Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Weltweit Cherundolo und Chahed kämpfen mit ihren Nerven
Sportbuzzer Sportmix Weltweit Cherundolo und Chahed kämpfen mit ihren Nerven
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:33 16.09.2011
Von Jörg Grußendorf
Harte Zweikämpfe: Sofian Chahed musste sich auf der rechten Seite durchbeißen. Quelle: Ulrich zur Nieden
Anzeige
Hannover

Es gibt Wechselspiele, die man nicht will, die man aber vornehmen muss. Christian Schulz, den angestammten Linksverteidiger der „Roten“, zwickt es derzeit gleich an mehreren Stellen, am Rücken, an der Hüfte, am Zeh. An Spielen war gar nicht zu denken. Sein Stellvertreter Christian Pander liegt mit Grippe flach. 96-Trainer Mirko Slomka blieb also gar keine andere Wahl, als zum großen Tausch anzusetzen.

Steve Cherundolo musste seine angestammte rechte Seite verlassen und auf die Schulz-Position weichen; Sofian Chahed rückte dafür von der Bank auf rechts.

Anzeige

Dem Kapitän behagte die Umstellung überhaupt nicht. Der 32-jährige Cherundolo setzte kaum Akzente im Angriffsspiel und hatte in der Defensive speziell in der 1. Halbzeit Probleme. Mit seinem schnellen Gegenspieler Bia Mujangi, aber anscheinend auch mit den Nerven. Manches Abspiel landete beim Gegner, der Ball versprang ihm oder rutschte unter den Stollen durch ins Aus.

Doch der Amerikaner erwies sich als erfahren genug, um mit solchen Phasen umzugehen. Er steckte das Ganze weg, wirkte nach der Pause merklich stabiler. Er stand jetzt besser, spielte ruhiger.

Auch Cherundolos Vertreter Chahed begann ziemlich nervös. Er hatte außerdem mit Jelle van Damme einen Gegenspieler, der einen Kopf größer und ungeheuer zweikampfstark ist. Der belgische Nationalspieler versuchte erst gar keine großartigen Tricks, sondern leitete nahezu jeden Ball direkt und geschickt weiter. Chahed traute sich daher selten, den Vorwärtsgang einzulegen. Er beschränkte sich zunächst komplett auf die Defensive. Doch je müder van Damme wurde, desto mutiger trat Chahed auf. Und dass 96 am Ende insgesamt forscher auftrat, lag auch an dem 28-jährigen Rechtsfuß, der klar der bessere der beiden Außenverteidiger war.