt es in sieben Etappen zu absolvieren. „Die Ziele wurden neu definiert. Hauptsache durchkommen“, schreibt Polzer weiter.

Es war das Hahntenn-Joch, das es am Ende der ersten Etappe mit einer sieben Kilometer langen steilen Rampe und durchschnittlich mehr als zehn Prozent Steigung noch zu erklimmen galt, das Polzer die Kräfte raubte. „Wir sind bis dahin einen 30er Schnitt gefahren. Zu schnell, wie sich herausstellte, und ich hatte viel zu wenig getrunken. Der Kreislauf spielte nicht mehr mit. Nachdem ich mich ausgeruht hatte, schob ich mein Fahrrad den Berg hinauf. Wir sind aber ins Ziel gekommen“, beschreibt Polzer seine erste Etappe in den Alpen. Im Training bereitete sich das Team unter anderem auf Mallorca vor. In den Alpen war Polzer zuvor nie unterwegs.

Polzer prallt auf Lastwagen

Doch das Team biss sich in den nächsten Tagen durch, wurde stärker und stärker, während ein Großteil der Konkurrenz stetig nachließ. Großen Anteil am sportlichen Erfolg des Duos hatten Elke Bornemann-Polzer und Nils Polzer, die die technischen und logistischen Probleme vor Ort lösten. „Wir konnten uns so voll auf das Radfahren konzentrieren“, sagt Polzer. In Arco am Gardasee angekommen stand für die beiden Jühnder fest, dass sie ihr selbst gestecktes Ziel erreicht haben. Platz 291 im Gesamt- und Rang 120 im Masters-Klassement standen zu Buche. „Wir hatten das Optimale erreicht, wenn man bedenkt, das ein Drittel der Fahrer Ex-Profis sind. Bei Gesprächen mit anderen Fahrern stellte sich zudem heraus, dass die meisten 7000 bis 10000 Trainingskilometer absolviert hatten, wir hingegen nur etwa 3000. Wir waren die Hobby-Fahrer unter den Amateuren“, unterstreicht Polzer.

Vor der Zieleinfahrt galt es allerdings noch eine Schrecksekunde zu überstehen. Etwa 500 Meter vor dem Ziel der vorletzten und sogenannten Königsetappe (Polzer: „Noch nie wurden bei einer Transalp so viele Kilometer – 180 – und so viele Höhenmeter – 3770 – bewältigt“) prallte Polzer auf einen Lastwagen. Er hatte allerdings Glück im Unglück und trug – dank Helm und Zweikampferfahrung als ehemaliger Fußballer der SVG – nur Prellungen davon. Erst am nächsten Morgen wurde festgestellt, dass seine Gabel gebrochen war, doch erneut hatte Polzer Glück, und bekam einen Fahrradrahmen geliehen.

Von Mark Bambey

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