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08:15 01.11.2011
In der Göttinger Innenstadt trauern Menschen um die Opfer der Tragödie auf der A5. Quelle: dpa
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Göttingen

Die 28-jährige Lebensgefährtin und die 16 Jahre alte Schwester des Aufbauspielers waren nach der Rückfahrt vom Auswärtsspiel der Göttinger in Gießen auf der A 5 gestorben. Sie hatten nach einem Wildschweinunfall ihr Auto verlassen und waren von einem nachfolgenden Fahrzeug erfasst worden. Auch der Fahrer dieses Autos kam bei dem Unfall ums Leben.

Zwei der drei Göttinger Mannschaftsbusse – im ersten saß Marco Grimaldi – waren unmittelbar nach dem schrecklichen Geschehen am Unfallort, erlebten die Tragödie hautnah mit und waren als Ersthelfer gefordert. Die Freundin von BG-Spielmacher Kyle Bailey, die bei dem Unfall verletzt worden war, sei aus der Alsfelder Klinik bereits wieder nach Hause entlassen worden, berichtete BG-Sprecher Björn-Lars Blank.

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Während Grimaldi versuche, im Kreis seiner Familie Trost zu finden und neue Kraft zu schöpfen, würden seine Teamkameraden seit Sonntag in Einzel- und Gruppengesprächen psychotherapeutisch betreut, sagte Blank. „Je nachdem, in welcher Verfassung die Spieler sind, wird sich die Mannschaft am Dienstag eventuell zum Training treffen.“

Ob das Bundesliga-Heimspiel am Sonnabend gegen die Telekom Baskets Bonn ausgetragen oder der Termin verschoben wird, werde man zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden und dabei auch den Wünschen der Familie Grimaldi Rechnung tragen. „Marco geben wir alle Zeit, die er braucht, um zu entscheiden, wie und wann es weitergehen soll“, versicherte Blank.

Während Basketball-Bundesliga und Bonner Verantwortliche signalisiert hätten, die BG-Wünsche zu berücksichtigen, könne das Auftaktspiel der „Veilchen“ in der Euro-Challenge am Dienstag, 8. November, in Georgiens Hauptstadt Tiflis nicht verschoben werden. „Der Terminplan ist viel zu eng gesteckt“, erläuterte der BG-Sprecher.

Überwältigend ist die Anteilnahme an der Tragödie der beiden betroffenen Familien. Mehr als 2000 Menschen drückten bis gestern Abend auf der Internetplattform Facebook ihr Mitgefühl aus, rund 1000 Menschen aus ganz Deutschland haben sich im Kondolenzbuch auf der Homepage der BG Göttingen eingetragen.

Von Michael Geisendorf / mit dpa