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Regional Wochenlange Proben, damit keiner aus der Reihe tanzt
Sportbuzzer Sportmix Regional Wochenlange Proben, damit keiner aus der Reihe tanzt
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18:18 30.08.2011
Proben im Vereinsheim in der Martin-Luther-Straße: die Line-Dancer vom MTV Grone.
Proben im Vereinsheim in der Martin-Luther-Straße: die Line-Dancer vom MTV Grone. Quelle: Vetter
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Göttingen

Ihren Auftritt bei der „Sport meets Music“-Benefizgala am Sonntag, 11. September, ab 18 Uhr in der Göttinger Stadthalle werden sie stilecht mit Cowboy-Hosen, Hemden und Stiefeln bestreiten.

Beim Line-Dance handelt es sich nämlich um einen Tanzstil, der ursprünglich in den USA entstanden ist, mittlerweile aber auch in Deutschland offiziell anerkannt wird. Typische musikalische Untermalung würde natürlich anders klingen, zum Beispiel wie Lynn Andersons „Rose Garden“ oder der amerikanische Folk-Song „Oh Susanna“. Vom Göttinger Symphonie Orchester (GSO) sind die Line-Dancer zuvor noch nie begleitet worden. „Wir haben Respekt vor dem was kommt. Aber wir gehen sicher und mit positiver Aufregung auf die Bühne“, sagt Trainerin Marlené Meisel. Sie und ihre Gruppe haben sich sehr gefreut über die Anfrage des Stadtsportbundes. Mit dem Orchester in Kontakt kommen werden sie erst einen Tag vor der Show, bei der Generalprobe.

Damit alles reibungslos funktioniert und keiner aus der Reihe tanzt, proben die elf Frauen und ein Mann aus der Fortgeschrittenen-Gruppe das zweieinhalb Minuten lange Stück nun schon seit zwei Wochen in ihrem Vereinsheim in der Martin-Luther-Straße. „Links Shuffle, ganze Drehung, rechts Shuffle, Heel, Step, Stomp.“ So lauten die Anweisungen, die Meisel ihrem Ensemble gibt. Da alle Tanzschritte immer im Blocksystem ausgeführt werden, wäre jeder Fehltritt sichtbar. Aber die Zwölf nehmen es mit Humor. Zusammen tanzen sie jetzt seit fast genau drei Jahren und haben auch schon „größere“ Auftritte, wie etwa beim Kiessee-Fest oder beim Sportwettbewerb „Mission Olympic“ absolviert.

„Wir rechnen mit zirka 900 Zuschauern“, meint Meisel. „Ein Knackpunkt des Auftritts werden die schnellen Tempi-Wechsel sein“, analysiert die Trainerin das Konzept weiter. Aber das sei nichts, was sich nicht mit ein bisschen Übung locker in den Griff bekommen ließe. Der selbst choreographierte „Cancan“ ist immerhin auch nur einer von insgesamt 97 Tänzen, die die Gruppe mittlerweile beherrscht. Und über fehlende Motivation kann sich Meisel wirklich nicht beklagen: „Nach der Sommerpause hatten schon alle Entzugserscheinungen“, schmunzelt die Trainerin. „Aber jetzt geben wir noch mal richtig Gas.“

Karten für „Sport meets Music“ gibt es unter anderem in der GT-Geschäftsstelle, Jüdenstraße 13c.

Von Anna Kleimann