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20:42 31.01.2016
Von Jörg Grußendorf
Versucht, die Übersicht zu behalten: Brad Bagu von den Indians (rechts). Quelle: Florian Petrow
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Langenhagen

Ein wenig Spott darf natürlich gegenüber älteren Herren nicht fehlen. „Wir spielen das erste Drittel ganz normal, ab dem zweiten Drittel wird aber die Zeit bei Unterbrechungen nicht mehr angehalten - wir wollen schließlich nicht die Partie mit einem Sauerstoffzelt beenden“, sagte Stefan Wenck vor dem Eishockey-Benefizspiel zwischen den Hannover Scorpions und den EC Hannover Indians. Dass der Hallensprecher wenige Sekunden zuvor selbst auf dem Eis ausrutschte und sich danach auf den Allerwertesten legte - geschenkt, denn bei einem Spiel zwischen zwei Mannschaften mit ehemaligen Spielern, steht der Spaß im Vordergrund.

Beim Treffen mit den Stars von einst ging es jedoch auch um einen ernsten Hintergrund: Marco Spors, früher für den ECH am Puck und im Trainerteam des aktuellen Oberligisten Hannover Scorpions, hatte die Partie für einen guten Zweck organisiert. Der Erlös der Veranstaltung inklusive Kartenverkauf und Trikotversteigerungen kommt dem Epilepsiezentrum des Kinderkrankenhaus Auf der Bult zugute. „Ich bin mehr als zufrieden, es gab nur positives Feedback“, sagte Spors und sprach von „einer Atmosphäre zwischen den Spielern wie bei einem Klassentreffen“.

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In den kommenden zwei Wochen stehe dann der Kassensturz auf dem Programm. „Aber es sieht schon jetzt ziemlich danach aus, dass wir die von mir als Ziel gesetzte Grenze von 10 000 Euro erreicht haben“, sagte Organisator Marco Spors.

Auf dem Eis gaben sich Spieler ein Stelldichein, die die 871 Zuschauer manches Mal mit der Zunge schnalzen und von vergangenen schönen Zeiten schwärmen ließen. Zum Kader der Scorpions gehörten Len Soccio, Dieter Reiss, Peter Willmann und natürlich Tino Boos - der als Kapitän die Scorpions im Jahr 2010 zur deutschen Meisterschaft geführt und im Finale gegen die Augsburger Panther ein spektakuläres Tor erzielt hatte.

Für den ECH standen Brad Bagu, Sven Hoppe, Dirk Rohrbach, Jan Welke, Bryan Phillips, Friedhelm Bögelsack, Kerry Goulet und Siggi Reiss auf dem Eis. Als Scorpions-Trainer fungierte Christopf Stein-Schneider, Mitglied der früheren Band Fury in the Slaugtherhouse. Die sportliche Verantwortung beim ECH hatten Thomas Jungwirth und Patrick Saggau.

Und ein Endergebnis gab es natürlich auch: Die Scorpions bezwangen die Indians mit 11:4. Aber Sieg oder Niederlage ist bei einem guten Zweck ja eigentlich sekundär. Wichtig ist, dass eine ordentliche Summe für das Epilepsiezentrum des Kinderkrankenhauses Auf der Bult zusammengekommen ist. Trotzdem war es schön, die Altstars mal wieder übers Eis flitzen zu sehen - auch wenn es einigen am Ende ganz schön schwergefallen ist.

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