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Weltweit Hannover bewundert Turnasse und feiert Hambüchen
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08:08 26.10.2009
Von Carsten Schmidt
Fabian Hambüchen bekommt seine Geburtstagstorte. Quelle: zur Nieden
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Und die Sportler dankten es mit Übungen, die zeitweise auf den Rängen ein Raunen hervorriefen. Ein leises natürlich. Hannover gratuliert. Fabian Hambüchen, die deutsche Nummer 1 und überlegener Sieger an den ersten beiden Trophy-Stationen, konnte wegen eines Außenbandrisses am linken Knöchel nicht an die Geräte gehen. Doch der 22-Jährige ließ sich weder von der Verletzung abhalten noch von dem Wunsch der Familie, gestern mit ihm Geburtstag zu feiern.

Hambüchen kam als Zuschauer in die AWD-Hall, badete in der „Menge“ vor allem seiner jungen Fans, schrieb sich die Finger wund beim Autogramme geben und machte bei diversen Interviews Hoffnung. „Ich bin schon wieder heiß aufs Turnen, vielleicht geht in Stuttgart etwas“, sagte er. Das Publikum hörte es gern und dankte dem Hessen ganz besonders dafür, dass er an seinem Ehrentag von Anfang bis zum Schluss in der Halle mitfieberte. „Happy birthday, lieber Fabian“, tönte es vielstimmig von den Rängen. Und als Zugabe gab es auch noch eine Geburtstagstorte.

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Hannover rockt. Nach jeder gelungenen Übung klatschten die Zuschauer begeistert im Takt des Pausen-Jingles mit. Und prima unterstützten sie dabei die Honeybees, eine muntere Cheerleader-Formation des TV Jahn Wolfsburg. Zum Schluss schwappte sogar die La Ola von einer Hallenseite zur anderen.

Und Hannover regt sich auf. Einmal. Am letzten Gerät, dem Reck, bot der Deutsche Marcel Nguyen eine atemberaubende Flugschau ohne sichtbaren Fehler. Doch das Kampfgericht stufte seine Übung weit niedriger ein als die vorhergehende Lestung des Russen Maxim Dewyatowskij, dem sichtbare Fehlerchen unterlaufen waren. „Marcel fehlten noch die mittelschweren Teile“, versuchte Bundestrainer Andreas Hirsch die umstrittene Wertung im Nachhinein zu erklären. Tiefer blicken ließ indes die Reaktion des Tourdirektors Valeri Belenki. Der einstige Seitpferd-Weltmeister schüttelte vielsagend den Kopf.

Hannover und die Champions Trophy – das passt zusammen. 2500 Besucher in der immerhin zu 80 Prozent ausgelasteten AWD-Hall freuten sich auch ohne Hambüchens Start über einen spektakulären und spannenden Wettkampf. Dieses Resümee wurde auch nicht durch das kuriose Finale am Reck beeinträchtigt. Keatings und der zweitplatzierte Rumäne Flavius Koczi, die bis dahin Weltklasse am Fließband geboten hatten, zeigten auf einmal Anfängerfehler und kassierten große Punktabzüge. Doch beide hatten ein zu großes Polster auf die Verfolger, die sie nicht mehr einholen konnten. Auf den Plätzen 5 und 6 reihten sich die deutschen Starter Nguyen und Helge Liebrich ein, wobei es vor allem für Lieb-rich ein „Spaßwettkampf“ war.

Hannover hat Zukunft? Die Ausrichter der Champions Trophy waren des Lobes voll über die Stimmung in der Halle. Das letzte Wort hat aber das Fernsehen. ARD und ZDF interessiert aber ein anderes Publikum – das vor den TV-Geräten...

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