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Weltweit Angelique Kerber verpasst Finale der US Open
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14:45 11.09.2011
Angelique Kerber hat das Finale der US Open verpasst. Quelle: dpa
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New York

Angelique Kerber hat das Endspiel bei den US Open der Tennisprofis in New York verpasst. Die Kielerin verlor am Samstag (Ortszeit) im Halbfinale 3:6, 6:2, 2:6 gegen Samantha Stosur. Die Australierin trifft an diesem Sonntag auf die Amerikanerin Serena Williams, die der Weltranglisten-Ersten Caroline Wozniacki aus Dänemark beim 6:2, 6:4 keine Chance ließ. Williams kann das Turnier zum vierten Mal gewinnen. Kerber wäre bei einem Sieg als erste Deutsche seit Steffi Graf 1999 in Wimbledon in das Finale eines Grand-Slam-Turniers eingezogen. Graf war auch bei den US Open 1996 bisher letzte deutsche Finalistin.

Das Herren-Finale bestreiten wie im Vorjahr Titelverteidiger Rafael Nadal aus Spanien und der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. Nadal schaltete den Schotten Andy Murray mit 6:4, 6:2, 3:6, 6:2 aus. Zuvor setzte sich Djokovic nach 0:2-Satzrückstand und zwei abgewehrten Matchbällen noch gegen Roger Federer durch. Der Serbe siegte 6:7 (7:9), 4:6, 6:3, 6:2, 7:5 und hat damit die Chance auf seinen dritten Grand-Slam-Titel dieser Saison nach den Triumphen in Australien und Wimbledon. Nadal gewann 2011 schon die French Open.

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Kerber war trotz der Enttäuschung über ihr Ausscheiden insgesamt zufrieden. „Ich bin eigentlich superfroh“, sagte sie über den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere. Gut zwei Monate nach dem Halbfinal-Aus von Sabine Lisicki in Wimbledon erwischte Kerber auf dem Grandstand von Flushing Meadows einen Fehlstart. Das wegen des umfangreichen Tagesprogramms auf den nur drittgrößten Platz der Anlage verlegte Match begann mit einem schnellen 0:3-Rückstand für die Außenseiterin. Kerber verlor im ersten Grand-Slam-Halbfinale ihrer Karriere gleich ihr erstes Aufschlagsspiel ohne eigenen Punktgewinn und berichtete: „Die vielen Leute, das Flutlicht - die ersten Spiele war ich überall, aber nicht auf dem Platz.“

Dagegen profitierte die Weltranglisten-Zehnte Stosur gegen die Nummer 92 von ihrem starken Service, zeigte offensives Tennis und am Netz ihre Qualitäten als erstklassige Doppelspielerin. Wenn der Ball im Spiel war, hielt Kerber mit zunehmender Dauer besser dagegen, die 23-jährige Linkshänderin mit der druckvollen Vorhand konnte aber einige Möglichkeiten nicht nutzen. Nach einer halben Stunde verwandelte Stosur ihren zweiten Satzball.

Doch Kerber hatte die Anfangsnervosität nun endgültig abgelegt, erspielte sich im zweiten Durchgang eine 4:1-Führung und glich die Partie aus. Allerdings verlor sie gleich zu Beginn des entscheidenden Satzes zum zweiten Mal ihren zuvor guten Aufschlag und geriet selbst wieder häufiger unter Druck, nachdem sie die Begegnung von der Grundlinie diktiert hatte. Bis zum 0:5 lief nichts mehr zusammen. Danach fing sie sich noch einmal und hatte sogar vier Chancen, auf 3:5 zu verkürzen. Doch Stosur zitterte sich zum Sieg, nach 1:46 Stunden nutzte die 27-Jährige ihren zweiten Matchball und erreichte wie bei den French Open im Vorjahr das Endspiel.

dpa

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