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Regional Zwei Unentschieden für Göttinger Clubs
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21:03 14.08.2011
Hohe Bälle, die nichts einbringen: Krzysztof Podolczak (r.) im Kopfballduell mit Tobias Giesecke von Tuspo Petershütte.
Hohe Bälle, die nichts einbringen: Krzysztof Podolczak (r.) im Kopfballduell mit Tobias Giesecke von Tuspo Petershütte. Quelle: Theodoro da Silva
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Das hatten sich die rund 200 Zuschauer am Sandweg etwas anders vorgestellt: Fußball-Landesligist SVG kam am gestrigen Sonntag im ersten Heimspiel der Saison gegen einen defensiv eingestellten Tuspo Petershütte nicht über ein 0:0 hinaus – obwohl der Gastgeber von der 64. Minute an nach Gelb-Rot für Petershütte in Überzahl agierte. Trainer Knut Nolte war dennoch nicht unzufrieden: „Wir haben gar nicht so schlecht gespielt“, resümierte er.

Eine Vielzahl an Chancen arbeitete sich die SVG freilich bereits in der ersten Hälfte nicht heraus. In der 4. Minute setzte Freyberg, der längst nicht so schwungvoll agierte wie in der Vorbereitung, einen Drehschuss links daneben. Vorausgegangen war eine Hereingabe von Benseler, der für den verletzten Kapitän Käschel im linken Mittelfeld zum Einsatz kam. Krzysztof Podolczak scheiterte kurz darauf mit der Hacke und übersah dabei den besser postierten Sturmpartner Müller, was ihm später noch öfter passieren sollte (12.). Kurz vor der Pause war ein Kopfball von Podolczak sichere Beute des Tuspo-Schlussmannes (43.). Hafner hatte zuvor Bilbeber auf der Sechs ersetzt, der mit Wadenproblemen ausschied.

Aber auch Petershütte kam kaum einmal zu nennenswerten Aktionen. Die größte Chance des ersten Durchgangs verpasste Markus Töpperwien, dem ein Doppelpass mit Sturmpartner Kühn genügte, um die SVG-Viererkette bloßzustellen. Töpperwien scheiterte aber am herausstürmenden Bitow (9.). Nachfassen musste der SVG-Schlussmann bei einem Freistoß von Kühn (18.).

Die zweite Hälfte war anschließend nichts für Fußball-Ästheten. Bis zur 64. Minute passierte rein gar nichts – im Spiel der Schwarz-Weißen war viel zu wenig Bewegung, die Außenpositionen fanden fast gar nicht statt. Einzig die Fehlpassquote wies aufsteigende Tendenz auf. In der 64. Minute bedurfte es dann des Schiedsrichters Christian Stein aus Wolfsburg, mit Gelb-Rot gegen Tuspo-Akteur Witzke (Unsportlichkeit) Dynamik ins Spiel zu bringen. Nach einem ersten Warnschuss des eingewechselten Grzegorz Podolczak (70.) war es sein Bruder Krzysztof, der die entscheidende Möglichkeit vergab: Ein Zuspiel von Freyberg, der sich endlich einmal am rechten Flügel durchgesetzt hatte, setzte er aus drei Metern am kurzen Pfosten vorbei (72.).

Danach tat sich die SVG gegen zäh verteidigende Petershütter, die sich des öfteren nur durch Fouls zu helfen wussten, auch in Überzahl schwer. Die Pässe in die Spitze kamen zu ungenau, dem Mittelfeldspiel fehlte es an Kreativität, und vorn rannten sich die Stürmer fest. So wäre die einzige Möglichkeit, doch noch zu drei Punkten zu kommen, ein Elfmeterpfiff wegen Handspiels des Tusporaners Jung gewesen (81.) – doch der Unparteiische verweigerte den Strafstoß. Auf der Gegenseite musste Bitow bei einem abgefälschten Freistoß von Kühn noch einmal mit dem Fuß abwehren (90.).

„Die haben mit zehn Mann Beton angerührt“, unterstrich Nolte nach der Partie. „Trotzdem haben wir uns fünf bis sechs Chancen herausgearbeitet. Machen wir eine rein, gewinnen wir.“ Andererseits ist zu konstatieren, dass gestern auch bei der SVG die Abwehr am ehesten überzeugen konnte – Zerhusen und Meyer boten eine solide Partie. Nach vorn aber ist noch viel Luft nach oben.
SVG: Bitow – Orak, Zerhusen, Meyer, Alexander – Freyberg, Illner, Bilbeber (23. Hafner), Benseler – K. Podolczak, Müller (67. G. Podolczak). – Bes. Vorkommn.: Gelb-Rot für Witzke (64.).

Landesliga-Aufsteiger Sparta hat seinen ersten Punkt in der sechsten Liga geholt. Da die Rot-Weißen einen 0:2-Rückstand noch in ein 2:2 (0:2) gedreht haben, sind die Spartaner die gefühlten Gewinner.

„Ich muss meinem Team ein Kompliment machen. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel dominiert und hätten hier sogar gewinnen können. Wir sind auf jeden Fall der moralische Sieger“, betonte Heiko Bause.Der Sparta-Coach berichtete davon, dass die Umstellung von Viererkette auf die klassische Defensive mit Libero Sparta zurück ins Spiel gebracht hat. In der zweiten Hälfte sei Osterode aus dem Spiel heraus zu keinen Möglichkeiten mehr gekommen, drei gefährliche Standards habe Feddern vorbildlich pariert. „Es kommen noch Gegner, die spielstärker sind. Wir müssen die Kette überdenken“, so Bause.

Sparta: Feddern – Sen, Schwarze, Witschewatsch, Strauß – Zani, Kazmierczak – Matezki, Souleiman, Taubert – Zackenfels. – Tore: 1:0 Schunke (6.), 2:0 Schunke (42.), 2:1 Taubert (55.), 2:2 Matezki (58., Foulelfmeter).

Von Eduard Warda
und Mark Bambey