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Weltweit Hannover Scorpions: Ein Punkt und ein neuer Torwart
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20:58 22.11.2009
Von Björn Franz
Die Hannover Scorpions haben 2:3 nach Verlängerung gegen Ingolstadt verloren. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Thomas Greilinger überwand Torhüter Levente Szuper aus spitzem Winkel. Der Topscorer der Deutschen Eishockey-Liga sorgte damit für die 2:3 (0:0, 1:2, 1:0)-Niederlage der Scorpions nach Verlängerung, der in den nächsten Tagen ein Transfercoup folgen könnte: Die Hannoveraner stehen unmittelbar vor der Verpflichtung von Torhüter Travis Scott.

Nun ist es keineswegs so, dass man den bisher enttäuschenden Saisonverlauf ausschließlich an den beiden Schlussmännern festmachen könnte, die bisher zwischen den Pfosten der Hannoveraner standen. Doch wenn man einen Beleg dafür sucht, welchen Einfluss selbst kleine Unsicherheiten an dieser wichtigen Position auf den Spielverlauf haben können, dann taugt die gestrige Partie dazu ganz hervorragend. Denn die Tatsache, dass die Scorpions zum Erreichen der Verlängerung erst ein 0:2 aufholen mussten, hatte auch mit den Leistungen der beiden Keeper zu tun.

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Auf der einen Seite war da der Ingolstädter Dimitri Pätzold, der noch in der vergangenen Saison mit Erfolg von den Scorpions verpflichtet worden war, um der Hintermannschaft mehr Stabilität zu verleihen. Der deutsche Nationalkeeper verhinderte im 1. Drittel, in dem die Gastgeber auf die Führung drückten, mit spektakulären Paraden gegen Tore Vikingstad zweimal binnen weniger Sekunden das mögliche 1:0. Und auch sonst zeigte Pätzold eine bärenstarke Leistung. Die konnte man auf der anderen Seite auch Levente Szuper über weite Strecken des Spiels attestieren, der erneut für den erkrankten Youri Ziffzer zwischen den Pfosten des Scorpions-Tores stand. Doch da war neben dem unglücklichen Gegentreffer in der Verlängerung eben auch die 22. Minute, in der der Ungar einen haltbaren Schuss von Greilinger zum 0:1 durchrutschen ließ.

Es war eine der wenigen Unsicherheiten, die sich Szuper gestern leistete. Doch sie reichte aus, um seine Vorderleute für eine ganze Weile aus dem Tritt zu bringen, sodass die Gäste kurz darauf sogar noch das 0:2 nachlegen konnten. Und da es im bisherigen Saisonverlauf weder Szuper noch Ziffzer geschafft hat, sich mit konstant starken Leistungen als klare Nummer 1 das Vertrauen von Mitspielern und Mannschaftsführung zu erarbeiten, soll nun eben der ehemalige Kölner Scott den nötigen Rückhalt geben.

„Wir sind einfach der Meinung, dass wir mit einer hundertprozentigen Torwartleistung besser spielen können“, sagte Geschäftsführer Marco Stichnoth, der derzeit versucht, von Sponsoren das nötige Geld für die Verpflichtung zu bekommen. „Youri und Levente sind beide tolle Typen, aber mit ihren Fangquoten im Bereich von 88 Prozent gehören sie nun einmal nicht zu den Toptorhütern in der Liga.“ Und so einen benötigen die Scorpions aus Sicht der Mannschaftsführung.

Tore: 0:1 (21:37) Greilinger (Wren, Pätzold bei 4–4), 0:2 (29:06) Motzko (Ficenec bei 5–4), 1:2 (33:58) S. Goc (Cottreau bei 5–3), 2:2 (42:11) Dolak (Köppchen), 2:3 (63:27) Greilinger (Wren bei 5–3) – Zuschauer: 4482 – Strafminuten: Hannover 14, Ingolstadt 16 – Beste Hannoveraner: Köppchen, Reiss – Nächstes Spiel: Augsburg – Scorpions (Di., 19.30 Uhr).

22.11.2009
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