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Regional „Wirtschaftliche und logistische Herausforderung“
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21:39 10.06.2011
Von Mark Bambey
Göttingen

„Der Schritt, den wir machen müssen, ist groß. Die Oberliga ist wirtschaftlich, logistisch und sportlich eine gewaltige Herausforderung“, betont Jan Steiger. Der Sportliche Leiter des RSV 05 gibt offen zu, dass die Klubführung vom „immensen sportlichen Erfolg der jungen Mannschaft schon ein wenig überrascht“ wurde. Primäres Ziel sei es, einen Oberliga-tauglichen Gesamt-Etat zu erarbeiten. „Wir planen mit etwa 120 000 Euro. Darin sind alle Kosten enthalten, also auch Fahrt- und Schiedsrichterkosten. Mit diesem Budget gehören wir zum Armenhaus der Liga, aber mehr zu erwirtschaften, ist wohl kaum möglich“, sagt Steiger. Zur Einschätzung der finanziellen Leistungsfähigkeit einiger Klubs nennt der 30-Jährige den Goslarer SC. „Die haben einen Etat von etwa 1,5 Millionen Euro.“

Noch ein wenig tiefer scheinen Steigers Sorgenfalten zu werden, als er darüber berichtet, dass in den eigenen Planungen noch eine Etat-Lücke von gut 30 000 Euro klafft. „Wir sind aber optimistisch, diese schließen zu können“, betont Steiger. Hartwig Magerhans, 3. Vorsitzender des RSV, unterstreicht: „Wir werden uns nicht überschulden, obwohl wir ein kleines Risiko eingehen werden.“ Der selbstständige Steuerberater baut unter anderem darauf, dass „ehemalige Sponsoren der RSV-Herren wie zum Beispiel die Sparkasse und die VGH wieder als Unterstützer überzeugt werden können“. Gespräche stünden noch aus.

Dass es in der kommenden Serie in der Oberliga einen erbitterten und finanziell stark angefeuerten Kampf um die ersten sechs Plätze geben wird, liegt an einer erneuten Reform der Regionalliga. Zur Serie 2012/13 wird es statt der dreigeteilten Regionalliga (Nord, Süd, West) mit je 18 Teams dann fünf Staffeln geben. Die sechs erstplatzierten – vielleicht auch die ersten acht – Teams qualifizieren sich für die neue Regionalliga.
Wo die Schwarz-Gelb-Grünen demnächst ihre Heimspiele austragen werden, ist doch noch nicht endgültig geklärt. „Wir haben den Umzug in den Maschpark vielleicht ein wenig vorschnell veröffentlicht“, sagt Magerhans. Fans und Sponsoren seien auf den Vorstand zugekommen und baten darum, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. „Wir sind jetzt in Gesprächen, unter anderem mit der GoeSF. Die Tendenz geht in Richtung Jahnstadion. Ich denke, dass wir bis Ende nächster Woche eine Entscheidung fällen“, gibt Magerhans preis. Für das Jahnstadion sprächen die „perfekten logistischen Bedingungen und die besseren Betreuungsmöglichkeiten für Sponsoren. Mit Klubs wie Oldenburg oder Braunschweig II ist die Oberliga letztmalig extrem attraktiv. Für uns zählt nur der Liga-Verbleib“, betont Steiger.

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